Donnerstag, 27. September 2018

B wie Bank und B wie Bauernhof...

Hallöchen Ihr Lieben,

ihr kennt mich noch nicht, daher möchte ich mich kurz vorstellen: mein Name ist Carmen, ich bin 21 Jahre alt und gerade in meine Ausbildung als Bankkauffrau gestartet. Ich war bereits zwei Jahre an der Uni und hab nebenbei an der Kasse gearbeitet, aber so außergewöhnlich wie hier in der Volksbank, hat für mich noch kein Job begonnen. Angefangen hat es mit dem Ende meines Vorstellungsgespräches…

„Zum Abschluss noch eine Frage. Wir schicken alle Azubis zum Ausbildungsbeginn zu einem vierwöchigen Praktikum auf einen Bauernhof und kurz vor der Abschlussprüfung noch einmal ins Pflegeheim. Haben Sie ein Problem damit?“.
Zugegeben, im ersten Moment war ich ein bisschen verwirrt, schließlich ist das nicht unbedingt die gängige Praxis. Abgeneigt war ich dennoch nicht. Und regelmäßig Ställe ausmisten und Tiere versorgen war ebenfalls nichts Neues für mich, so als Kind vom Lande.

Am 02. August ging es für uns drei (Niclas, Clarissa und mich) dann endlich auf den Bauernhof nach Etzdorf. Frau Bretschneider, unsere Ansprechpartnerin für die Zeit auf dem Hof, machte mit uns einen kleinen Rundgang über das Gelände. Sie erklärte uns, dass Regionalität bei ihnen groß geschrieben wird. Alles, was man im Hofladen oder der Hoffleischerei kaufen kann, kommt aus der Region.

Im oberen Teil des Geländes ist das meiste an einen Reitverein vermietet. Die Ställe sollten wir später genauer kennen lernen. ;-) Denn die Pferdeställe waren unser erstes Ziel in unserem vierwöchigen Praktikum. Es erfolgte noch ein kurzer Blick in die Festscheune, in der wir erst kürzlich unser Jubiläumsfest für die Mitarbeiter gefeiert haben und dann kamen wir an einem kleinen Bauernmuseum vorbei. In diesem standen viele alte Geräte. Heute gar nicht mehr denkbar, mit solchen Fahrzeugen zur Ernte zu fahren. :D Zurück am Verwaltungsgebäude holte uns Herr Schulze ab, um mit uns eine „kleine“ Rundfahrt zu machen. Wir sollten mal ein Gefühl dafür bekommen, wie Groß das ganze Gelände ist. Am Ende waren wir knapp 1,5 Stunden unterwegs. Man kann sich also vorstellen, wie riesig die Fläche ist!

Wieder in Etzdorf angekommen, wurde uns noch die benötigte Arbeitsschutzkleidung zugeteilt, eine Arbeitsschutzbelehrung abgehalten und dann ging es endlich richtig los…mit Unkraut zupfen und Hof kehren. Kann man sich etwas Schöneres vorstellen, als bei 35˚C im Schatten Unkraut zu zupfen? Aber letztendlich muss auch diese Aufgabe erledigt werden.

Die ersten zwei Wochen waren wir bei den Pferden eingeteilt. Darauf hatte ich mich schon am meisten gefreut. Immerhin hatte ich früher meine Wochenenden und Ferien damit verbracht, auf dem Reithof auszuhelfen. In diesem Sinne war das Stall ausmisten eher Belohnung als harte Arbeit. Und morgens die Pferde rauszuschaffen war der schönste Teil des Tages.

Leider vergingen die zwei Wochen viel zu schnell. Die restliche Zeit sollten wir dann in Buchheim bei den Kühen verbringen. Acht große Hallen als Kuhställe umgebaut und dementsprechend viel Arbeit. Natürlich konnten wir als ungelernte Arbeitskräfte nicht jede Arbeit mitmachen die anfiel, aber leerlauf gab es trotzdem kaum.
Bei meinen Großeltern habe ich viele Wochen verbracht, wo halb sechs aufgestanden wird, um die Kühe zu versorgen. Aber etwas freiwillig zu machen ist immer etwas anderes, als zu müssen.

In der Praktikumszeit bin ich früh um 5 aufgestanden, damit ich pünktlich 7 Uhr mit der Arbeit beginnen konnte. Da ist man Abends einfach so Knülle, dass man am liebsten um 8 ins Bett fallen möchte. Vor allem fangen die anderen Mitarbeiter meist schon halb fünf an. Das ist ja noch mitten in der Nacht. Wann hätte ich dann bitte aufstehen sollen. :o Lohnt es sich dann eigentlich noch ins Bett zu gehen? Wir können uns „glücklich“ schätzen, dass wir einen Bürojob haben. Andere verdienen ihr Geld durch körperlich harte Arbeit und machen sich selbst kaputt… Und genau das, ist das Ziel welches die Volksbank an die Azubis vermitteln möchte. Nicht alle haben es so gut wie wir.

Doch letztendlich gewöhnt man sich auch daran und wenn man in einer kurzen Pause die Kälber knuddeln darf, freut man sich sogar schon fast auf das zeitige Aufstehen. Natürlich ist nicht alles niedlich und muht protestierend, wenn man nicht genug Aufmerksamkeit gibt. Der Beruf des Landwirtes ist und bleibt nun mal ein Knochenjob, daran gibt es nichts zu rütteln und ich habe größten Respekt vor den Leuten, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen.

Abschließend kann man wohl sagen, dass die vier Wochen anstrengend genug waren, um froh zu sein, dass sie vorbei sind. Andererseits boten sie einen Einblick, den man so als „Normalsterblicher“ nicht bekommt. Für mich geht´s jetzt erst einmal zurück in die Bank ans Telefon. Die erste Abteilung ist nämlich das Kundenzentrum. Die Arbeitsschutzkleidung kann nun im Schrank bleiben und meine Bluse wird herausgeholt.

Na dann, bis zum nächsten Mal ;)
eure Carmen.

Mittwoch, 19. September 2018

Rendsburg statt Baunatal

Hallo Ihr Lieben,

nachdem die neuen Azubis in der Bank wieder wohlauf angekommen sind, werde ich euch nun von meinem neuen Abenteuer berichten. 


Mein nächstes Seminar wartet nämlich schon. Diesmal aber nicht mit Dominik und Chantal zusammen, sondern alleine. Vielleicht erinnert ihr euch noch an die Zeit als ich meinen Fuß verletzt hatte. Leider konnte ich damals aufgrund der Verletzung nicht mit zum Wertpapierseminar, wollte dies aber unbedingt nachholen. Der Zeitpunkt zum Nachholen ist nun endlich gekommen. Ich bekam meine Bestätigung/Einladung per Mail und war etwas verwundert. Das Seminar sollte nicht in Baunatal sondern in Rendsburg stattfinden. Für alle die sich fragen wo das liegt: in der Nähe von Flensburg. Ich war total überrascht und fragte mich, wie es dort wohl sein wird, was mich dort für eine Unterkunft erwartet und vieles mehr. 


In Baunatal kannten wir uns bereits aus, wussten langsam wo wir lang fahren müssen und waren auch öfters in der Stadt unterwegs. Und nun? Muss ich allein auch noch nach Rendsburg. Ein bisschen Bammel, muss ich zugeben, hatte ich schon und da die Strecke von Gera auch soweit ist, haben wir uns überlegt vor dem Seminar einfach noch einmal einen kleinen Urlaub in Dänemark zu machen. Dann lohnt es sich wenigsten den weiten Weg auf sich zu nehmen. Also kann ich mich vorher noch ein bisschen entspannen und dann geht es auf zur Schulung.


Die Vorbereitung auf das Seminar ist natürlich auch wieder anstrengend. Es sind viele Studienbriefe mit dazugehörigen Arbeitsaufträgen, die alle noch davor bearbeitet werden müssen. Die Themen handeln zum Beispiel von Teilhaber- und Gläubigerpapieren, Finanzinstrumenten, Derivaten usw. Hört sich alles sehr speziell an…Ist auch sehr speziell. :D Aber zum Glück haben wir vieles schon in der Berufsschule dran gehabt. Von daher ist das meiste nur noch einmal zur Wiederholung und die Bearbeitung ging schneller als gedacht. Zu den einzelnen Studienbriefen gibt’s übrigens noch Videos zum besseren Verständnis. Und am Ende folgt dann der altbekannte Wissenstest. Mal schauen, wie der bei mir dieses Mal ausgeht. ;-)


Ich bin auf jeden Fall schon ziemlich gespannt, wie es wird, da ich mich immer darauf freue neue Menschen kennenzulernen. Wie das Seminar letzten Endes verläuft und was mich noch alles erwartet in unserem letzten Lehrjahr, erfahrt ihr in den künftigen Beiträgen. 


Ich wünsche euch auf jeden Fall eine schöne Zeit. Lasst es euch gut gehen.
Eure Paula

Mittwoch, 12. September 2018

Unsere "Neuen" sind zurück!

Hallo liebe Azubi-Blog Leser,

der August ist schon wieder rum und unsere neuen Azubis sind zurück vom Bauernhof. Den ersten Tag ihrer Ausbildung haben sie ja bereits bei uns in der Bank verbracht, wovon euch Paula berichtet hatte.

Nach den ersten, sicherlich auch außergewöhnlichen Erfahrungen auf dem Bauernhof, kehrten die drei am 31. August zu ihrem ersten richtigen Arbeitstag in die Bank zurück. Doch immer schön eins nach dem anderen. Am Anfang gibt’s erstmal sehr viel Neues, was man verarbeiten muss. Da kann ich mich auch noch gut dran erinnern, was da alles auf Dominik, Paula und mich einstürmte…

Um unseren „Neuen“ den Einstieg bei uns in der Bank etwas zu erleichtern, erhalten sie zu den wichtigsten Themen vorerst kleine Schulungen, wie bestimmte Abläufe gestaltet sind, oder was es alles sonst noch zu beachten gilt.

So was geht immer gut, wenn man schon Erfahrungen aus der eigenen Zeit mitbringen kann. Dominik und ich haben uns also die Drei „geschnappt“ und eine kleine Schulung mit ihnen durchgeführt. In dieser ging es um generelle Dinge wie unsere Unternehmensphilosophie oder die Ausbildung und deren Ablauf an sich. Es ist wichtig, dass die Azubis die Werte kennen lernen, mit denen wir uns in der Bank identifizieren.  


All das bildet die Grundlage für die Arbeit der Azubis hier bei uns in der Bank. Nachdem wir also diese Punkte alle fleißig abgearbeitet hatten, war das Thema Ausbildung dran. Hier haben wir uns gemeinsam angeschaut, wie die Ausbildung abläuft, die Ausbildungsnachweise zu schreiben sind, was es bei den Ausbildungsaufträgen für die jeweiligen Abteilungen zu beachten gibt oder auch wie Seminare nachzubereiten sind. Auch den Beurteilungen für Azubis oder Ausbilder, die am Ende eines Ausbildungsabschnittes durchzuführen sind, haben wir uns gewidmet. Nachdem wir auch diese Themen geschafft hatten, gab es erstmal eine Verschnaufpause ;). Es ist ja schließlich ganz schön viel, was da innerhalb der kurzen Zeit auf die Azubis „eindonnert“.

Zum Abschluss haben wir uns noch mit unserer Direktbank, der EthikBank, und deren Anlagekriterien beschäftigt, die die Volksbank ja ebenso umsetzt. Damit hatten wir unser letztes Thema abgearbeitet und die Azubis konnten wieder zurück in ihre Abteilungen entlassen werden.

In den kommenden Tagen warten noch weitere Schulungen auf die Drei mit anderen Kollegen. Klar ist es für den Start sehr viel Input, aber wie heißt es so schön: „Aller Anfang ist schwer.“ ;)

Und damit sage ich bis bald!
Eure Chantal

Mittwoch, 5. September 2018

Helfende Hände im Tierheim gebraucht

Hallo liebe Blogleser,

es ist mal wieder soweit! Pünktlich zu Beginn des dritten und letzten Lehrjahres melde ich mich wieder im Blog. Noch vor 2 Jahren war ich der „Neue Azubi“ in der Runde mit Paula und nun sind wir die „alten Hasen“. :D Verrückt wie schnell die Zeit vergeht. Die ersten drei Wochen Schule sind auch schon rum und in zwei Wochen folgt schon wieder der nächste Schulblock… Die Zeit rennt auf einmal zur Prüfung hin. Das ist Wahnsinn :o Aber über den ungemütlichen Teil Schule und Abschlussprüfung soll es heute nicht gehen, nein!

Am 18. und 19. August fand in Eisenberg das Tierheimfest statt. Und da wir, die Volksbank Eisenberg, 150sten Geburtstag feiern und anlässlich 150 gemeinnützige Stunden verschenken, erklärte ich mich bereit im Tierheim zu helfen. Ich wohne nun schon seit 19 Jahren in Eisenberg und da kann man auch mal was Gutes für seine Heimatstadt tun. ;-)

Also meldete ich mich per E-Mail als einer der vielen freiwilligen Helfer an, um am Wochenende eine Extraschicht einzulegen. Allerdings ist es nicht nur bei EINER Extraschicht geblieben :D.

Anfangs hab ich mich für Samstag bereit erklärt mit unter die Arme zu greifen. Dann aber sagte mir Sarah (die kennt ihr bestimmt noch als ehem. Azubi), dass sie sich auch angemeldet hat. Allerdings für Sonntag… Und da sie nun mal meine Lieblingskollegin ist, konnte ich sie ja nicht „alleine“ zum Tierheimfest gehen lassen. :p Also dachte ich mir nun, gehe ich lieber Sonntag mit anpacken anstatt Samstag. ABER! Nein, ich habe meine Mail aus Versehen so verfasst, dass es sich so anhört, als würde ich gerne beide Tage gehen :D. Natürlich hat sich Frau Zeuner darüber gefreut… Naja und was soll ich sagen... :D Dann hab ich es einfach dabei belassen. :D Schließlich muss man auch mal Pluspunkte sammeln. Wer weiß was die Zukunft noch alles birgt. Zu meinem Glück meldete sich dann Paula noch am Samstag an und so wurden es doch ein paar schöne Stunden an den zwei Tagen. :-)

Am Samstag ging es also 14.00 Uhr los und am Sonntag 11.00 Uhr. Ich freute mich auch schon auf´s Wochenende. Wir betreuten den Kuchenstand und sammelten ordentlich Geld für das Tierheim. Wir waren jeweils ca. 3 Stunden da und durch das ständige Verkaufen von Kuchen und Quatschen mit Kollegen, verging die Zeit auch wie im Flug. 


Mit meinem Wochenende hätte ich wahrscheinlich eh nichts Besseres angefangen, außer auf der faulen Haut zu liegen. Also habe ich einfach mal was Gutes für unser Tierheim in Eisenberg gemacht. In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Zeit.

Bis später,
euer Dominik.