Freitag, 27. Juli 2018

Und plötzlich heißt es Planänderung

Hallo liebe Azubi-Blog Leser,

vor nicht allzu langer Zeit musste ich mich von heute auf morgen einmal komplett umstellen... Ihr fragt euch jetzt sicher warum und diese Frage will ich nun beantworten und über neue Eindrücke berichten!


Während unserer Ausbildung bzw. in den Praxisphasen des Studiums durchlaufen wir ja verschiedenste Bankabteilungen und haben dazu entsprechende Einsatzpläne. Doch diese Einsatzpläne können sich auch schnell ändern, wenn beispielsweise andere Mitarbeiter krank sind oder Urlaubsvertretungen vorgenommen werden müssen. Und das war auch bei mir der Fall… Ich durfte zwei Wochen in eine ganz andere Abteilung, in der ich vorher noch nie war und worin ich noch absolut keine Praxiserfahrungen hatte. Das klingt schon spannend und ebenso ein wenig beängstigend oder?
Denn ich sollte die Vertretung für unseren Immobilienservice, also die vbi (Volksbank Immobilien) übernehmen. Dazu hatte ich noch ganze zweieinhalb Tage zum Einarbeiten, um das Nötigste in den anstehenden 2 Wochen erledigen zu können. Also wieder ein klassischer Sprung ins kalte Wasser! Dabei macht man sich natürlich schon ein wenig Gedanken, ob man alles schaffen wird, denn die Einarbeitung in eine neue Abteilung erfordert oft eine längere Zeit…

Es wartete ein straffes Programm und es ist natürlich kaum möglich, sich alles, was in einer neuen Abteilung ansteht, in nicht einmal 3 Tagen zu merken und umzusetzen. Denn auch in unserem Immobilienservice stehen eine Menge von Tätigkeiten an! Zunächst sah es auch noch so aus, als ob ebenfalls die Urlaubsvertretung von Frau Schlicht die ganze Zeit krank sein würde. Und dann hätte ich alles alleine stemmen müssen! Doch die Vertretung war glücklicherweise in der zweiten Woche wieder da, sodass ich mich nur in der ersten Woche allein um die vbi kümmern musste ;).


Es gab auch jede Menge zu erledigen: Zunächst einmal musste ich mich in unser Maklerprogramm einarbeiten, mit welchem in der vbi gearbeitet wird. Hier finde ich beispielsweise auch sämtliche Objekte, die entweder von unserem Immobilienservice vermietet oder zum Verkauf angeboten werden. Außerdem sind ständig die E-Mails zu überwachen, da wir stetig Anfragen für die Objekte von Interessenten erhalten. Somit waren auch diese zu bearbeiten, die Kunden zu kontaktieren und Objektbesichtigungstermine zu vereinbaren. Wenn die Termine vereinbart sind, habe ich noch alle weiteren Unterlagen, welche zur Objektbesichtigung benötigt werden, vorbereitet. Glücklicherweise hilft uns unser Programm, sodass ich einige Daten zu unseren Objekten dort fand, da ich Frau Schlicht ja nicht fragen konnte. Sie hat einen super Überblick über die Objekte und kennt auch alle Details, was sich für mich wiederum innerhalb von zweieinhalb Tagen etwas schwierig gestaltet hat ;).

Im Anschluss an die Besichtigungstermine mit Kaufinteressenten sind noch die Unterlagen nachzubereiten und beispielsweise Legitimationen durchzuführen.
Am Anfang eines jeden Tages galt es jedoch, zuerst den Kalender von Herrn Prüfer zu kontrollieren und alle Dinge für anstehende Termine, wie Objektbesichtigungen, vorzulegen. Auch Notartermine für Kaufvertragsunterzeichnungen waren zu vereinbaren und ich hatte mich auch mit Kaufvertragsentwürfen auseinanderzusetzen. Ebenso musste ich in der Lage sein, Maklerverträge vorzubereiten. Dies ist immer dann der Fall, wenn Objektaufnahmen anstehen bzw. Kunden ihr Objekt über uns verkaufen möchten. Im Anschluss an die Erstbesichtigung des Objektes wird dann ein solcher Maklervertrag erstellt.


Insgesamt gesehen, hatte ich in diesen 2 Wochen die Möglichkeit, in ein komplett neues Gebiet reinzuschnuppern, was natürlich sehr positiv war. Am Anfang erschien es schon ganz schön viel, aber Ende gut, alles gut! Auch das habe ich nun gemeistert und gleichzeitig noch viele tolle neue Eindrücke gewonnen :-)!


Bis dahin, habt eine schöne Zeit!
Eure Chantal

Mittwoch, 18. Juli 2018

Banker on Tour

Hallo ihr Lieben,

nach einem wunderschönen aber auch anstrengendem zweiten Semester melde ich mich wieder zurück aus der Volksbank Eisenberg! Ich bin sehr gut wieder angekommen und wurde herzlich in der Abteilung Zentraler Vertrieb begrüßt. Allerdings möchte ich euch heute nicht über meinen Abteilungswechsel berichten sondern über die Exkursion nach Frankfurt am Main.

So ging es am Mittwoch um 05:30 Uhr mit dem Bus und im Anzug gekleidet auf die A4 Richtung Frankfurt/Main. Bereits während der Fahrt haben wir uns mächtig amüsiert und wussten, es wird ein toller Ausflug. Nach über vier Stunden Fahrt und bei gefühlten 50°C im Schatten kamen wir endlich in der Bankenmetropole an. Gerade rechtzeitig schafften wir es in die Jahrhunderthalle zur Hauptversammlung der Deutschen Börse AG. Nachdem wir etwas zu Essen und einen Kaffee genossen, gingen wir gespannt in den großen Saal und nahmen Platz. Zunächst eröffnete der Vorsitzende des Aufsichtsrates die Veranstaltung und begrüßte Aktionärinnen, Aktionäre und Gäste. Anschließend wurde der Finanzbericht vorgestellt. Danach hatten Aktionärinnen und Aktionäre die Möglichkeit, sich zu den Bekanntmachungen zu äußern und Fragen zu stellen. Doch für uns ging es weiter, denn die nächste Station ließ nicht lange auf sich warten. ;-)

So stiegen wir wieder in unseren Bus und es ging weiter in eine Filiale der Commerzbank AG. Dort hörten wir einen Vortrag zu Devisen. Devisenhandel ist der Handel mit ausländischen Währungen. Dabei werden jedoch immer nur Währungspaare betrachtet, zum Beispiel EUR/USD.  Aus diesen Währungspaaren ergibt sich dann ein sogenannter Wechselkurs.

Der erste Tag der Exkursion war geschafft und wir fuhren Richtung Innenstadt in unsere Unterkunft. Den Abend verbrachten wir jedoch nicht dort, denn wenn man schon einmal in Frankfurt ist, möchte man das schließlich auch nutzen. So machten wir uns zuerst auf den Weg zu einem Griechen, bei dem ein Kommilitone zur Überraschung einen Tisch reserviert hatte. Danach schlenderten wir noch etwas durch die Stadt und wir ließen den Abend am Ufer des Mains gemütlich ausklingen.


Am nächsten Tag war die erste Station die Deka Bank, das Wertpapierhaus der Sparkassen-Finanzgruppe. Dort lernten wir in einem Vortrag, wie die Deka Bank Fonds auswählt, in die die Kunden der Sparkassen ihr Geld anlegen können.

Letzter Stopp: Commerzbank AG – Zentrale. Voller Begeisterung schauten wir alle in den Himmel, als wir vor dem prächtigen Hauptgebäude der Commerzbank AG standen. Die Sicherheitsbeauftragte führte uns durchs Gebäude und erklärte uns einige bauliche Besonderheiten. Bei der Planung und Errichtung wurde ein ökologischer Ansatz verfolgt, der den Energiebedarf vermindern konnte. So gibt es beispielsweise in den Toiletten kein warmes Wasser zum Händewaschen, und die Verteilung der Dokumente und Poststücke im Gebäude wird von einer automatischen Aktenförderanlage erledigt, um die Anzahl der Aufzugsfahrten zu reduzieren. Wegen der besonders innovativen, gestalterisch hochwertigen und nachhaltigen Bauweise wurde das Gebäude im Jahr 2009 mit dem „Green Building Award“ der Stadt Frankfurt am Main ausgezeichnet.

Nach zwei hochspannenden und erlebnisreichen Tagen machten wir uns wieder auf den Weg gen Heimat und verabschiedeten die wunderschöne Stadt Frankfurt am Main. Ich freue mich jetzt schon, euch bald wieder an spannenden Erlebnissen teilzuhaben und hoffe ihr habt eine schöne Zeit!

Viele liebe Grüße,
euer Cedric

Donnerstag, 12. Juli 2018

Einen kühlen Kopf bewahren

Hallo liebe Azubi-Blog Leser,

nach kurzer Zeit möchte ich Euch wieder auf den neuesten Stand bringen. Das letzte Mal habe ich ja von meinem Seminar zum Thema Privatkredite berichtet. Das passte zeitlich sehr gut, denn auch aktuell bin ich immer noch in der Kreditabteilung eingesetzt. 


Doch vor kurzer Zeit hatte ich die Möglichkeit in eine sozusagen „Teilabteilung“ der Kreditabteilung reinzuschnuppern. Somit war ich für 3 Wochen in der Bilanzanalyse eingesetzt. Ich durfte auch gleich von Anfang an mitwirken und wurde direkt ins kalte Wasser geworfen. Aber schließlich lernt man dadurch. Die Bilanzanalyse wird speziell nur bei Geschäfts- bzw. Firmenkunden durchgeführt. Hierbei wird die derzeitige und zukünftige wirtschaftliche Lage von Unternehmen unter die Lupe genommen bzw. eingeschätzt. Und was ich da konkret gemacht habe, will ich Euch nun kurz erläutern. 


Zunächst einmal benötigen wir vom Kunden die ganzen Unterlagen. Dazu gehören Jahresabschlüsse, welche die Bilanz und auch die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) enthalten, betriebswirtschaftliche Auswertungen (kurz: BWA’s) oder auch Summen- und Saldenlisten. 


Diese Bilanzanalyse ist notwendig, da die Kunden Kredite bei uns unterhalten und wir überprüfen müssen, ob sie auch weiterhin in der Lage sind, ihre Darlehen zu bedienen. Die Unterlagen dazu werden in regelmäßigen Abständen überprüft. Anschließend werden auf Grundlage des Zahlenmaterials Auswertungen zur Bilanz, also zu den Aktiva und den Passiva, oder auch zur GuV erstellt. Dabei wird beispielsweise untersucht, wie das Anlagevermögen eines Unternehmens finanziert ist oder wie sich die Forderungen und Verbindlichkeiten entwickelt haben.


Außerdem muss man im Rahmen der GuV-Analyse beachten, welche Erträge oder Aufwendungen außerordentlich sind und somit nur in einem Geschäftsjahr auftreten und nicht regelmäßig vorkommen. Das ist manchmal auch nicht so einfach, aber nach einer Weile hat man langsam raus, worauf es ankommt und viele Positionen treten dabei auch häufiger auf ;). 


Teilweise sind auch Konzerne zu betrachten, zu denen gleich mehrere Unternehmen, sogenannte Konzernunternehmen, gehören. Und dann wird es interessant ;). Denn hier muss man genau aussortieren, welche Erträge oder Aufwendungen gegenüber eigenen Konzernunternehmen entstanden sind und damit nicht gegenüber Dritten. Das ist manchmal echt kompliziert und man ist eine ganze Weile mit dem Fall beschäftigt! Da heißt es dann einen kühlen Kopf bewahren und den Überblick behalten….


Außerdem wird noch der Kapitaldienst berechnet, um zu überblicken, welche Ausgaben ein Kreditnehmer für Zinsen und Tilgung bei aufgenommenen Darlehen hat. Denn diese Ausgaben müssen natürlich auch vom Kreditnehmer tragbar sein. Anschließend wird noch der sogenannte Cash Flow berechnet. Dabei ergibt sich am Ende eine Über- oder Unterdeckung der Liquidität. Eine Unterdeckung und somit eine Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse ist hierbei natürlich nicht vorteilhaft und sollte zeitnah vom Unternehmen behoben werden.


Und wie Ihr unschwer erkennen könnt, dreht sich in dieser Abteilung einfach alles um Zahlen, Zahlen und nochmals Zahlen. Hier muss man sich echt konzentrieren und seine Nerven behalten und darf nicht den Überblick verlieren ;). Manchmal hilft auch eine kleine Pause zwischendurch oder die Beschäftigung mit einem anderen Fall und dann geht es gleich wieder viel besser. 


Und damit verabschiede ich mich erst einmal wieder und sage bis bald!
Eure Chantal

Mittwoch, 4. Juli 2018

Achtung Geschäftsstellen: Ich komme!

 Hallo ihr Lieben,

für mich stand mal wieder ein Abteilungswechsel an. Ich befinde mich jetzt im Service-Center. Der Bereich zeichnet sich besonders durch seine Kundennähe und schnelles Handeln aus. Hier können jederzeit Fragen von A wie Auslandsgeschäft bis Z wie Zinszahlung auftauchen und wir brauchen immer eine Antwort. :o

Mein Arbeitstag startet täglich halb acht. Ich beginne den Tag, die Belege aufzufüllen, die Postkästen zu leeren und eingetroffene Überweisungen auf Vollständigkeit zu prüfen. Fehlerhafte Überweisungsbelege werden an die Einreicher zurückgesendet, sofern dieser ermittelt werden kann. Hierzu erstelle ich einen Brief und schreibe hinein, was an der Überweisung falsch gelaufen ist. Zusätzlich nehme ich mir noch einen Textmarker und markiere die fehlerhafte Stelle auf der Überweisung.

07.55 Uhr machen wir dann die Türen für unsere Kunden auf. Ab jetzt können die Fragen von A bis Z eintreffen und wir müssen dementsprechend zügig reagieren, denn der Kunde erwartet nun mal schnelle Hilfe. In Zukunft soll ich auch alleine auf die Azubi-Geschäftsstellen gehen. Sicher kennt ihr das schon von anderen Azubis. Daher versuche ich so gut wie möglich alleine die Kundenprobleme zu klären oder, falls notwendig, Termine bei unseren Beratern einzustellen.

Bisher hab ich gelernt, wie man Geld von Konten bzw. Sparbüchern umbucht, Daueraufträge anlegt, ändert oder löscht, wie man Überweisungen auf Vollständigkeit überprüft, Konten auflöst und Sparbücher nachträgt. Das sind so die grundlegendsten Dinge die im Service-Center auftreten. Natürlich gibt es auch speziellere Kundenanliegen, die ich nach und nach noch lernen muss.

Allerdings sind mir auch schon kleine Fehler passiert... :/ Ich hab mal bei einer Sparbuch-Umbuchung statt Geld runter zu überweisen, Geld drauf gebucht. Aber genau aus solchen Fehlern kann ich lernen, damit mir das auf der Azubi-Geschäftsstelle nicht wieder passiert.

Das Service-Center gefällt mir bis jetzt ziemlich gut und es macht mir Spaß den Kunden zu helfen und am Ende in zufriedene Gesichter zu blicken. Außerdem ist der Bereich abwechslungsreich und ich bin gespannt, wie ich mich auf den Geschäftsstellen schlage. Vielleicht sehen wir uns ja auch mal auf eine unserer Geschäftsstellen. Ich würde mich jedenfalls freuen, wenn ich auch euch helfen kann. :-)

Liebe Grüße,

euer Brian