Mittwoch, 29. April 2020

In der Anlageberatung

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich mal wieder zurück! Fühlt sich an, als wäre es eine Ewigkeit her, da in der Zwischenzeit mal wieder total viele Eindrücke auf mich zukamen:
Erstens bin ich jetzt offiziell in der Anlageberatung eingeteilt. Das klingt ja erst mal nach Anzugträgern mit Koffern voller Geld und Harvey-Specter-Frisur. Aber auch Sachen wie eine Kontoeröffnung, Kreditkarten und früher auch Dinge wie Sparbücher und -briefe gehören dazu. Die letzten beiden Sachen sind ja aufgrund der Negativzinspolitik gar nicht mehr rentabel und wer also nicht zusehen möchte, wie das Geld - bildlich gesprochen - wegschmilzt, überlegt sich Alternativen. Und da kommt dann die Anlageberatung ins Spiel: nach ausführlicher Beratung schlagen wir dem Kunden eine Anlagemöglichkeit vor, die zu seinen Wünschen und Vorstellungen passt.



Aber nach einer Woche war es auch schon wieder Zeit für eine Woche Berufsschule und dann hatte ich mir eine weitere Woche freigenommen, um für die Zwischenprüfung zu büffeln.
Aber nach den zwei Wochen Pause erwartete mich die nächste Überraschung: ich durfte (wieder) in unserem Immobilienservice (VBI) aushelfen. Dort ist zur Zeit der Teufel los, denn allein in den ersten drei Monaten haben wir schon jede Menge neue Immobilien in die Vermarktung genommen, unter anderem auch ca. ein Dutzend Eigentumswohnungen. Zum Vergleich: bisher waren es jedes Jahr eine Handvoll Eigentumswohnungen und 30-40 Häuser. Eine ganze Menge mehr als sonst also. Dazu kommt, dass Eigentumswohnungen durch die dazugehörige Teilungserklärung, die ja auch mit zu den notwendigen Unterlagen gehört, ganz schön aufwendig sind: so eine Erklärung kann gut und gerne über 60 Seiten fassen. Entsprechend viel ist zu lesen und durchzuarbeiten, denn dort stehen viele Informationen über die Wohnung drin, die für Interessenten wichtig sind.

Das Ziel meiner Zeit in der Anlageberatung soll sein, dass ich am Ende selbst Gespräche führen kann. Da muss es ja nicht gleich um Fondberatung gehen, da fehlt mir einfach noch das nötige Fachwissen, um auf spezielle Kundenfragen eingehen zu können.

Aber auch dem wird Abhilfe geschaffen: Beim nächsten Seminar lernen wir dann alles über Wertpapiere. Auch das ist etwas, worauf ich mich freue, denn die Seminare helfen nicht nur, wirklich in die Materie einzutauchen, die Gruppe ist auch immer sehr lustig. Es sind zwar fast immer andere Teilnehmer, aber vereinzelt trifft man doch auf bekannte Gesichter. So auch dieses Mal: zwei Teilnehmer aus unserem ersten Seminar werden diesmal auch wieder mit dabei sein. Da das aber auch schon wieder ein Jahr her ist, bin ich gespannt zu erfahren, wie es bei ihnen gerade aussieht.

Na dann, bis zum nächsten Mal!
Eure Carmen

Mittwoch, 22. April 2020

Die Zwischenprüfung

Hallo meine lieben Leser des Azubiblogs... ich melde mich mal wieder zu Wort - Niclas Geißler.
 

Nach dem der Neujahrsempfang erfolgreich absolviert wurde, stand die nächste größere Etappe an - die Zwischenprüfung. Am 18.03.2020 war es soweit, dass erste Mal beweisen, was man in circa 1 1/2 Jahre gelernt hat. Zugegebenermaßen war ich schon etwas aufgeregt. 😀 Ich denke, dass es vielen Lesern auch so gegangen ist, als die erste Prüfung an der Tür geklopft hat...

Vorbereitung ist alles! Ich persönlich habe versucht,
so viele Zwischenprüfungsaufgaben zu lösen, wie es nur ging und immer, wenn ich Lücken fand, habe ich mir diese im Hefter und im Lehrbuch noch einmal zu Gemüte geführt. Ich hatte noch etwas Schwierigkeiten bei der Vertretungsberechtigung von Unternehmen, aber auch das habe ich noch hinbekommen und kenne mich auch auf diesen Gebiet nun gut aus. Das Kundenzentrum ist tatsächlich ein ziemlich gutes Pflaster, um sein Wissen noch einmal in der Praxis anwenden zu können, da des Öfteren Fragen darüber kommen, wie lange eine Überweisung braucht, bis wann man eine Lastschrift zurückgeben kann und und und... Mit meinen zwei Kolleginnen hatte ich außerdem zwei wirklich fachkundige Personen neben mir, welche mir auf jede Frage eine aussagekräftige Antwort geben konnten.

 
Als ich den "Einladungsbrief" der IHK zugestellt bekam, realisierte ich, dass es ernst wird. Meiner Meinung nach hat es uns Banker dieses Jahr ziemlich gut getroffen, da unsere Prüfung erst um elf Uhr anfing - für genügend Schlaf war also gesorgt. Außerdem - speziell für mich
- mental positiv war, dass die Zwischenprüfung in Gera stattfand. Es gab auch noch einen Punkt, bei dem ich mir nicht sicher war, ob der positiv oder negativ sein könnte... Meine Freundin hatte am 15.03.2020 Geburtstag und da muss ich natürlich auch dabei sein. Auf der einen Seite ist es etwas positives, dass ich mal die Gedanken woanders habe, aber auf der anderen Seite geht mir auch etwas Zeit zum Lernen verloren. Zum Glück konnte ich mir ab dem 09.03.2020 Urlaub nehmen und mich unter der Woche noch mal sehr intensiv auf die Prüfung vorbereiten.

Selbstverständlich werden Carmen oder ich euch auf dem Laufenden halten und
demnächst berichten, wie es lief und die Ergebnisse mitteilen (sofern man diese zeigen kann 😜)

 
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und genießt das Jahr, so gut es gerade geht!!!
 

Euer Niclas

Dienstag, 14. April 2020

Vom Pädagogenhörsaal zum Bankenschreibtisch

Liebe Leser,

über ein Jahr ist es nun schon her, als wir unsere Ausbildung in der Volksbank Eisenberg begannen. Und ich hab euch noch gar nicht erzählt, wie ich überhaupt zu dem Bankenbereich kam. Kurz gesagt: Viele Wege führen nach Rom. ;-)

Nach meinem Abitur, wusste ich nicht direkt wohin meine Reise beruflich gehen sollte. Daher bin ich mehr oder weniger durch Zufall auf die Friedrich-Schiller-Universität in Jena und dem Studiengang Lehramt aufmerksam geworden. Für mich klang das erstmals nicht verkehrt und eine wirkliche Alternative habe ich nicht direkt gefunden. Ehrlich gesagt, wollte ich einfach nur eine „gesicherte Zukunft“ haben. Wer antwortet schon gern auch noch 2 Monate nach seinem Abschluss auf die Frage, was man denn nun studiert mit: „Keine Ahnung“. 

Also hab ich meinen Immatrikulationsantrag ausgefüllt, die Semstergebühr überwiesen und mit der Post direkt abgeschickt. Wie gut überlegt die ganze Sache mit frischen 18 Jahren war? Naja, ich würde mal sagen, nicht so gut. Nach den ersten beiden Semestern stellte sich mir die Frage nach dem „Warum?“ immer häufiger. Wieso muss ich wissen, was beispielsweise meine Zunge macht, wenn ich spreche? Und wieso muss bei der Erklärung dazu jedes zweite Wort lateinisch sein? Es wird mich sicherlich kein Schüler zur pharyngealen Phase der Dysphagie ausfragen…

Naja, also wie gesagt… Nachdem nun die Frage nach dem „Warum?“ mittlerweile in nahezu jeder Veranstaltung auftauchte, suchte ich nach Alternativen. Zur Auswahl stand ein Studienwechsel, ein Fernstudium oder eine Ausbildung. Der Studienwechsel an die Hochschule löste sich schnell in Luft auf. Die Frist zur Immatrikulation war bereits verstrichen und ich würde aufgrund der Semester, die ich schon studiert habe, keine Förderung durch das BAFÖG mehr erhalten. Weshalb studieren für mich so nicht mehr finanzierbar wäre. Ein Studienkredit wäre dafür natürlich eine Lösung gewesen, aber das war die absolute Notlösung und ich hatte ja noch andere Alternativen. Ein Fernstudium kam für mich auch nicht in Frage, sodass ich mich am Ende um eine Ausbildungsstelle umschaute.

Mein einziges Kriterium war der Standort des Unternehmens. Entweder sollte der Betrieb in der Nähe von Jena oder Leipzig, meiner alten Heimat, liegen. Demnach dauerte es entsprechend lange bis ich mich einmal durch alle Ausbildungsstellen geklickt hatte. Aber umso mehr Anzeigen ich durchlas, wurde auch meine Vorstellungen immer konkreter. Hinzu kam eine Ausbildungsvergütung von über 500 EUR netto, denn zumindest wollte ich meine Miete in Jena weiterhin alleine finanzieren können. Dadurch sortierte ich noch einmal aus und schrieb die ersten Bewerbungen. Insgesamt waren es ungefähr 40 Bewerbungen in den verschiedensten Branchen und ich bekam in den nächsten Monaten einige Rückmeldungen. Banken hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ins Auge gefasst, einfach aus dem Grund, dass ich mir dachte mit so einem schlechten Matheabitur sowieso keine Chance zu haben. Schnell hatte ich dann auch die ersten Bewerbungsgespräche und machte mir auch da schon meine ersten Eindrücke vom Unternehmen… Es gab einige Gespräche wo ich mich wirklich gefragt habe, wieso man mich überhaupt eingeladen hat, weil man einfach während dem gesamten Gespräch so unfreundlich war, dass ich nicht mal in Erwägung gezogen hätte dort stundenweise zu arbeiten. Denn auch ein freundlicher Umgang mit Azubis und Mitarbeitern ist mir wichtig. 

Wirklich überzeugend war nichts davon und vor allem den Einzelhandel, der mehr als genügend Stellenangebote hatte, war für mich nach einem eintägigen Praktikum schnell vom Tisch. Somit war dann mittlerweile April 2019 und so etwas wirklich Überzeugendes hatte sich noch nicht gefunden und so schickte ich noch einmal einen Schwung Bewerbungen raus und dieses Mal bewarb ich mich auch bei einigen Banken. Und erhielt wenige Tage später eine Einladung zum Bewerbungsgespräch von der Volksbank Eisenberg. Um mir bei dieser Entscheidung dieses Mal wirklich sicher sein zu können, machte ich bevor ich den Vertrag unterschrieb ein einwöchiges Praktikum in der Bank und war neben dem Kundenservice auch in der Beratung dabei und konnte einen Tag in der Kreditabteilung miterleben. Und so kam es und ich unterschrieb im Mai 2019 meinen Ausbildungsvertrag.
Ich kann euch nur sagen, trotz nicht so guter Mathenote, kann man trotzdem Banker werden. Und falls ihr euch noch unsicher seid, dann macht doch auch einfach ein Praktikum. Da kann man schon viele Eindrücke aufschnappen für sich entscheiden, ob es was ist.

Liebe Grüße
eure Viktoria.

Dienstag, 7. April 2020

Besonders! Besonders!


Hallo Ihr Lieben,

ich melde mich trotz der aktuellen Lage bei euch. Es ist ja schon eine besondere Zeit, welche wir hier gerade durchleben. Läden werden geschlossen, man darf nur noch für das nötigste das Haus verlassen und auch mit Freunden treffen darf man sich nicht. Und das alles machen wir, um uns selbst und andere Menschen in unserer Umgebung vor dem Virus zu schützen.

Bei uns hier in der Bank geht die Arbeit unter vielen Sicherheitsvorkehrungen natürlich weiter. Die Vorkehrungen sind natürlich da, um uns Mitarbeiter zu schützen und die Ansteckungsrate gering zu halten. Da wir ja viele Mitarbeiter sind und sich das Virus an einem so belebten Ort schnell verbreiten kann, hat jeder Mitarbeiter von uns ein einzelnes Büro bekommen und desinfiziert seinen Arbeitsplatz mehrmals täglich. Des Weiteren haben wir nur per Telefon oder Mail Kontakt zu den anderen Mitarbeitern, um eine Ansteckung untereinander zu vermeiden. Es sind auch viele Mitarbeiter im Home-Office, das bedeute sie arbeiten von zu Hause aus und sind natürlich auch per Mail und Telefon zu erreichen. Der Arbeitsalltag kann also mit kleinen Veränderungen trotzdem weitergehen.


Auch gewisse Sachen für die Ausbildung, wie zum Beispiel das Videogespräch, wovon ich euch eigentlich heute erzählen wollte, können nicht gedreht werden. Da man dort zusammen in einem Raum ist und auch bei der Vorbereitung viel Kontakt zu anderen hat. Aber ich hoffe natürlich ich kann euch davon noch erzählen, da es ein sehr interessantes Thema ist und für uns in der Ausbildung auch sehr wichtig. Aber aufgrund der Lage stehen halt die Gesundheit und auch die Sicherheit der Leute im Vordergrund, was ich auch sehr gut finde. Ich finde es auch super, dass sich alle so gut es geht an die Sicherheitsregeln halten und trotzdem die anderen unterstützen.

Aber was ich Schade finde, ist das die Berufsschule ausfällt, ich habe mich auch schon sehr drüber gefreut, die Leute dort wieder zu sehen und natürlich auch vieles neues zu lernen. Aber wir haben auch, so wie alle anderen Schüler in Deutschland, Aufgaben bekommen, welche wir selbständig zu Hause lösen müssen.

Wir müssen jetzt einfach alle ein bisschen mehr auf unsere Umwelt achten und vor allem die alten und kranken Leute schützen.

Bleibt gesund und passt auf euch auf!

Eure Jenny

Freitag, 3. April 2020

Halt! Stopp! Nichts bleibt so, wie es ist…

Hallo meine Lieben,

ich hoffe, ihr seid alle gesund und bleibt schön zu Hause!

Die Corona-Vorkehrungen haben auch Eisenberg und damit die Volksbank erreicht, deswegen gab es erstmal ziemliche Einschränkungen. Aber wir halten tapfer die Stellung: den direkten Kundenkontakt haben wir vorerst komplett unterbunden, das heißt, auch die Geschäftsstellen sind zu. Wer kann, ist im Home-Office, für den Rest gilt: eine Person pro Büro. Generell gilt hier wie „draußen“ den persönlichen Kontakt so niedrig wie möglich zu halten, um Ansteckung zu verhindern. Macht auch durchaus Sinn: viele haben Familien und besonders Kinder sind ja als Überträger (weil häufig symptomlos) gefürchtet. Die kleinen Racker wissen gar nicht, wie viel Macht sie im Moment haben!

Selbst mir schlägt das ein bisschen aufs Gemüt: ich bin zwar relativ introvertiert, aber gerade an den langen Tagen ist es doch ganz schön einsam. Natürlich geht telefonieren immer noch und wenn jeder in der Mittagspause an seinem Platz bleibt, kann man auch übers Telefon mal ein bisschen schnacken. Aber das gleiche ist es dann doch nicht.

Eigentlich bin ich ja derzeit in der Anlageberatung, aber das ist ja erst mal außer Kraft gesetzt und da ich in den zwei Wochen davor wieder in der VBI (unserem Immobilienservice) ausgeholfen habe, wurde mein Arbeitsplatz gleich dort belassen. Auch hier ist alles mit Kunden erst einmal auf Eis gelegt. Natürlich werden weiterhin Exposés versandt und erstellt. Kurz vor dem „Shut-Down“ haben wir noch ein paar neue Objekte aufgenommen, sodass wir diese nun in Ruhe vorbereiten können.
Ansonsten helfe ich auch wieder in der Datenkontrolle aus, kontrolliere aber nur die Verträge. Den Rest macht Frau Rudolph im Home-Office.

Auch außerhalb der Arbeit merkt man die Veränderung: es sind deutlich weniger Menschen auf den Straßen unterwegs, wenn ich morgens zur Arbeit laufe, ist alles still und ich werde auch nicht fast von Helikoptereltern überfahren, die ihr Kind genau am Schultor rauslassen müssen, statt auf dem Parkplatz 3 Meter weiter drüben. Vor allem riecht die Luft aber auch besser und die Amseln sind genauso überrascht, wie ich, wenn wir uns gegenseitig „den Weg versperren“.
Und in den Läden wird jetzt alles kontrolliert: mittels Einkaufswagen wird überprüft, wie viele Leute gerade im Laden sind (es wird nur eine bestimmte Anzahl bereitgestellt), die Kassierer tragen Handschuhe und selbst beim Bäcker ist es mittlerweile üblich, mit Karte zu zahlen.

Ich selbst bin mir noch nicht so sicher, ob mich das ganze jetzt beruhigt oder beunruhigt. Aber wir werden sehen. Auf jeden Fall hat die aktuelle Lage alle gezwungen, sich anzupassen und neue Möglichkeiten zur Kommunikation zu finden. Bestes Beispiel: mein Tae Kwon Dô Verein, wo ich seit November bin, bringt das Training als Livestream auf die Plattform Zoom. Die Idee fanden andere auch super und mittlerweile ist das Portal um so viele Trainer angewachsen, die natürlich ihre Schüler mitbringen, dass wir teilweise 50 Leute pro Kurs sind. So viele passen in keinen Trainingsraum!

Insofern bietet die Situation auch Chancen, aber das gleiche, wie unsere kleine Eisenberger Truppe ist es natürlich nicht. Man vermisst ja doch irgendwo das Miteinander. Aber mich zu beschweren wäre hier absolut unpassend: ich habe gerade die Möglichkeit, bei jeder Menge Trainings überall in Deutschland und sogar Österreich und der Schweiz teilzunehmen.
Selbst meine Mutter, die eher konservativ ist, was Technik angeht, fängt jetzt an, sich damit auseinander zu setzen (hauptsächlich weil ihr Englisch-Kurs ebenfalls ins WWW verlegt wurde).

Insofern bin ich gespannt, was am Ende rauskommt. Zurück zum Alten geht’s meiner Meinung nach auf jeden Fall nicht mehr. Zumindest nicht komplett.

In diesem Sinne hat sich die Lage hoffentlich entspannt, wenn wir uns das nächste Mal sehen/lesen!

Liebe Grüße
Eure Carmen

Mittwoch, 1. April 2020

Wieder zurück im Kreditservice

Hallo Ihr Lieben,

schon wieder lange Zeit her, seitdem ihr das letzte Mal von mir gehört habt. Beim letzten Mal saß ich noch in der Immobilienabteilung als Vertretung für Silvana Schlicht. Aber danach ging es für mich wieder in meine geplante Abteilung laut Ausbildungsplan, der Kreditabteilung.

Im Kreditservice war ich die bisher längste Zeit, nämlich von September bis Januar, also fünf Monate. Aber die Zeit verging wie im Flug, was zeigt, dass es letztendlich gar nicht so lang ist, wie es sich anhört. Dabei gab es gerade dort vieles, was mich interessiert. Ich konnte dort jede Menge lernen. Im Kreditservice werden Standardkredite bearbeitet. Das heißt, die Bearbeitung erfolgt nach einem Ablaufplan und am Ende kommt eine eindeutige Entscheidung raus. Die Individualkredite übernehmen unsere Berater Herr Burges und Herr Voigt.

Im Grunde erinnert mich das ein bisschen an den Ablauf in der Immobilienabteilung: ein Laufzettel, nach dem geprüft und abgearbeitet wird und am Ende steht das Ergebnis. Dabei ist jeder Kreditantrag individuell, trotz der Standardprozedur, da bei jedem Menschen andere Lebensumstände herrschen.

Auch wie man Avalkredite bearbeitet, habe ich gelernt. Das sind Bürgschaften, die die Bank für ihre Kunden ausgibt. Zum Beispiel, wenn eine Baufirma ein Gebäude baut und die Auftraggeber eine Garantie möchten, die eventuelle Mängel abdeckt, dann hilft ein Avalkredit weiter. Avale laufen über eine bestimmte Laufzeit und der Kunde zahlt in dieser Zeit nur die Provision.

Bei den Verbraucherkrediten bieten wir ja nicht nur den von der Volksbank an, sondern auch zwei über die EthikBank. Da gibt es zum Einen den ÖkoKredit und zum Anderen den FAIRbraucherkredit.

Die Tücke liegt dann in der Vertragserstellung: für alle wird die gleiche Vorlage verwendet, aber da jeder seine Besonderheit hat, muss man genau wissen, wo was wie anzukreuzen und zu streichen ist, damit der Kunde am Ende den richtigen Vertrag erhält.

In jedem Fall passt es gut, dass wir in der Schule zur gleichen Zeit auch das Thema standardisierte Privatkredite hatten. So ergänzten sich Praxis und Theorie. Allerdings nutzt unsere Lehrerin kaum das Buch, sondern jede Menge Arbeitsblätter. Das ist für mich ein kleines Problem, da ich bei der Flut an Blättern mir nicht mehr merken kann, wo was stand. Also nutzte ich meinen Urlaub, um das Kapitel Verbraucherkredite im Lehrbuch durchzuarbeiten und eine Übersicht zu erstellen. Selbstgelernt ist immer noch am besten!

Ansonsten habe ich die Woche Urlaub genutzt, um meiner Wohnung den letzten Schliff zu verpassen und meinen Bücherstapel durchzulesen. Wenn ich auf Arbeit laufe, lese ich zwar, aber zehn Minuten bringen einen nicht wirklich weiter. Also heißt es: To-Do-Liste abarbeiten und dann mit Tee auf die Couch zum Schmökern - so macht des Spaß.

In diesem Sinne, wünsche ich euch eine schöne Zeit.
Eure Carmen.