Mittwoch, 13. November 2019

Meine Zeit im Service Center

Hallöchen,

meine Zeit im Service Center ist schon wieder zu Ende und ich muss tatsächlich zugeben, dass es ziemlich viel Spaß gemacht hat und um noch ehrlicher zu sein, mehr als ich vermutet hatte. ;-) Ich weiß nicht, ob es an den Kollegen in dieser Abteilung oder an meinen persönlichen Fortschritten liegt, die ich Stück für Stück verzeichnen konnte. Ich denke aber, dass es genau diese Mischung gemacht hat.

Das gute viertel Jahr im Service Center und später dann auch auf den Geschäftsstellen, hat mich meiner Meinung nach vor allem kommunikativ und natürlich auch fachlich sehr weitergebracht. In dieser Zeit hatte ich einige Feuertaufen und wurde ins kalte Wasser geworfen. Aber alles in Allem hat es einfach nur mega Spaß gemacht.

Mein persönliches Highlight war zum Beispiel, als alle Kollegen aus dem Service zusammen nach Ahlendorf Essen gegangen sind. Auch wenn die Schnitzel meiner Oma ausgezeichnet schmecken, habe ich noch nie so ein leckeres Schnitzel mit Ei essen dürfen. Klar gab es auch Tage, wo es mal nicht so gut lief oder an Donnerstagen, wo der Zeiger sich einfach nicht der 19 Uhr Marke nähern wollte. Aber ich denke solche Tage gibt es in jeder Abteilung und auch in jedem Beruf. Ganz abgeschirmt wird man allerdings vom Service nie richtig. Einmal in den Geschäftsstellen eingearbeitet, springt man das ein oder andere Mal als Vertretung für die Kollegen ein.

In der Zeit im Service ist mir besonders bewusst geworden, wie effektiv learning by doing ist. Ganz nach dem Vorgehen der Volksbank. Das erste Mal zuschauen und Notizen machen. Das zweite Mal die Tätigkeit ausführen und beim dritten Mal ohne Hilfsmittel. Ehrlich gesagt, habe ich bei manchen Arbeitsabläufen auch ein viertes oder fünftes Mal gebraucht, aber nun bin ich gut gewappnet und kann zu vielen Sachverhalten eine auskunftsstarke Aussage treffen.

Was mich ebenfalls positiv überrascht hat, ist die Menschlichkeit und das Verständnis was einem entgegen gebracht wird, wenn unsere Kunden wissen oder merken, dass man sich noch in seiner Ausbildung befindet. Ich hab mich immer gefragt, wie es wohl werden wird, wenn ich mal keine klare Aussage treffen kann, weil ich eben mit bestimmten Themen noch nicht konfrontiert wurde. Aber auch das war überhaupt kein Problem. Unsere Kunden zeigen vollstes Verständnis für Auszubildende. In dem viertel Jahr hatte ich vielleicht ein bis zwei Kunden, die sich nicht von mir helfen lassen wollten bzw. meinten zu mir „Hol mal jemanden der Ahnung hat.“ Aber so was gehört eben dazu. 


Apropos Kundenkontakt… Das Service Center ist die perfekte Abteilung, um sich in Eisenberg zurecht zu finden. Man lernt viele Kunden kennen, die zum Beispiel ein Geschäft in Eisenberg führen und endlich hat man zu dem Namen des Geschäfts auch ein Bild vor Augen. Ganz nebenbei finde ich wirklich toll, wie sehr sich vor allem ältere Kunden freuen, wenn man ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Ganz egal, ob es sich um eine Auszahlung handelt oder bei der Kontrolle einer Überweisung. Im Endeffekt sind wir alle nur Menschen, machen Fehler und lernen aus ihnen.

Mit diesen Worten verabschiede ich mich zum Teil von dem Service Center und begrüße gleichzeitig die Datenkontrolle. Denn da werde ich als nächstes eingesetzt.

Bis dahin, macht´s gut.
Euer Niclas

Mittwoch, 6. November 2019

Wieder mal eine neue Abteilung

Na Ihr,

kennt ihr das auch, wenn man früher nach der Schule zusätzliche Aufgaben oder Übungen machen musste? Ich fand das echt immer nervig! Schließlich bedeutete das, dass ich noch später zu Hause war und somit weniger Freizeit hatte.

Am Anfang dachte ich auch, dass es so mit den Lehrunterweisungen und Videogesprächen werden wird. Aber irgendwie sehe ich die Dinge jetzt anders. Gerade in unseren Lehrunterweisungen kann ich noch einmal gezielt Fragen stellen, die mir noch auf dem Herzen liegen und auch wenn ich mal in der Schule etwas nicht richtig verstanden habe, weil es mir zu schnell ging, kann ich immer noch mal nachfragen. Genau wie unsere Videoaufzeichnungen, in denen wir ein Beratungsgespräch simulieren. Andere Banken machen das gar nicht mit ihren Azubis, aber wir filmen uns beim Beraten und werten das Ganze am Ende aus. Das ist auf jeden Fall ein großer Vorteil und eine gute Vorbereitung auf unsere mündliche Prüfung. 

Bei den Lehrunterweisungen hält immer ein Lehrjahr über ein bestimmtes Thema einen Vortrag und die Anderen hören zu. Damit man als Zuhörer bei der Sache auch dran bleibt, gibt es ein Handout, indem man sich Mitschriften machen kann. Zusätzlich wird eine Präsentation über unseren Beamer gezeigt. Thematisch geht es quer durch das Bankgeschäft vom Zahlungsverkehr bis hin zum Marketing. Das war übrigens diese Woche Thema: Kommunikation und Marketing. Denn in der Volksbank Eisenberg gibt es eine eigene Marketing Abteilung und hier bin ich derzeit auch eingesetzt. Vom Kundenzentrum ging es für mich direkt zu den kreativen Köpfen des Hauses.

Der Wechsel zwischen den Abteilungen war für mich anfangs gar nicht so einfach. Im Kundenzentrum bekam ich ständig Input zu den einzelnen Bankprodukten, bankinternen Vorgehensweisen und durch den hohen Kundenandrang der letzten Wochen gab es zumindest immer ein neues Kundenanliegen für mich zu lesen. Im Zentralen Vertrieb (Marketing) war es somit für mich eine ziemliche Umstellung. Aber auch eine schöne Umstellung… Es klingelte nicht mehr andauernd das Telefon, Emails kommen auch nicht mehr aller paar Minuten… Auch mal schön, dass Ruhe einkehrt. ;-) 


Gleich in der ersten Woche im Marketing wartete auf die Kollegen der Abteilung und auf mich eine große Mailingaktion. Und damit sind nicht E-Mails gemeint, sondern tausende Briefe, die an unsere Kunden versendet werden sollten. 

Zurzeit haben wir nämlich eine besondere Aktion für unsere Mitglieder. Sie können nicht mehr nur bis zu 100 Anteile zeichnen sondern jetzt auf 200 Anteile erhöhen. Und dazu verschickten wir ca. 3.100 Briefe an unsere Kunden, damit die von der Aktion auch informiert wurden.

Ich bin gespannt, was noch so in den Wochen hier im Marketing auf mich zukommt. Denn es werden nicht nur Kampagnen „gestrickt“. Hier werden auch Änderungen auf den Internetseiten vorgenommen, die Pflege der Socialmediakanäle, Veranstaltungen werden geplant und noch vieles mehr.

Ich halte euch auf dem Laufenden.
Viktoria.