Mittwoch, 20. Februar 2019

Die Reise beginnt

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich wieder mit einem neuen Abenteuer im Gepäck. Für uns ging es nun das erste Mal nach Baunatal zum Seminar Kontoführung und Zahlungsverkehr. Zwar nur für 4 Tage, aber trotzdem mal eine schöne Abwechslung zwischen Praxis und Berufsschule. :)

Vor dem Seminar gibt es eine Vorbereitungsphase. Dazu bekommen wir verschiedene Studienbriefe mit Arbeitsaufträgen zugeschickt, die wir bis zur eigentlichen Veranstaltung bearbeiten müssen. Schon alleine die Vorbereitung nahm viel Zeit in Anspruch…

Bevor die Fahrt aber losging, mussten wir erst einmal klären, wie wir nach Baunatal kommen. Niclas und ich haben beschlossen, dass wir mit dem Zug fahren, um uns den Stau am Freitagnachmittag zu sparen. Wir sind also Montag nach der Arbeit ca. 16.00 Uhr in Gera in den Zug gestiegen und waren kurz nach um acht am Hotel. Wir haben eingecheckt, unseren Koffer ausgepackt und noch einmal in die Studienbriefe geschaut.

Am nächsten Tag startete das Seminar neun Uhr. Richtig schön! Wir konnten etwas „ausschlafen“ und in Ruhe und ausgiebig frühstücken. Es könnte sein, dass ich mit 5 Kilo mehr nach Hause komme, weil das Essen einfach so gut schmeckt. ;-) Und es gibt so vieles verschiedenes zur Auswahl.

Nach dem Frühstück suchten wir unseren Seminarraum auf. Der dann auch recht schnell, neben nur zweimal verlaufen, gefunden war. :D Dort warteten Kaffee, Gebäck und ein sehr sympathischer (und rhetorisch begabter) Seminarleiter auf uns. Nach und nach trudelten auch die anderen Seminarteilnehmer ein. Insgesamt waren wir eine sehr gemischte Gruppe mit 16 Bankazubis. Zum Anfang gab es, wie immer, die obligatorische Kennenlernrunde und im Anschluss erklärte uns Herr Matzen, unser Seminarleiter, den Ablauf: den ersten Tag konzentrierten wir uns auf die Anlage von Konten. In den nächsten zwei Tagen sollte es weitergehen mit Kontoführung und zum Abschluss behandelten wir noch Nachlass- und Erbfälle. Natürlich durfte die Abschlussprüfung auch nicht fehlen. Zu jedem Seminar gibt es am letzten Tag eine Prüfung, über die Themen, die behandelt wurden.

Die nächsten Seminartage gingen bereits 08.15 Uhr los bis ca. 17.00 Uhr. Natürlich haben wir genug Pausen dazwischen gemacht, aber anstrengend war es trotzdem. Für die Prüfung schaute ich mir abends auch noch mal die Themen an, die wir am Tag behandelt hatten. Manchmal saßen auch einfach ein paar aus der Seminargruppe im Zimmer zusammen und haben ein bisschen geredet. Irgendwie hat es sich angefühlt wie damals in der Uni, nur dass ich den Stoff hier schon einmal in der Berufsschule dran hatte. Vieles war also nur Wiederholung.


Für die Prüfung am Freitag wollte ich trotzdem noch einmal ordentlich lernen, deswegen habe ich mich aus dem Gruppenabend auf einem der Zimmer ausklinken wollen. Allerdings, wurde daraus irgendwie nichts… :D Aus einem ruhigen Lernabend allein wurde eine große Gruppenversammlung mit zeitweilig zehn Leuten in meinem Zimmer bei der wir alle noch einmal gemeinsam den Stoff durchgingen und Fragen klären konnten.

Leider hat es auch Nachteile 16 Stunden am Tag zusammen zu sein, denn bereits Donnerstagabend bemerkte ich ein deutliches Halskratzen. Und Koffer packen musste ich auch noch! Schöne Sauerei… Am nächsten Morgen war ich dann auch entsprechend wenig fit für die Klausur, habe aber trotzdem ganz passabel abgeschnitten, zumindest nach dem vorläufigen Ergebnis: die offiziellen Zertifikate kommen erst in ein paar Wochen.

Auch die Reise nach Hause lief anders als geplant… Ich dachte, dass wir ca. fünf Stunden später zu Hause sein würden, also so wie bei der Hinfahrt. Aber durch Probleme mit den Schienen dauerte das ganze fast acht Stunden! Entsprechend erledigt war ich dann auch und am Sonntagabend bekam ich nach anfänglicher Besserung die Quittung: keine Stimme, Nase komplett zu und Husten bis zum Umfallen. Na, gute Besserung!

An sich war das Seminar eine gute Wiederholung und es war auch mega schön sich mit anderen Azubis austauschen zu können. Außerdem haben wir mal was anderes gesehen als nur die Berufsschule und die Praxis. Nur auf das am Ende hätte ich verzichten können. ;-)

Ich wünsche euch eine schöne Zeit.

Bis zum nächsten Mal,
eure Carmen

Donnerstag, 7. Februar 2019

Samstag mal anders

Hallo liebe Azubiblog-Leser und Leserinnen,

im Januar waren wir wieder in unserer Hauptstadt und unterstützten die "Wir haben es satt - Demo". Ich bin nun schon das dritte mal in Folge mit und es gibt immer wieder kleine Veränderungen zu den Vorjahren. ;-)

Dieses Jahr sind Paula, Carmen und ich von den Azubis in der Bank mit nach Berlin gefahren. Bevor der Tag aber anbrach, mussten natürlich seitens unserer Marketing-Abteilung einige Vorbereitungen getroffen werden. Dies fing bei der Mietung eines Kleinbusses an bis hin zur Gestaltung neuer Flyer und die allgemeine Organisation.

Am Samstagmorgen trafen wir uns alle 7:00 Uhr am Eingang der Volksbank Eisenberg, um von dort aus nach Berlin zu starten. Einige Kollegen brachten sogar Tee und Kaffee in großen Thermoskannen mit. Zum Einen für uns selbst und zum Anderen für die durchgefrorenen Demonstranten. Schließlich war es an dem Wochenende nicht besonders warm. Es waren -2 °C und irgendwann helfen auch die dicksten Sachen nicht mehr weiter. Ich für meinen Teil brachte gute Laune und meine Motivation mit und schon konnte die Fahrt nach Berlin beginnen. :) Nach ca. zweieinhalb Stunden sind wir am Brandenburger Tor angekommen. Letztes Jahr sind wir am Hauptbahnhof ausgestiegen, da dort in der Nähe der Anfang der Demo war und zwei Kollegen sind dann weiter zu unserem Stand am Wahrzeichens Berlin gefahren, haben alles ausgeladen und aufgebaut. Dieses Jahr war es etwas anders. Der Demozug ging direkt am Brandenburger Tor los und daher war es schon zum Anfang sehr voll auf dem Platz. Aber so konnten alle mit anpacken und die Sachen aus unserem gemieteten Bus ausladen. Wir legten also einiges an Infomaterial über die EthikBank, Rucksäcke mit Flyern und ein paar Äpfel zum genießen aus. Nachdem unser Stand fertig „eingerichtet“ war, konnte es losgehen. Wir bewaffneten uns mit den selbstgebastelten Demoschildern und reihten uns in den Umzug ein. Viele Menschen hatten Kostüme oder Shirts mit Aufschriften an. Bei der Demo setzen wir uns feine andere Landwirtschaftspolitik, für artgerechte Tierhaltung und gut erzeugte Lebensmittel von Bäuerinnen und Bauern ein.

Bevor der Demozug begann, versammelten sich alle noch einmal vor der Bühne, die hinter dem Brandenburger Tor, stand. Hier kamen schon einige Gäste zu Wort und verloren ein paar Worte zur Eröffnung der Veranstaltung. Währendessen fuhren ca. 170 Traktoren, die aus jeder Ecke Deutschlands extra angereist sind, vor. Nach einer dreiviertel Stunde Wartezeit und gefrorenen Füßen, fing die Meute langsam an sich zu bewegen. Mit unseren Demozugschildern folgten wir den Menschenmengen. Unterwegs zum Wirtschaftsministerium konnte man sehr viele Fotografen bei ihrer Arbeit sehen, mehrere Autos, die einen Sprecher mit sich führten und was mir persönlich sehr gut gefallen hat, ein Kapelle, die unterwegs für Stimmung gesorgt hat. Nachdem wir gute 2 - 3 Stunden  unterwegs waren, kamen wir wieder am Ursprungsort, dem Brandenburger Tor, an. Und das ohne einen einzigen Flyer! Wir hatten uns Alle die Taschen vollgepackt und am Ende waren wir wie ausgebrannt. Alles war alle.

Als wir dann in Richtung unseres Informationsstandes schauten, sahen wir, wie unser Stand förmlich eingerannt wurde. :D Man findet selten eine ethisch-ökologische Bank, die zudem noch mit dem Geld ihrer Kunden nachhaltig und sinnvoll wirtschaftet. Somit war das Interesse sehr hoch.

Und dann dauerte es auch nicht mehr lange bis zur Heimfahrt. Um 5 packten wir zusammen und verließen dann letztendlich gegen halb 6 unsere Hauptstadt. Im Bus werteten wir noch ein paar Gespräche mit den Gästen aus und auch besondere Kostüme, die manche anhatten. Bei solchen Veranstaltungen kommen immer sehr gute Gespräche zustande. Viele können es kaum glauben, dass es ethische Banken gibt und wollen am liebsten sofort von ihren Hausbanken wechseln. Vor allem ist es schön zu sehen, wenn die Bank und ihre Kunden an einem Strang ziehen.



19 Uhr sind wir alle wieder heile in Eisenberg angekommen und dann merkt man erst mal, dass so ein Tag ganz schön schlaucht. Ich war einfach nur noch kaputt. :D

So meine Lieben, das war´s zu meiner mal anderen Wochenendplanung! Jetzt werden meine Wochenenden wohl mit einem dicken Ordner in der Hand verbracht, denn die Abschlussprüfungen stehen bereits vor der Tür. :D

Also bis bald, euer Dominik.