Donnerstag, 27. Juni 2019

Generalversammlung mit Herausforderung

Hallo ihr Lieben,

wie ihr schon in der Überschrift erkennen könnt, möchte ich euch heute mal ein paar Eindrücke von unserem Sommerfest in Verbindung mit unserer Generalversammlung geben. Als Genossenschaft sind wir ja schließlich gesetzlich verpflichtet, eine solche Versammlung einmal im Jahr durchzuführen. Hier wird dann z. B. ein neues Aufsichtsratmitglied gewählt, ein neuer Vorstand bekannt gegeben, die Bilanzzahlen aus dem Vorjahr gezeigt usw.

In diesem Jahr sollte uns allerdings eine überraschende Herausforderung bevorstehen. Unser Fest findet alljährlich in Nickelsdorf statt und wer schon einmal da war weiß, dass nur eine Straße ins Dorf führt. Das Problem dabei: Diese Straße sollte laut Zeitung zu unserem Sommerfest gesperrt sein. Der Baubeginn fand am 17.06. statt und unser Fest war am 21.06. Wir hatten zwar die Hoffnung, dass die Bauarbeiter noch nicht viel an der Straße ändern würden, aber darauf konnten wir natürlich nicht plädieren.

Zum Glück hat sich letzten Endes alles zum Guten gewendet: Die Bauarbeiter erlaubten uns, mit unseren Shuttlebussen, durch die Baustelle zu fahren. Es war, wie wir gehofft hatten, noch nicht viel an der Straße passiert. Also verlief dann doch noch alles reibungslos, wie in den vergangenen Jahren. Und nächstes Jahr fahren wir dann über die neue Straße. 😉

Von der Organisation und Planung unseres Festes habe ich wenig mitbekommen, da ich zurzeit bei Post und Empfang bin. Allerdings habe ich mitgeholfen die ca. 3.600 Einladungen versandfertig zu machen. 😀

Zwei Tage vor unserem Sommerfest kam unsere Personalleiterin auf mich zu. Ich wurde gebeten, am Tag der Generalversammlung beim Aufbau mitzuhelfen. Durch die Planänderung, dass ich nun mithelfen sollte, konnte ich bis um 7 schlafen, da wir uns erst 9 Uhr in Nickelsdorf trafen.  Auch mal schön, wenn man etwas länger schlafen kann. Also startete ich nach einem entspannten Frühstück zum Rittergut nach Nickelsdorf und half alles mit aufzubauen. 
Leider musste ich früh noch die offizielle Umleitung nutzen, da die Bauarbeiter bis 16.00 Uhr arbeiteten. Dabei hab ich mich auch nur einmal verfahren. 😅 

Als ich dann endlich eingetroffen war, konnte es losgehen. Wir mussten noch einiges dekorieren. Es standen bis dato nur das Festzelt und die Bierbänke und -tische. Eine meiner Aufgaben war es, Luftballons zu Trauben zu binden. Hat tatsächlich mehr Spaß gemacht, als man denkt.

Danach ging es an das Dekorieren der Tische mit farblich passenden Deckchen und Windlichtern. Und natürlich mussten die schön zusammengebundenen Luftballons auch auf dem Gelände befestigt werden. Sogar die kleinen Birkenbäumchen, die zur Deko an die Zeltstangen gebunden waren, wurden mit Kreppband geschmückt, auch wieder passend in blau und orange. 😉

Nach einem kurzen Mittagessen wurden dann noch die Bänke für die Falknershow auf den Sportplatz gebracht und aufgestellt. Danach gönnten wir uns eine kleine Pause auf diesen Bänken und überlegten was wir noch zu tun hatten. Es kam eine kleine Unruhe auf, denn die Kollegen aus dem Marketing meinten wir sind fertig. Aber so früh waren sie eigentlich noch nie fertig. :D Aber wir hatten auch nichts vergessen. Es lag wohl eher daran, dass wir dieses Jahr zwei Hände durch mich mehr waren.

Um drei kamen dann die ersten Kollegen. Meine Schicht am Rosterstand fing erst halb sieben an, deswegen hatte ich noch Zeit mich ein wenig umzusehen. Ich hab mir noch zwei Brezeln schmecken lassen und kurz bei der Falknershow vorbeigesehen. So ein Raubvogel ist schon beeindruckend, auch wenn es „nur“ ein kleiner war. Aber dann musste ich auch schon los zu meinem Stand, wo die Zeit sehr schnell verging: während meiner Schicht endete nämlich die Mitgliederversammlung, das heißt eine Menge hungriger Menschen strömten aus dem Haus direkt auf uns zu. So vergingen die zwei Stunden wie im Flug, aber als ich am Ende die Schürze abnehmen konnte, kam die Erschöpfung doch ein bisschen. So ging der Abend für mich auch nicht mehr lang und als ich kurz vor halb zehn ging, war das Rittergut schon deutlich leerer geworden. Aber eins muss ich dem Sommer lassen: es ist so schön, wenn sich halb zehn anfühlt wie halb acht. Es war noch so hell. Unglaublich. 😍

Tja, das war‘s dann auch schon wieder von mir. Ich wünsche euch eine schöne Sommerzeit.

Bis dahin,
eure Carmen


Freitag, 14. Juni 2019

Umweltfestival in Berlin

Hallo liebe Leser,

es ist wie immer eine aufregende und spannende Zeit vergangen. Mit unserer Tochterbank, der EthikBank, waren wir mal wieder in Berlin unterwegs. Um genau zu sein, ging es am 02.06. zu Europas größter ökologischer Erlebnismeile, dem Umweltfestival. 


Da das Marketing den Trip organisierte und ich mich zurzeit in der Abteilung befinde, hab ich mich natürlich gleich gemeldet, dass ich unseren Infostand gerne mit unterstützen würde. Letztes Jahr waren wir das erste Mal beim Umweltfestival präsent. Allerdings genoss ich zu der Zeit noch meine letzten Sommerferien, sodass ich bisher nur von Kollegen hörte wie es war, nämlich kräftezehrend. 🙈  Wir sollten um 6 Uhr in Eisenberg sein, damit wir pünktlich losfahren konnten und würden erst gegen 23 Uhr wieder ankommen. Also hieß das für mich: Mein Samstag muss ruhig verlaufen, damit ich halb 5 aufstehen kann, um 6 Uhr in Eisenberg zu sein. Ansonsten geht das nicht gut.
Am Sonntag also machte ich mich auf den Weg nach Eisenberg. Insgesamt waren wir 7 Kollegen, die mitkamen. Deshalb haben wir uns extra einen Kleinbus gemietet, indem wir auch unsere Flyer und Materialien verstauen konnten. Der Bus wurde von Herrn Czimmernings schon am Freitag gepackt, sodass wir Sonntag in der Früh sofort losfahren konnten. 

Die Autobahn war zum Glück ziemlich leer. Dementsprechend kamen wir überpünktlich 08.30 Uhr in Berlin am Brandenburger Tor an, räumten den Bus aus und bauten unseren Stand auf. Schon nach einer halben Stunde waren wir fertig und hatten noch Zeit, uns ein wenig umzusehen. Es gab viele interessante Stände. Vor allem die Essensstände haben wir uns schon mal vorgemerkt. 😉

Das Wetter hätte auch nicht besser sein können. In der Sonne hat man es allerdings nicht lange ausgehalten. Wir hatten 32°C und dachten schon, dass nicht annähernd so viele Leute wie im letzten Jahr kommen würden. Bei so einem Wetter gehen die meisten doch Baden. Aber da hatten wir uns getäuscht. Ab 11 Uhr füllten sich die Gänge zwischen den Ständen. Und auch an unserem Stand war gleich zu Beginn viel los. Ich stand mit vorne und beantwortete Fragen der Besucher so gut wie möglich. Aber trotzdem wusste ich noch nicht alles. Wie auch? Ich bin schließlich erst im ersten Lehrjahr. Aber falls ich einmal nicht weiter wusste, halfen mir meine Kollegen. 

Dadurch, dass wir insgesamt 7 Personen waren, konnten wir uns perfekt abwechseln. 3 standen eigentlich immer vorne am Stand und die anderen 4 liefen ein bisschen herum. Während des Tages hatten wir viele tolle Gespräche. Manchmal standen wir sogar zu sechst vorne, weil so viele Leute unseren Stand besuchten. Ehrlich gesagt, sind es schon noch viele Menschen, die in keinster Weise etwas von grünen Banken wissen. Viele waren erstaunt als wir sagten, die EthikBank gäbe es schon seit 2002. Viele versuchen immer ihr Leben so nachhaltig wie nur möglich zu gestalten, aber vergessen dabei ihr Geld bei den Großbanken. Denn damit wird unter anderem der Waffenexport unterstützt, Kinderarbeit, Massentierhaltung und vieles mehr. Das alles war mir vor meiner Ausbildung auch gar nicht bewusst. Und so geht es vielen anderen Menschen auch. Wenn man sich mit den Themen nicht beschäftigt, weiß man das halt auch nicht.

Das coolste aber an dem Tag war für mich die Kartoffelspirale. Es wurde eine Kartoffel mit Hilfe eines Akkuschraubers in eine Spiralform geschnitten, auf einen Spieß gedrückt, frittiert und gewürzt. So einfach es auch klingt, es war wirklich der Hit. :D Und hat dazu noch richtig lecker geschmeckt. :D

Frisch gestärkt ging es dann weiter: 15 Uhr, die Hälfte geschafft! Da wir immer wieder längere Gespräche an unserem Stand hatten, verflog die Zeit in Windeseile. Das Interesse ging bei weitem nicht nur von jungen Menschen aus, ganz im Gegenteil, die Menschen der älteren Generation haben mich positiv überrascht und es war wirklich aufschlussreich die Ansichten anderer Personen kennenzulernen.

18 Uhr! Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu, genauso wie unsere Kraftreserven. Die anhaltende Sonne machte den Tag zu einer echten Belastungsprobe, aber auch diese haben wir gemeistert. Und als es dann endlich 19 Uhr schlug, bauten wir allmählich unseren Stand ab. Herr Czimmernings holte unseren gemieteten Bus und wir packten alles, was übrig geblieben war, wieder ein. Halb 8 saßen wir alle im Auto und traten die Heimreise an.
Und gegen 23 Uhr trafen wir in Eisenberg ein. Wir lagerten noch schnell die ganzen Pakete und Kartons vom Bus ins Bankgebäude um und dann kam ich auch schon fix und fertig gegen halb 12 zu Hause an. Ich habe nur noch die Sonnencreme und den Schweiß abgeduscht, Zähne geputzt und bin praktisch ins Bett gefallen. Am Montagfrüh klingelte dann der Wecker und ich machte ich auf zur Schule. 

Alles in allem war der Tag so vielseitig und interessant, aber auch kräftezehrend. Wir hatten tolles Wetter und haben viele neue Leute kennen gelernt. Am nächsten Tag war ich zwar immer noch etwas erschöpft, aber nicht desto trotz war es eine tolle Erfahrung.


So, jetzt hab ich aber auch genug erzählt.
Ich wünsche euch eine schöne Zeit.
Bis dahin,
euer Niclas.