Mittwoch, 25. März 2020

Aktien, Aktien und noch mehr Aktien

Halli Hallo,

heute komm ich mal mit einem sehr fachlichen und theoretischen Thema um die Ecke. Wie ihr in der Überschrift schon lesen könnt, geht es um Aktien.

Nachdem wir erfolgreich das Thema Inhaberschuldverschreibungen im Lernfeld 4 abgeschlossen hatten, widmeten wir uns nun einem eher praxisrelevanteren Themengebiet. Sicherlich wird ein Großteil wissen, was Aktien grob sind und wahrscheinlich auch, dass diese an der Börse gehandelt werden. Genau das dachte ich auch, aber da gehört noch eine ganze Menge dazu.

Angefangen mit dem Wesen einer Aktie, die Arten bis hin zu Berechnungen von Bezugsrechten und des Dividendennachteils und dem „Opération Blanche“. (Fußnote: Eine Opération blanche ist eine besondere Strategie bei der Ausübung von Bezugsrechten im Rahmen von Kapitalerhöhungen.) Puh… das war ein ganz schöner Brocken und musste erst mal verarbeitet werden. :D 


Am Anfang wusste ich echt nicht, wo vorn und hinten ist. Jedes mal stellte ich mir immer dieselben Fragen: welche gegebenen Informationen aus der Aufgabe brauch ich jetzt, wie berechne ich das Bezugsverhältnis und und und… Doch wie so oft im Leben macht es am meisten Sinn, wenn man alles "Step by Step" angeht. Unsere Klassenlehrerin nimmt diesen Aspekt sehr ernst und deswegen rechnen wir bis die Tasten im Taschenrechner glühen. Dank unserer Formelsammlung war es kein Hexenwerk durch den Ziffernsalat durchzublicken und wirklich nur die relevanten Informationen zu filtern. 


Aber letztendlich ging es dann tatsächlich immer besser. Irgendwie fuchst man sich schon in die Aufgaben rein und mit der Zeit kommt dann auch die Routine. Man muss nur aufpassen, dass man nicht zu locker an die Aufgaben herangeht. Denn trotzdem ist jede anders. Doch der nächste Knüller lässt auch nicht lange auf sich warten… 


Kaum haben wir den ersten Teil verstanden, gab es die nächsten 7 Informationsblätter zum Unterthema und ich zitiere „Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln und geradem/ungeradem Berichtigungsverhältnis“. Da war die Euphorie erst einmal verschwunden. Aber (ich hoffe) auch dies werden wir früher oder später meistern. 


Ich konnte mir glücklicherweise meinen Tag noch etwas versüßen, da ich eine gute Mitarbeitsnote erhalten habe. ;-) 


So aber jetzt genug mit dem Aktiensalat! Denkt immer daran: Auch wenn der Schulstoff anfangs total verwirrend und Neuland ist - mit Ruhe, Kraft und ein wenig Ehrgeiz löst man selbst die schwierigste Fälle. 


Bleibt gesund! 
Euer Niclas.

Dienstag, 10. März 2020

Das erste Seminar

 Hallo Ihr Lieben,

nun haben auch wir es geschafft und haben eine vor allem lehrreiche Woche hinter uns. Jenny hat euch schon einiges erzählt über die Vorbereitung auf ein Seminar. Im Wesentlichen gibt es drei Phasen. Die Vorbereitung, Präsenzphase und die Nachbereitung. Von Korken über Bälle war alles dabei. Was das auf einem Seminar zur Beratung zu tun hat? Viel. Denn hat man am Montag um 10 erstmal einen Korken zwischen den Schneidezähnen und das vor 17 fremden Personen ist das Eis definitiv gebrochen. Wir hatten fünf Tage die voller Aktion und Essen waren.

Für viele war es, ebenso wie für Jenny und mich, das erste Seminar und so waren alle anfangs etwas verhalten, was sich jedoch wie gesagt nach dem Korken, der im Übrigen zu einer Sprechübung diente, schnell in Luft auflöste.

Wir sind beide mit einer nicht allzu großen Vorfreude auf das erste Seminar gefahren, die Gefühle waren mehr gemischter Natur. Die erste positive Überraschung brachte das Hotel und seine wirklich schönen, modern eingerichteten Zimmer mit sich. Eine Stunde hatten wir ungefähr Zeit, um uns etwas einzurichten, bevor es dann ran an den Speck ging. Und da war dann auch unsere zweite positive Überraschung. Vor uns stand kein älterer Dozent als Seminarleiter, der uns mit einer eintönigen PowerPoint-Präsentation im Frontalunterricht etwas beibringen wollte - sondern Anja, die man wohl als Meisterin des FlipCharts bezeichnen kann. Schnell und ansprechend brachte Sie wichtige Infos auf Leinwände und ihr Fachwissen gekonnt rüber. Von Ihrer Erfahrung konnten wir somit auch am Montag und Dienstag profitieren und bekamen die Grundlagen beziehungsweise unser Handwerkszeug für eine Beratung an die Hand. Mittwoch bis Freitag wurde Sie dann von Uwe abgelöst. Auch wenn seine Flipcharts nicht ganz so künstlerisch waren, haben auch wir hier viel gelernt und das Eine oder Andere über unseren Seminarleiter erfahren. Donnerstag galt es, das Gelernte umzusetzen und wir übten den ganzen Tag in kleinen Gruppen Beratungen. Dabei nahmen wir abwechselnd und je nach Fallbeispiel einmal die Rolle des Kunden und die des Beraters ein. Das hilfreichste an dem Tag war, dass noch zwei weitere Trainer der Genoakademie angereist waren. So haben alle 19 Teilnehmer mindestens eine Bewertung mit Tipps bekommen.  Das war sehr hilfreich für unsere mündliche IHK Prüfung, die aus einer 20-minütigen Beratung besteht.

Die Seminargruppe an sich war sehr ausgeglichen. Jeder kam miteinander zurecht, was die Arbeit in der Gruppe natürlich um einiges erleichterte. Was unserem Trainer besonders aufgefallen ist, war, dass wir unsere Onlinevorbereitungsphase alle gründlich genutzt haben und somit in vielen Themengebieten schon einen Durchblick hatten und nicht ganz ahnungslos da standen.

Die Vorbereitungsphase startet meist 4 Wochen vor dem Seminar und dient dazu, sich schon einmal mit den Lerninhalten vertraut zu machen. Freitag ging es dann zum Glück nicht ganz so spät zurück, aber für mich brachte der Tag ein kleines Ärgernis: mein erster Blitzer! Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich geärgert habe.

Um das ganze zusammenzufassen, die Grundlagen einer Beratung hatten am Ende der Woche alle Teilnehmer verinnerlicht. Deshalb fühle ich mich bestens auf eine Beratung vorbereitet. Da wir erst seit 6 Monaten in der Ausbildung stehen, ist die Fachkompetenz natürlich nicht vollständig ausgebildet – woran sich von den Dozenten keiner störte.

Rückblickend auf dieses Seminar freuen Jenny und ich uns schon jetzt auf das nächste im Juni und werden Euch davon wieder berichten.

Bis dahin Eure Viktoria

Mittwoch, 4. März 2020

Vorbereitungsphase zum ersten Seminar

Hallöchen liebe Leserinnen und Leser,

ich sitze schon fleißig an den Vorbereitungen für unser erstes Seminar. Es ist nämlich bald soweit. Eine Woche lang werden wir neue Kollegen der Volksbanken und Raiffeisenbanken kennen lernen dürfen und eine Menge lernen. Ich bin doch schon etwas aufgeregt, wie es wohl werden wird und was wir dort so alles machen.

Zu Beginn der Ausbildung wurden wir für das Seminar angemeldet und haben Bescheid bekommen, wann es stattfinden wird und dass wir uns in sogenannten Studienbriefen darauf vorbereiten müssen. Vier Wochen vorher werden wir in einem Portal freigeschaltet und können uns die Studienbriefe mit dazugehörigen Arbeitsaufträgen herunterladen und ausdrucken. Damit ich nicht durcheinander komme, habe ich alle Dokumente in einem Ordner abgeheftet und strukturiert. Außerdem können wir uns in einem Steckbrief kurz vorstellen und diesen direkt online hochladen. Manchmal kommt es vor, dass wir Seminarteilnehmer schon vor dem Seminar im Portal uns gegenseitig austauschen, daher ist ein Steckbrief sehr hilfreich.

Auf den ersten Seiten wurde hauptsächlich das Thema beschrieben, um das es gehen wird. Außerdem gab es einen Zeitplan, der uns eine grobe Richtung geben soll, wann wir welches Thema bearbeiten müssen. Zu jedem Thema gibt es einen Studienbrief mit einem dazugehörigen Arbeitsauftrag, den wir bis zum Seminar erledigen müssen.
Zu den jeweiligen Aufträgen gibt es zusätzlich noch Lernvideos. Das alles wird nehmen wir dann zum Seminar mit und werten die Aufgaben aus.

Während der gesamten Vorbereitungsphase steht uns ein Tutor zur Verfügung. Also wenn wir einmal nicht weiterkommen mit einem Studienbrief oder dem dazugehörigen Arbeitauftrag, dann können wir unseren Tutor fragen.

Wenn es dann soweit ist und es geht zum Seminar, sollte man dann, im besten Fall, die Vorbereitungsphase abgeschlossen haben. Am Ende dieser Phase gibt es noch einen Test zu den ganzen Themengebieten, die man über Wochen im Selbstlernstudium bearbeitet hat.

Also, ich bin schon fertig mit den Studienbriefen und Arbeitsaufträgen. Das Seminar kann kommen. Viktoria wird euch dann von unserem ersten Seminar berichten. Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit.

Eure Jenny! 😃