Mittwoch, 29. Mai 2019

#FridaysForFuture

Hallo ihr Lieben,

vergangenen Freitag – zwei Tage vor der Europawahl – hat die Schülerbewegung „Fridays for Future“ zum globalen Klimastreik aufgerufen und wir Azubis waren natürlich auch dabei.

Nicht nur durch die EthikBank bekommen wir den Aufruhr, um die Klimapolitik und den Klimawandel mit. Natürlich kann man zurzeit sehr gut in den Nachrichten die Bewegung Fridays for Future verfolgen. Und wir Azubis stellten uns letztendlich die Frage: Warum sind wir nicht mit dabei? Schließlich betrifft uns das Thema auch.

Wir arbeiten bei einer ethischen Bank mit strengen Prinzipien und irgendwie verfolgen wir ja auch als Azubis die gleichen Ziele wie die Fridays for Future-Demos. Also fragten wir erst einmal bei unserer Personalleiterin nach, ob es möglich wäre, an jenem Freitag streiken zu gehen. Natürlich war Frau Ludwig gleich begeistert und wir würden auch ganz klar eine Freistellung erhalten. Allerdings war das bei Niclas und mir nicht so ganz einfach… Wir sollten nämlich an dem Freitag in der Berufsschule sein und mussten daher erst einmal einen Antrag stellen, dass wir vom Unterricht befreit werden dürfen. Wir dachten wirklich das geht nicht so einfach, da wir auch kurz vorm Notenschluss stehen. Aber es kam anders als gedacht: Unsere Lehrerin war total begeistert von der Idee. Sie findet es toll wie sich die jungen Leute engagieren.

So ging es also letzten Freitag nach Jena auf den Holzmarkt. Ich schätze mal es waren 600 – 700 SchülerInnen und Studenten/Innen, Azubis, Großeltern, Eltern und auch Politiker da. Und alle demonstrierten für eine bessere Klimapolitik und mehr Klimaschutz. Es gab sogar einen Umzug. Wir starteten am Holzmarkt, zum Phyletischen Museum weiter zur St. Michaelis Kirche, an der Universität vorbei und wieder zurück zum Holzmarkt.

Eigentlich wollte ich noch mehr Bilder machen für euch… Da waren nämlich echt gute Schilder dabei. Zum Beispiel ein Plakat hatte die Aufschrift: „Winter is not coming!“ oder auch Niclas hatte ein tolles Plakat für die Veranstaltung im Marketing vorbereitet: „2035: Opa, was ist Schnee?“. 

Aber neben den tollen Demoschildern waren auch sehr gute Redner dabei, an jeder Station so ungefähr zwei bis drei. Vom Aussehen und Alter her könnten es Studenten gewesen sein. Die Reden waren außerdem nicht einfach so daher geschrieben. Man hat gemerkt, dass sie sich mit dem Thema stark auseinander setzen und auch so ziemlich dafür leben. Es ist nicht nur ein Hype. Es ist unsere Zukunft um die es hier geht. Für viele war es nicht die erste Demo. Wir hatten echt tolle Gespräche mit einigen. Die Stimmung war toll und wir hatten perfektes Wetter (Paula und ich brauchten sogar mal eine kleine Abkühlung, wie ihr im Bild sehen könnt), aber mehr als alles andere, wird einem der Ernst der Lage erst einmal bewusst gemacht. Die Redner haben uns verschiedene Ursachen zum Klimawandel aufgezeigt und an der letzten Station, der St. Michaelis Kirche, hat sich sogar ein Professor der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Friedrich-Schiller-Uni zu Wort gemeldet. Er hat sowohl der Wirtschaft als auch der Rechtswissenschaften harte Fragen gestellt, deren Antworten auf sich warten lassen.
Der Zug bewegte sich wieder Richtung Holzmarkt, um die letzte Aktion durchzuführen: Einfach hinlegen und Sterben! Keine Sorge, natürlich nur symbolisch gemeint. Aber ich kann mir vorstellen wie erschreckend es als Momentaufnahmen aussehen musste, mehrere hundert Menschen wie tot daliegen zu sehen.

Mir gehen die Worte von Greta Thunberg nicht mehr aus dem Kopf: „Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. […]“

Meiner Meinung nach, ist das genau das, was die Demo bei den Zuschauern auslösen soll: Besorgnis und Angst. Angst davor, wie es in Zukunft weiter gehen soll. Angst davor, nicht zu wissen, wie es auf der Erde in 40 oder 50 Jahren aussehen wird. Jeder sollte einmal darüber nachdenken. Es ist ein Privileg für jeden, dass wir so einen tollen Planeten haben. Und es gibt keinen zweiten in so einer Art und Weise. Wir sollten also alle etwas für unsere Umwelt und unsere Erde tun.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit.
Eure Carmen

Donnerstag, 23. Mai 2019

#AzubisForFuture

Hallo liebe Blogleser,

die Schülerbewegung „Fridays for Future“ ist bestimmt auch nicht an euch vorbei gegangen. Vielleicht wart ihr sogar schon selbst auf solch einer Demo. Seit Monaten demonstrieren weltweit tausende junge Menschen für mehr Klimaschutz und ein entschlosseneres politisches Handeln gegen die Erderwärmung. Diese Proteste erreichen am kommenden Freitag (24.5.) einen weiteren Höhepunkt, denn die Bewegung „Fridays for Future“ hat zum globalen Klimastreik aufgerufen. Mit Blick auf die Europawahlen sollen die Organisatoren noch einmal nachdrücklich darauf hinweisen, dass der Urnengang am kommenden Sonntag wegweisend für den Klimaschutz ist – sowohl auf dem Kontinent als auch weltweit.

Diesen Freitag streiken wir Azubis und schließen uns den Protesten der „Fridays for Future“-Demonstration in Jena an. Hierfür werden wir extra von der Schule und von der Arbeit freigestellt. 


Ich bin der Meinung, dass der vom Menschen gemachte Klimawandel uns alle angeht. Er ist wahrscheinlich das größte Problem, das wir aktuell haben, und dementsprechend müssen wir entschlossen dagegen vorgehen. So eine Demonstration ist deshalb einfach ein Pflichttermin. Da unterbreche ich sogar mal die wichtige Vorbereitung für die Abschlussprüfung, genau wie Paula.

Da Niclas zurzeit im Marketing ist, war er fleißig und hat schon mal ein Plakat für Freitag vorbereitet. Durch unsere Tochterbank, die EthikBank, bekommen wir auch intensiver mit, was es eigentlich heißt, ethisch und ökologisch zu handeln und das dies auch über den Feierabend hinaus geht. Sprich, seit meiner Ausbildung achte ich zu Hause viel mehr auf meinen Plastikverbrauch oder auch darauf, dass ich zur Arbeit laufe und nicht mit dem Auto fahre. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle bezüglich der Umwelt, Nachhaltigkeit und des Klimawandels. Wir sollten einfach alle ein bisschen mehr auf unser Verhalten und Konsum gegenüber unserem Planeten achten.

Kommt also mit! Wir starten 12 Uhr in Jena am Holzmarkt und streiken für eine bessere Klimapolitik. Wir sehen uns.

Bis dahin,
euer Dominik.

Donnerstag, 2. Mai 2019

Hätte besser laufen können

Hallo liebe Blogleser,

Carmen und ich haben´s geschafft. Wir haben unsere erste Lehrunterweisung hinter uns gebracht. Das letzte halbe Jahr durften wir immer noch bei Paula, Chantal und Dominik zuschauen und ein paar erste Eindrücke gewinnen. Aber nun mussten wir selbst ran. :-)

Die Lehrunterweisungen laufen bei uns im Haus ähnlich wie ein Vortag in der Schule ab. Der einzige Unterschied: wir stellen das Thema nicht vor der Schulklasse und der Lehrerin vor, sondern vor den anderen Azubis, unserer Ausbilderin und einem Fachkollegen, der sich mit dem Thema in unserem Haus tagtäglich befasst. 

Unsere erste Lehrunterweisung handelte über den Zahlungsverkehr. Ein sehr komplexes Thema, da zum Zahlungsverkehr fast alles gehört, was wir tagtäglich machen, wie zum Beispiel: Überweisungen annehmen, Daueraufträge einrichten, Schecks annehmen und auszahlen, Konten verwalten und vieles mehr.

Wir teilten die Themen unter einander auf, erarbeiteten uns ein Handout und gaben dieses an unseren Kollegen zum Kontrollieren weiter. Es folgten noch kleine inhaltliche Änderungen und das war´s. Dann konnte es auch schon losgehen.

Letzten Montag war es dann soweit. Wir trafen uns 16.30 Uhr im Besprechungsraum unserer Volksbank Immobilien. Neben Paula, Dominik und Frau Appelt kamen auch Frau Ludwig, die künftig als Ausbilderin fungiert und Herr Rösel, der Fachexperte für den Zahlungsverkehr ist. Kurz bevor es losging merkten wir beide, dass die Aufregung steigt, obwohl es im Grunde genommen nur ein Vortrag war.

Carmen und ich kamen dann aber recht schnell ins Rollen und wurden mit der Zeit immer sicherer. Nach schätzungsweise 20 Minuten, waren wir mit dem Vortragen fertig. Nun begann die Fragerunde. Wir versuchten die gestellten Fragen so gewissenhaft wie möglich zu klären. Natürlich gab es noch ein paar Inhalte, die wir nicht hundertprozentig fachlich korrekt erklären konnten, aber im Großen und Ganzen war es in Ordnung.

Nach der Fragerunde ging es weiter mit der Auswertung und ja was soll ich sagen… Wir haben definitiv noch Potential nach oben. Aber für unsere erste Lehrunterweisung war es schon in Ordnung. Carmen und ich nehmen die Hinweise definitiv an und wissen jetzt auch, auf welche Aspekte wir besonders großen Wert legen müssen. Zum Beispiel hatten wir die rechtlichen Rahmenbedingungen, sprich Gesetze und Verordnungen ganz außer Betracht gelassen.

Das wurde noch einmal unsere kleine Hausaufgabe zu schauen, welche Gesetze, Richtlinien und Verordnungen den Zahlungsverkehr betreffen. Achja, und wir müssen mehr darauf achten, dass wir nicht zu theoretisch vorgehen. Wir sollen mehr die Vorgehensweise in der Bank aufzeigen und erklären.

Natürlich haben wir uns für´s erste etwas mehr erhofft, aber trotzdem gehen wir nicht mit gesenktem Kopf aus der Lehrunterweisung, sondern mit neuen Ideen und noch mehr Ehrgeiz. :-)

Genau das, ist die Message, die ich euch mit auf den Weg geben möchte. Wenn mal etwas nicht so läuft, wie ihr euch das vorstellt, dann steckt nicht gleich den Kopf in den Sand sondern fragt euch lieber was ihr aus der Situation lernen und das nächste Mal verbessern könnt.

Mit diesen Worten möchte ich mich jetzt auch verabschieden und hoffe, dass ihr auch etwas mitnehmen konntet.

Bis dahin.
Euer
Niclas Geißler