Mittwoch, 30. Oktober 2019

Meine Zeit als Urlaubsvertretung in der VBI

Liebe Leser,

zurzeit verläuft mein Alltag etwas ruhiger als sonst. Wir haben alle Seminare für dieses Jahr abgehakt, Lehrunterweisungen sind auch erstmal durch und Berufsschule hatten wir auch erst. Genauso wie man sich das eigentlich wünscht. 😀
Der Oktober ist rum und meine Zeit als Urlaubsvertretung in der Immobilienabteilung für Silvana geht zu Ende. Deshalb war die Ruhe in den letzten Wochen gar nicht so verkehrt. Sonst hätte ich vermutlich nicht so viel Freude an der VBI gehabt. Herausforderungen konnten gerne kommen, aber bitte nicht gleich am Anfang. ;-) Auch, wenn ich nur eine kurze Einarbeitung im Sommer und vor kurzem noch mal eine Woche hatte, ist es doch schon ganz schön viel, was zu erledigen war und worauf ich alles achten musste.

Am Anfang hatte ich Chantal zur Unterstützung mit dabeigehabt, aber die letzten zwei Wochen durfte ich dann alleine den Arbeitsplatz stemmen. Natürlich waren die Aufgaben mehr oder weniger Routineaufgaben: Besichtigungstermine vereinbaren, Exposés verschicken, Unterlagen raussuchen… Aber gleichzeitig ist jeder Fall immer ein anderer. Zu einem Haus hatten wir zum Beispiel so viele Anfragen, dass wir gar nicht mit der Bearbeitung hinterherkamen. Andere Häuser wiederum sind schon relativ lange in unserem Angebot oder stehen eventuell unter Denkmalschutz. Das schreckt viele Leute ab, die sehen sich dann schon mit Holzofen und Öllampen zu fünft im Kämmerlein sitzen, weil bauliche Veränderungen schwierig scheinen. Ob das stimmt, ist wieder von Haus und Denkmalschutzbehörde verschieden. Nur im dunklen Kämmerlein muss keiner sitzen. ;-)


Letzten Endes kann ich gar nicht so genau sagen, was mir eigentlich an der Immobilienabteilung am meisten Spaß macht. Ich finde es einfach unheimlich spannend zu sehen, welche Häuser wo, wie, wann und warum verkauft werden. Und vor allem ist es gleich eine gute Erfahrung für die Zukunft, denn in meiner Wohnung werde ich nicht ewig bleiben wollen. 

Ein Haus mit Garten und dazu die obligatorische Katze und vielleicht einen Hund (aber kein Handtaschenformat). Im Großen und Ganzen brauch ich eigentlich nur genug Platz für meine Bücher. Ein Freund hat mir schon vorgeschlagen, in die Stadtbibliothek in Gera zu ziehen. Das ist gar nicht mal so eine schlechte Idee, die haben dort sogar einen guten Kaffeeautomaten. 😉

Aber momentan gefällt es mir hier ganz gut, so wie es ist. Ich konzentriere mich jetzt auf meine Ausbildung und der nächste Schritt ist die Zwischenprüfung im Frühling. Auch da gibt es einiges zu berichten, aber das würde jetzt den Rahmen sprengen. Ich erzähl es euch das nächste Mal.

In diesem Sinne lesen wir uns beim nächsten Mal und ich hoffe, ihr habt ein gruseliges Halloween.
Eure Carmen.

Mittwoch, 23. Oktober 2019

Unsere erste Schulwoche

Hallo Ihr Lieben,

ich habe heute die Ehre und darf meinen ersten Blogbeitrag für euch schreiben. Von Viktoria habt ihr ja schon einiges erfahren, über unsere ersten 4 Wochen der Ausbildung in der Argargenossenschaft Buchheim-Crossen eG. Seit September sind wir nun in der Bank und hatten sogar schon unsere erste Schulwoche. 


Wie ihr sicherlich schon von den anderen Azubis wisst, ist unsere Berufsschule nicht mehr in Gera sondern ab sofort geht es nach Jena. Vieles war anders und neu. Der erste Tag war sowieso total aufregend. Erstmal mussten wir schauen, in welche Klasse wir kommen. Das ging aber ohne Probleme. Am Eingang stand eine Tafel mit allen Informationen. 

Nachdem wir dann unseren Klassenraum gefunden hatten, ging es auch schon los mit der ersten Stunde. Die war allerdings erstmal vollgepackt mit Informationen. Wir bekamen unseren Bücherzettel, mussten viele Unterschriften geben und wurden erstmal aufgeklärt, was die einzelnen Lernfelder überhaupt bedeuten. Nach der ersten Stunde hatten wir Sport. Ich dachte immer in der Berufsschule macht man keinen Sport mehr, aber falsch gedacht. Da niemand in der Klasse Sportsachen mithatte, wurden wir über alles belehrt und haben anschließend noch etwas Federball gespielt.

In den darauffolgenden Stunden war es fast immer gleich. Die Lehrer kamen rein, stellten sich vor, stellten den Unterrichtsstoff für das kommende Schuljahr vor und dann fingen wir langsam mit dem ersten Thema an. Wir haben übrigens auch eine Führung durchs Haus bekommen, sonst hätte ich mich nur verlaufen. 😀


Am zweiten Tag ging es dann richtig los. Ich musste mich erstmal an die Unterrichtszeiten gewöhnen, da ich in der Schule zwischen jeder Unterrichtsstunde eine Pause hatte. Jetzt haben wir erst nach jeder Doppelstunde eine. Da es an dem Tag mit einigen Lehrern mehrere Vorstellungsrunden gab, lernte man auch langsam seine Klassenkameraden kennen. Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass wir eine gute Truppe sind.

Mittwoch hatten wir in unserer ersten Englischstunde eine Vorstellungsrunde der etwas anderen Art. :D Jeder sollte sich von einer Toilettenpapierrolle etwas nehmen. So viel wie er benötigt und am Ende sollten wir dann so viele Fakten erzählen, wie man Toilettenpapierblätter genommen hat. Es war sehr lustig und lockerte gleich die Stimmung auf. Donnerstag war dann Feiertag. Und am Freitag kündigte sich dann schon unsere erste LK für den nächsten Schulblock an... und das auch noch in Rechnungswesen. Naja, was soll man machen. Ich werd euch dann berichten, wie es war.

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass es in der Berufsschule echt viel stressiger zu geht, als auf der normalen Schule. Aber ich finde, dass ist alles nur reine Gewöhnungssache.

Also das war´s schon wieder.
Eure Jenny.

Mittwoch, 16. Oktober 2019

So viel Neues zu Beginn des neuen Schuljahrs

Hallo Ihr Lieben,

willkommen in der zweiten Runde. Mein letzter Beitrag ging ja um einen Rückblick über mein erstes Lehrjahr in der Volksbank Eisenberg. Ich würde sagen, bleiben wir mal schön der Linie treu und machen weiter mit einem Vorausblick?! – Oder wie auch immer man das nennen mag. ;-)

Bei uns in der Bank verändern sich die Dinge manchmal so schnell, dass man Mühe hat, nicht den Überblick zu verlieren. Zurzeit bin ich häufiger in der Immobilienabteilung eingesetzt. 2 Wochen waren es im August und 4 Wochen jetzt noch mal bis Mitte Oktober. Das ganze hat natürlich auch ein Ziel: ich werde als Vertretung für Frau Schlicht eingelernt. Aber bis es soweit ist, gibt es noch einiges für mich zu lernen und an Routine zu erarbeiten.

Dabei ist der Einsatz in unserer vbi (Volksbank Immobilien) kein offizieller Bestandteil unserer Ausbildung und damit sozusagen Fleißarbeit. Mir macht es unglaublich viel Spaß. Hier darf ich einen komplett neuen Bereich kennenlernen, der eigentlich ein Ausbildungsberuf für sich ist, und ich bekomme ihn praktisch „nebenbei“ mit. Weniger lustig ist es dann, wenn man gleich früh am Morgen erfährt, dass Frau Schlicht krank ist. Ups! Genau so ging es mir dieser Tage… Ich kam früh auf Arbeit an und mir wurde gleich die frohe Botschaft übermittelt. Aber falls ich Fragen hatte, konnte ich immer noch zu Herrn Prüfer gehen. Also alles halb so wild! Aber am Anfang setzt einen das schon ein bisschen unter Druck.

Und es gibt noch etwas Neues: meine Abschlussprüfung werde ich nämlich nicht im Sommer 2021 ablegen sondern schon nächstes Jahr im November. Ganz genau! Ich werde meine Ausbildung verkürzen. Ab jetzt heißt es noch mehr lernen, üben, lernen und üben. :D Ein Glück, dass ich jetzt in Eisenberg wohne. Da fällt meine Fahrtzeit weg und ich hab mehr Zeit zum Lernen. Ich werde mich demnächst schon mal näher mit Zwischenprüfungen befassen, denn die steht ja auch schon wieder in 5 Monaten an. Und die Zeit, wie man immer so schön sagt, vergeht wie bekanntlich im Flug. Zum Glück werden uns die Prüfungssätze von der Volksbank zur Verfügung gestellt. So ein Prüfungsheft ist nämlich ganz schön teuer…

Aber es gibt noch eine dritte Veränderung, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Schließlich sind aller guten Dinge drei! :D Von der Neuerung hab ich zwar schon mal kurz erzählt, aber darüber konnte ich noch nicht allzu viel erzählen… Wir waren das erste Mal in Jena in unserer neuen Berufsschule. Es war echt sehr anstrengend. Mitten in der Ausbildung ein Schulwechsel zu vollziehen… Neue Lehrer, neue Mitschüler, ein anderer Stand in den Unterrichtsfächern... Alles nicht so einfach. Aber das wird schon. Zumindest gibt es für mich Kaffeejunkie auch guten Kaffee vom Backwerk um die Ecke.

Mit diesen ganzen Veränderungen hat das neue Schuljahr für mich begonnen. Wie ihr seht, wird es nie langweilig und durch das ganze hin und her zwischen Arbeit und Schule vergeht die Zeit doppelt so schnell. Ich bin ja mal gespannt, wo ich nächstes Jahr um die Zeit stehe… Bestimmt schon mega im Prüfungsstress. :o Aber daran will ich jetzt erst mal noch nicht denken.

Also dann, bis später! 😊
Carmen

Mittwoch, 9. Oktober 2019

Betriebsausflug in den geheimen DDR-Bunker

Hallo liebe Azubiblog-Leser,

ich melde mich heute mit einem ganz besonderen Thema. Jedes Jahr im August oder September findet ein Betriebsausflug statt. Dieser wird in der Regel immer von einer anderen Abteilung geplant. Dieses Mal war unser Kundenzentrum an der Reihe und es ging letztendlich in einen geheimen DDR-Bunker auf Schloss Beichlingen.

Klingt schon irgendwie etwas gruselig… geheimer DDR-Bunker. So richtig konnte ich mir darunter nichts vorstellen. Ich hatte bis dato noch nie etwas von dem Schloss gehört, geschweige denn von dem Bunker.

Das Kundenzentrum informierte anfangs alle Mitarbeiter per Mail mit den ersten Informationen. Abfahrt war am Freitag 13 Uhr ins Schloss Beichlingen. Auf uns wartete eine Art Rätseltour im geheimen Bunker und mal wer es da wieder rausschafft. ;-) 

Wir trafen uns alle pünktlich am Busbahnhof und starteten dann die ca. 90-minütige Fahrt. Der Bus hielt vor einem alten, riesigen Schloss bzw. eine Burg. Aber dorthin sollte es uns erst am Abend hinverschlagen. Für die Rätseltour wurden wir als Truppe durch Lose in Teams aufgeteilt. In einer Gruppe waren maximal 6 Personen. Nachdem die alle ihre Teams gefunden hatte, konnte es auch schon losgehen. Unsere Guides wiesen uns ein und erklärten uns kurz die „Spielregeln“. Ziel war es in ca. 25 Level, die auf 3 Stationen aufgeteilt wurden, so viele Punkte wie nur möglich zu erzielen. Klingt an sich ja ganz einfach, aber die Rätsel hatten es tatsächlich in sich. Die erste Station fand im Bunker statt. Man kann sich das wie eine Art Schnitzeljagd vorstellen. Hier waren mehrere Räume mit Rätseln zu lösen, dabei war jeder Raum ein Level. 8 Minuten hatten wir pro Zimmer Zeit und wenn man schneller fertig war, gab es mehr Punkte und wir gingen in den nächsten Raum. In vielen Situationen war ich froh, ein Team an meiner Seite zu haben. Bei manchen Rätseln war ich einfach nur ratlos. :D Insgesamt war ich mit meinem Team sehr zufrieden. Wir haben alle gut agiert und zusammen gearbeitet und der Spaßfaktor kam dabei nie zu kurz. In einigen Momenten konnte ich mich vor lauter Lachen kaum halten.

4 Stunden später waren wir mit allen Etappen und Level durch und es ging an die Auswertung… Unser Team belegte stolz den 4. Platz. (wie viele Teams es insgesamt gab, bleibt ein Geheimnis ;-) )

Nach all der physischen  Anstrengung gab es dann noch zum Abend eine Stärkung. Wir aßen im Schlossrestaurant und es war einfach nur köstlich.  Die Auswahl reichte über Hähnchen und Kassler zu gefüllten Paprika und allerlei Gemüse. Ich denke, dass für jeden Geschmack etwas dabei gewesen ist. Wir genossen noch den Abend und amüsierten uns. Gegen 21.30 Uhr traten wir so langsam die Heimreise an, denn wir mussten ja noch 90 Minuten zurückfahren. Kurz nach 23 Uhr erreichten wir dann wieder den Busbahnhof in Eisenberg.

Für mich persönlich war es der erste Betriebsausflug, wo ich dabei gewesen bin und ich möchte ab sofort nie mehr einen verpassen. Es war alles sehr gut gelungen. Wir hatten Rätselspaß, Spannung und leckeres Essen. Es ist mal schön, mit den Kollegen etwas in der Freizeit zu unternehmen und nicht immer über Bankthemen zu reden. Mit diesen Worten verabschiede ich mich von euch.

Bis zum nächsten Mal,
Niclas.

Mittwoch, 2. Oktober 2019

Studium endlich geschafft!!!

Hallo liebe Azubi-Blog Leser,

etwas später als Paula und Dominik melde auch ich mich ein letztes Mal hier in unserem Azubi-Blog zu Wort. Ich hatte ja durch mein Studium noch ein Weilchen länger als unsere beiden ehemaligen Azubis. Doch auch ich habe es nun endlich geschafft Nach 3 aufregenden aber auch anstrengenden Jahren habe ich meinen Studienabschluss in der Tasche.

Wenn ich so zurückdenke, sind die 3 Jahre in der Volksbank Eisenberg rasend schnell vergangen. Auch für mich war es nach dem Abi erstmal eine Umstellung vom Schulalltag hin zum Arbeits- und Studienalltag. Zu Beginn des Studiums hat man sofort gemerkt, dass die Messlatte für die Anforderungen deutlich höher liegt….Als kleines Beispiel: ein Handout für einen Vortrag hatte in der Schule noch einen Umfang von 1-2 Seiten, im Studium hatten wir dann ein ganzes Skript samt Fußnoten und Quellenangaben über 10-12 Seiten zu verfassen. Auch das Schreiben der Ausbildungsnachweise, die Vorbereitung von Lehrunterweisungen oder die Videotrainings waren für den Anfang viel. Zumal ich daneben in meinen Praxisphasen des Studiums zusätzlich Projektarbeiten zu schreiben hatte oder mich auf mündliche Prüfungen vorbereiten musste. Aber sobald man alles einmal richtig organisiert hatte, war man routiniert darin.

Neben den Klausuren und dem normalen Studienalltag hatte ich dann dieses Jahr zum Abschluss meines Studiums noch die mit Abstand größte Hürde vor mir – meine Bachelorthesis. Dabei galt es erstmal ein passendes Thema zu finden, was natürlich auch meinem Praxispartner, der Volksbank Eisenberg, etwas nützen sollte. Nachdem dann endlich die rund 70 Seiten zu Papier gebracht waren und ich die Arbeit abgegeben hatte, musste ich mich dann noch etwas gedulden. Denn dann kam der zweite Teil: die Verteidigung der  bestandenen Arbeit vor der Prüfungskommission. Doch nachdem ich auch das erfolgreich gemeistert hatte, konnte ich endlich aufatmen – ich habe meinen „Bachelor of Arts“ in der Tasche!

Mein duales Studium habe ich nun geschafft und mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen. Während meines Studiums gab es genug Höhen und Tiefen, manchmal hat man an sich gezweifelt und umso wichtiger waren dabei die Menschen, die einen während dieser Zeit begleitet, unterstützt oder auch ermutigt haben. Daher möchte ich noch ein großes Dankeschön an alle richten, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Vor allem auch besonderen Dank an meine Familie und meine Ausbilderinnen Frau Appelt und Frau Ludwig sowie Herrn Scheller, der mich bei meinen Projektarbeiten und auch bei meiner Bachelorthesis unterstützt hat.

Damit habe auch ich einem weiteren Lebensabschnitt abgeschlossen und bin gespannt auf das, was mich in meinem Leben noch alles erwarten wird. Und in
diesem Sinne verabschiede ich mich nun aus dem Azubi-Blog.

Chantal