Donnerstag, 28. Dezember 2017

Die Post ist los


Hallo liebe Blogleser,
es ist soweit, die Weihnachtszeit ist mit 5 Kilogramm mehr auf der Hüfte geschafft, das Jahr neigt sich dem Ende zu und es ist wieder an der Zeit sich Ziele für 2018 zu setzen, die gefühlt wie jedes Jahr zwei Wochen nach dem Jahreswechsel spontan verworfen werden :P. Um euch den Tag etwas zu verschönern, erzähle ich heute, was mir schon wieder alles passiert ist. :D
Frau Seidel - zuständig für Post und Empfang in unserem Haus - hat sich dazu entschlossen ins Warme zu reisen und uns hier im kalten Deutschland zurückzulassen. Also musste eine Urlaubsvertretung her. Da zurzeit viele Kollegen krank sind und unsere Springer gefühlt jeden Tag in einer anderen Abteilung aushelfen, durfte ich nun ganz alleine den Empfang und die Poststelle rocken. Ihr denkt euch sicherlich … Post??? Das ist doch bestimmt tot langweilig... aber ganz im Gegenteil! Ich hatte täglich soooo viel zu tun, dass ich kaum zum Luftholen kam.  
Mein Tag startete früh um sieben und meine erste Aufgabe war es die Kaffeemaschine für alle Mitarbeiter anzuschalten. Als ich auf Arbeit ankam, lächelte mich schon Frau Sölle verschmitzt aus der Kreditabteilung an und half mir (sehr zu meinem Vorteil) beim Anstellen und Befüllen des Kaffeespezialvollautomaten. Sollte dieser einmal nicht richtig funktionieren, bricht höchstwahrscheinlich in unserer Bank eine Krise aus  :P!
Der Montag meiner Vertretungswoche war meines Erachtens nach am schlimmsten, aber wie sollte es auch anders sein… Da ich nur 3 Wochen Einarbeitung im ersten Lehrjahr hatte, musste ich mich natürlich erst wieder in diese Arbeit einfinden. Die Ausgangspost stapelte sich in meinem Fach zum Montagfrüh, über die E-Mails musste ich mir auch erstmal einen Überblick verschaffen und die Eingangspost…da sag ich mal nichts dazu. :o Es war alles viel zu viel.
Ganz nebenbei kümmerte ich mich auch um die Materialbestellungen meiner Kollegen. Das heißt, falls sie Druckerpatronen, Kulis, Ordner oder ähnliches brauchten, ging ich in den Keller und besorgte alles. Natürlich flatterten die E-Mails an Materialbestellungen stündlich in mein E-Mail-Posteingang…warum auch nicht!! :D
9 Uhr kommt jeden Tag die Post. Diese durfte ich auf machen, mit unserem Eingangsstempel versehen und in die einzelnen Postfächer verteilen. Das dauert auch noch mal gut 1 – 2 Stunden. Zwischendurch musste ich auch Kunden empfangen und bewirten, welche mit unseren Beratern Termine zu Gesprächen vereinbart hatten.
In derselben Woche am Mittwoch ging ich normal zur Arbeit. Alles war wie immer… bis zum Mittag! Daniel und ich machten uns gemeinsam auf den Weg zur Mittagspause. Da sich der Aufenthaltsraum im Dachgeschoss befindet, benutzen wir, aufgrund von Malerarbeiten im bankinternen Treppenhaus, den Aufzug. Nach einem geplanten Stop mit dem Lift in der 1. Etage, wollten wir nun etwas verspätet unsere verdiente Pause genießen, zu der es dann leider doch nicht kam. Da mit den Renovierungsarbeiten im Haus nun alle Kollegen den Fahrstuhl benutzen müssen, war dieser offensichtlich völlig überbeansprucht und blieb nach einem kurzen Ruck einfach stecken. Durch drücken der Klingel für den Notfall und lautem Rufen wurden wir erhört. Doch erst nach 20 Minuten konnten wir von Herrn Nährig, unserem Facility Manager, befreit werden.
Diese Vertretungswoche habe ich doch noch gut gemeistert und werde diese nicht so schnell vergessen.
Nun beginnen die Vorbereitungen für den Jahreswechsel :). Ich darf bis zum Neujahr die Abteilung Marktfolge Passiv tatkräftig unterstützen. Also euch allen schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Liebe Grüße
Dominik ;)

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Die ersten Wochen in der Berufsschule


Hallo Ihr Lieben,

das Jahr neigt sich langsam dem Ende zu, Weihnachten steht in greifbarer Nähe und ich verabschiede mich für den Rest des Jahres in den Urlaub. Die Berufsschule haben wir für dieses Jahr auch erst einmal hinter uns gebracht. Insgesamt waren wir vier Wochen dort. Zwei Wochen im September und weitere zwei im Dezember. Ich möchte euch einen kleinen Überblick geben über meine ersten Eindrücke der Schule, die Lehrer und unsere Schulstunden.

Die Berufschule SBBS (Staatlich Berufsbildende Schule für Wirtschaft und Verwaltung) befindet sich mitten im Herzen von Gera. Sehr praktisch, wie ich finde. Einerseits ist der Weg zur Schule nicht sonderlich kompliziert. Ich fahre mit dem Bus von Eisenberg nach Gera und laufe dann nur ein paar Minuten zur Schule. Andererseits können wir in unserer Mittagspause schnell in die Arcaden huschen und uns etwas zu Essen holen oder auch andere Dinge besorgen. :-)

Vor meinem ersten Schultag war ich sehr aufgeregt…Es hieß wieder einmal neue Lehrer, neues Schulgebäude und natürlich auch neue Schüler. Aber ich wurde sehrpositiv überrascht. Wir sind in unserer Klasse (BA 17) 13 Schüler.

Frau Heiland ist übrigens unsere Klassenlehrerin. Bis jetzt sind sie mir alle sehr sympathisch und jeder einzelne bringt frischen Schwung in den Unterricht. Spaß und Ernst werden hier gut kombiniert. Gleich am ersten Tag haben wir viel gelacht und waren froh, dass wir nicht so viele Stunden haben. Größtenteils haben wir sechs Schulstunden am Tag, außer dienstags und mittwochs…da sind es acht. :/ Aber auch das geht noch in Ordnung. Die Lehrer sind zar immer noch Lehrer, aber sie versuchen die teilweise doch sehr fade Theorie durch ein paar Witze oder Dialoge mit uns aufzulockern. Unsere Klassenlehrerin, Frau Heiland, ist sehr engagiert und hilft uns auch, wo sie nur kann. Der Schulstoff wird sehr gut und verständlich rüber gebracht und auf Fragen wird so geantwortet, dass diese danach vollständig beantwortet sind.

Im ersten Lehrjahr werden folgende Fächer unterrichtet:
- Lernfeld 1: rechtliche Grundlagen  
- Lernfeld 2: Kontoführung und Zahlungsverkehr
- Lernfeld 3: Rechnungswesen und Controlling
- Lernfeld 4: Anlagegeschäft
- Sozialkunde
- Deutsch
- Textverarbeitung
- Englisch

Lernfeld 2 und 3 machen mir am meisten Laune, da mir rechnen Spaß macht und dies momentan ein großer Bestandteil davon ist.
Zurzeit lernen wir wie man Konten abrechnet, Bilanzen erstellt und worauf wir rechtlich in der Bank achten müssen. Dies ist sehr trocken und anfänglich schwierig, aber wenn man sich dies daheim noch einmal durchliest und übt, ist es machbar den Stoff sich im Kopf einzuprägen.

Die ersten Leistungskontrollen haben wir auch schon hinter uns gebracht. Sie bestehen größtenteils aus programmierten Aufgaben. Das bedeutet, dass immer Antworten zur Frage vorgegeben sind und wir müssen die richtige Lösung herausfinden. Echt kompliziert, wenn ihr mich fragt. Mit den Aufgaben hab ich noch Probleme, aber ich denke dass diese sich mit der Zeit legen. Da ich mich auf bevorstehende Kontrollen vorbereite, kann ich auch mit meinen ersten Noten zufrieden sein. :-)

Nach einem ganzen Tag Lernen und Konzentration brauche ich natürlich auch einen gewissen Ausgleich. Diesen finde ich in der Musik, beim Gitarre spielen und im Sport, beim Fußball.

Ich wünsche euch schöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Freundliche Grüße,
Euer Brian

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Halbzeit heißt nicht Freizeit!

Liebe Leser und Leserinnen, 

es ist mal wieder so weit. Mittlerweile bin ich im 2. Lehrjahr und rückblickend kann ich sagen, es ist viel passiert, positive Ereignisse als auch negative. Jedoch wird nicht zurückgeblickt, sondern nach vorne geschaut. 

Die Hälfte meiner Ausbildung ist vorbei und Halbzeit heißt Vorprüfungszeit…! Schon im Februar nächsten Jahres findet die Zwischenprüfung für viele Auszubildende statt, unter anderem auch für Paula und mich. Noch vor einem Jahr dachten wir nicht einmal ansatzweise daran eine Zwischenprüfung zu schreiben, doch jetzt steht sie unmittelbar vor unserer Tür. Für uns heißt das jetzt lernen, lernen und nochmals lernen, denn schneller als man denkt ist der 28 Februar da. Durch die Auszubildenden aus unserer Klasse, die nur 2 und 2 ½ Jahre lernen, haben wir schon einen kleinen Einblick in die aktuellen Prüfungen bekommen. Eins kann ich sagen, es wird sehr anspruchsvoll, ist aber machbar. In den Zwischenprüfungen kommen Themen wie z. B. Bausparer, verschiedene Fragen zum Konto – was darf ein Kunde, welche Fristen hat der Kunde für verschiedene Transaktionen usw. Natürlich darf auch mein „Lieblings-Thema“, Rechnungswesen nicht fehlen!

Um uns auf all diese Fälle optimal vorbereiten zu können, üben wir verschiedene Prüfungs- und Zwischenprüfungsaufgaben und führen unsere innerbetrieblichen Lehrunterweisung durch. Zusätzlich werden uns durch die Bank verschiedene Prüfungssätze zur Verfügung gestellt. Sollten wir darüber hinaus trotzdem noch Fragen haben, stehen uns Frau Appelt, unsere Ausbilderin, oder auch die Fachexperten mit Rat und Tat zur Seite. Doch eines darf zur Prüfung nicht fehlen: die Aufregung. Ehrlich gesagt bin ich noch sehr gelassen und die Aufregung liegt noch in weiter Ferne. Aber spätestens am Prüfungstag erwischt sie mich dann auch. Wie überwindet ihr eure Nervosität? Ich denke mir einfach „Augen zu und durch, in ein paar Stunden ist alles geschafft“. 

Im neuen Jahr werde ich euch dann von meinem Zwischenprüfungs-Erlebnis erzählen. Aber erst einmal mache ich mir einen Plan, was ich alles lernen muss und vor allem wann ich mit Lernen anfangen soll. 

Als nächstes steht allerdings die Praxiszeit an und ich werde schon bald in eine neue Abteilung gehen, unsere Marktfolge-Passiv. Ich bin schon sehr  gespannt, was mich alles erwarten wird. Dazu erzähle ich euch gerne später mehr! Also bis bald und habt eine schöne Vorweihnachtszeit!

Beste Grüße!
Dominik

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Die 5 Module des 1. Semesters

Hey ihr Lieben,

zum zweiten Mal berichte ich euch nun von meinem Studentenleben auf dem Campus. :) Es gibt eine Menge, über das ich hier schreiben könnte, denn seit meinem letzten Beitrag ist natürlich viel geschehen. Doch leider muss ich mich etwas beschränken, denn sonst würden es zu viele Informationen werden. Wie ihr alle wisst, haben wir im Studiengang Bank in diesem Semester Vorlesungen und Lehrveranstaltungen in 5 verschiedenen Modulen.

Im ersten Modul, der Bankbetriebslehre, haben wir gelernt, welche Geschäfte eine Bank tätigt. Insgesamt gibt es 10 verschiedene Arten von Bankgeschäften, darunter z.B. das Kreditgeschäft, also die Gewährung von Gelddarlehen, und das Depotgeschäft, wobei die Bank Wertpapiere für andere (die Kunden) verwahrt und verwaltet. Ein weiteres Themengebiet, das wir schon behandelt haben, sind die Aufgaben von Banken. Sie versorgen Haushalte und Unternehmen mit Geld, bieten Möglichkeiten zur Kapitalanlage, verwahren und verwalten das Vermögen und steuern den Zahlungsverkehr.

Im Modul Rechnungswesen behandeln wir die Buchführung eines Unternehmens. Dabei beginnt der Prozess am Anfang eines Geschäftsjahres mit der Auflösung der Eröffnungsbilanz. Gleichzeitig werden dabei die Bestandskonten eröffnet. Innerhalb eines Geschäftsjahres fallen im Unternehmen natürlich eine Menge Geschäftsfälle an, die gebucht werden müssen. Das passiert in den Konten, die am Anfang eröffnet wurden. Am Ende des Jahres werden diese Konten dann abgeschlossen. Nach dem Abschluss der Bestandskonten werden diese wieder zusammengefasst und die Schlussbilanz entsteht.

Im Modul Betriebswirtschaftslehre wird eher die Theorie behandelt, welche natürlich genauso wichtig ist wie die Praxis. Dort haben wir zuerst gelernt, welche Arten von Konten es gibt. Die bekannteste Kontoart ist wohl das Girokonto. Es dient zur Durchführung des bargeldlosen Zahlungsverkehrs, zur Sicherheit des Geldes, zur Verbuchung von Sichteinlagen und bildet die Basis fürs Aktivgeschäft und die Refinanzierung. Doch es gibt auch noch andere Kontoarten, nämlich das Geldmarktkonto, welches den Zweck zur Geldanlage erfüllt, das Sparkonto, welches ebenfalls als Geldanlage dient, das Darlehenskonto, welches die Schulden der Kunden und deren Tilgungsleistungen aufzeigt, und das Depot, in dem Wertpapiere aufbewahrt werden.

Im Modul Wirtschafts- und Finanzmathematik ging es nach einer Wiederholung der Grundlagen los mit Funktionen und deren Ableitungen, Kurvendiskussion und Extremwertaufgaben. Bei der Kurvendiskussion werden verschiedene Punkte einer Funktion bestimmt. Das sind zum einen Nullstellen, also an welchen Stellen eine Funktion die x-Achse schneidet, und zum zweiten Extremstellen, also Punkte, an denen das Bild einer Funktion am höchsten oder tiefsten ist. Das nächste Themengebiet das wir behandeln werden ist die Finanzmathematik. Dazu gehört die Zins- und Zinseszinsrechnung, die Investitionsrechnung, die Rentenrechnung und die Tilgungs- und Wertpapierrechnung.

Das fünfte Modul, das im 1. Semester behandelt wird ist Wirtschaftsenglisch. Dieses Modul haben wir jedoch nicht so häufig wie die anderen vier. Dort wurden wir z.B. in Gruppen mit jeweils 3 Studierenden aufgeteilt und hatten die Aufgabe, ein Unternehmen zu gründen, welches von uns erfundene Produkte anbietet. Dazu hatten wir eine Stunde Zeit und durften uns nur in Englisch unterhalten. Am Ende musste das Ergebnis der Gruppenarbeit vor der Klasse präsentiert werden. Doch all das war kein Problem für uns und wir haben die Aufgabe sehr gut gemeistert.

Doch neben Lehrveranstaltungen, Vorlesungen und dem Selbststudium muss natürlich auch noch etwas Zeit sein, um sich zu entspannen und zu regenerieren. Das mache ich regelmäßig durch Tischtennis, aber ich treffe mich auch gern mit meinen Kommilitonen und wir unternehmen etwas zusammen.

Ich hoffe ihr habt eine schöne Zeit bis ihr hier wieder von mir hört. ;-)

Bis zum nächsten Mal und liebe Grüße,

euer Cedric. :)