Mittwoch, 23. September 2020

Meine ersten Wochen in der Bank

Hallo Ihr Lieben,

heute melde ich mich als erster der neuen Azubis bei Euch. Mein Name ist Justin Pötzsch, ich bin 16 Jahre alt und wohne in der Dahlienstadt Bad Köstritz. Ich habe direkt nach meinem Abschluss der 10. Klasse auf der Otto-Dix Regelschule in Gera Untermhaus die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Eisenberg eG begonnen.

Damit wir uns alle besser kennenlernen, als Team zusammenwachsen und auch die Arbeit unserer Kunden schätzen können, die z.B. aus der Landwirtschaft kommen, war ich mit meinen drei neuen Azubi-Kollegen, wie alle anderen neuen Azubis davor auch, auf dem Bauernhof der Agrargenossenschaft Buchheim-Crossen eG. Dort habe ich z.B. die Ställe ausgemistet und beim Melken der Mutterkühe geholfen sowie auf dem Pferdehof Etzdorf Pferde auf die Koppel geführt und auch dort die Ställe sauber gemacht. Aber dieses Jahr war es ein wenig anders: aufgrund der Systemumstellung in der Bank haben wir nur 2 statt 4 Wochen dort verbracht. Es war eine interessante Zeit auf dem Bauernhof, aber ich bin froh, jetzt in der Bank arbeiten zu können.

Meine ersten 4 Wochen in der Bank habe ich im Empfang bzw. der Poststelle verbracht. Dort waren meine Aufgaben den Postein- und Postausgang zu bearbeiten, d.h. beim Posteingang musste ich die Briefe öffnen, mit einem Tagesstempel versehen und in das jeweilige Abteilungsfach legen, damit die entsprechende Abteilung den Vorgang bearbeiten kann. Beim Postausgang habe ich die bearbeiteten Vorgänge wieder in Briefumschläge verpackt, für Neukunden Werbematerial zusammengestellt oder Einlieferungsbelege für Briefe mit Einwurfeinschreiben angefertigt. Weitere Aufgaben waren z.B. durchführen von Bestellungen verschiedener Inhalte, Besorgen von Büromaterial aus dem Lager für meine Kollegen und am Morgen das Vorbereiten
des Lieblingsspielzeug der Bankmitarbeiter - die Kaffeemaschine😉. Am Ende des Tages habe ich diese natürlich auch wieder gereinigt.
 
Mittlerweile habe ich die Abteilung gewechselt und bin die nächsten 4 Wochen im Zentralen Vertrieb / Marketing. Die erste Woche in dieser Abteilung liegt auch schon hinter mir. Meine bisherigen Aufgaben waren z.B. das Schreiben von Karten für runde Geburtstage oder Jubiläen, Präsente für unsere jüngsten Kunden zusammenstellen und die Inventur der Printmedien (Flyer, Anlagekriterien, Mappen). Bisher gefällt es mir hier ganz gut, die Kollegen sind alle sehr nett und ich freue mich auf die nächsten Wochen.

Bis bald,
Euer Justin

Donnerstag, 17. September 2020

Hammerfall!


In der Zeit zwischen meinem letzten Beitrag und heute hat sich einiges verändert und der Tag X rückt immer näher. Und das in mehreren Hinsichten.

Beziehungsweise in einigen Dingen ist der Hammer auch schon gefallen. Denn wir haben es nun geschafft. Auch wir haben uns am 05.09.2020 von „bank21“ (unserem alten System) verabschiedet und arbeiten nun mit „agree21“. Das klingt vielleicht nicht so spektakulär, aber unsere Bank hat sich schon sehr lange mit einem festen Projektteam auf diesen Tag vorbereitet und gerade die erste Woche war ziemlich aufregend. Denn, auch wenn wir schon in der Testversion mit dem Programm arbeiten konnten, ist es dann im Alltag, beispielsweise vor dem Kunden, noch mal eine ganz andere Sache. Aber mit etwas Übungen wird es sicherlich jeder Kunde mit der Zeit schaffen, genauso schnell, wenn nicht noch schneller, mit dem Programm zu arbeiten. Und zur Not haben wir auch noch Ansprechpartner bei unserer Partnerbank in Altenburg und von der Fiducia und GAD (die
Experten für alle Themen rund um Banking), die uns bei allen Angelegen tatkräftig zur Seite stehen.

Während ich bei meinem letzten Beitrag noch im Empfang war, sitze ich mittlerweile in der vbi - also unserer Immobilienabteilung. Mehr oder weniger als Vertretung, während Frau Schlicht im Urlaub ist. Mehr oder weniger deshalb, einfach weil meine Einarbeitung immer nur die Woche davor für 2-3 Stunden nachmittags an drei Tagen stattgefunden hat und jedes Objekt, welches die vbi anbietet, so individuell ist, dass man es gar nicht schaffen kann, jede Besonderheit zu wissen. So versuche ich bestmöglich das Tagesgeschäft zu erledigen und sollten alle Stricke reißen, ist auch noch Herr Prüfer da, der mir in den meisten Fällen auch weiterhelfen kann. In meiner ersten Woche habe ich auch schon mal Carmen gefragt, wo ich was im Programm finde. Sie hat nämlich schon sehr oft in der vbi ausgeholfen und stand mir gleich mit Rat und Tat zur Hilfe.
 
Und anders als geplant, bin ich auch nicht im Service nach dem Cut-Over gelandet, sondern habe meinen Platz als Vertretung behalten. Nach zwei Wochen läuft das auch schon bedeutend besser als am ersten Tag. Wie sagt man so schön? Man wächst mit seinen Aufgaben! Und ich muss sagen, dass mir die Arbeit mit Immobilien wirklich Spaß macht und ich doch etwas traurig sein werde, wenn ich meinen Platz hier gegen eine andere Abteilung eintausche. Aber ich bin mir sicher, dass ich auch in meiner nächsten Abteilung wieder vieles lernen werde.

Aber nicht nur mein Einsatzplan hat sich in den letzten Wochen geändert, sondern auch meine Dauer der Ausbildung, denn ich werde Niklas und Carmen folgen und meine Ausbildung auf 2,5 Jahre verkürzen. Nicht nur aus dem Grund, dass uns die Bank die Möglichkeit dazu gibt und meine Noten das Ganze zulassen, sondern auch, weil ich so schnell wie möglich meinen ersten Schritt meiner beruflichen Ausbildung beenden möchte, um dann so das Studium zu beginnen. Das dauert zwar auch noch bis 2022, aber durch das gesparte halbe Jahr kann ich, wenn alles so läuft, wie ich es mir vorstelle, vor dem Beginn meines Studiums noch ein gutes halbes Jahr Berufserfahrung sammeln. Und diese Erfahrung hoffentlich auch während meines Studiums beibehalten, denn ich möchte nicht klassisch studieren, sondern entweder über den dualen Weg, welcher auch von der Volksbank angeboten wird oder den Fachwirt machen.
Aber bevor es da in die konkrete Planung geht, heißt es erstmal das Etappenziel Zwischenprüfung, meistern.

Ihr seht also, während der Ausbildung kann es auch ganz schön Schlag auf Schlag gehen und eigentlich gibt es immer etwas anderes zu erleben.

Also bleibt alles gesund und behaltet Eure Ziele im Auge!

Montag, 14. September 2020

Von Konto zu Kunde

Hallo Ihr Lieben,

so - ich melde mich diesmal aus einer anderen Abteilung wieder, denn ich habe einen Abteilungswechsel vollzogen.

Aber noch mal kurz zur Zusammenfassung: Ich war jetzt eine ganz lange Zeit in der Marktfolge Passiv, in der ich sehr viel über Konten und das Thema Karten gelernt habe. Es war so eine schöne Zeit, da ich mich dort richtig gut eingelebt und mich auch sehr gut mit den Mitarbeitern verstanden habe. Ich habe sehr viel gelernt und konnte am Ende viele Vorgänge alleine ausführen. Aber wie heißt es so schön: Alles Schöne ist auch mal vorbei.


Das soll natürlich nicht heißen, dass meine neue Abteilung nicht schön ist. Mein Abteilungswechsel ging in das Kundenzentrum. Auch dort wurde ich herzlich begrüßt und in das Team aufgenommen. Erst einmal wurden mir die Arbeitsabläufe erklärt und welche Aufgaben dort täglich anfallen. Jetzt bin ich schon fast drei Wochen dort und habe mich auch da super eingelebt. Ich darf schon einige Mails eigenständig beantworten. Aber es geht natürlich nix ohne eine nochmalige Kontrolle eines Mitarbeiters an den Kunden raus.

Ich hoffe ich kann dann auch bald mit den Kunden telefonieren. Klar habe ich davor etwas Angst, aber die wird sich dann bestimmt legen, wenn ich das ein bisschen öfter gemacht habe. Ich sage mir: Man soll alles nehmen wie es kommt und nix erzwingen!

Und damit entlasse ich euch jetzt in eine entspannte und hoffentlich sonnige Woche!

Wir hören uns bald wieder.

Eure Jenny

Donnerstag, 10. September 2020

Das war es mit dem ersten Lehrjahr

Und nun ist es offiziell rum. Seit dem 01.08.2020 habe ich das erste Lehrjahr beendet. Bleiben also noch zwei Jahre und bedeutet, dass ich in einem halben Jahr schon die Hälfte der Ausbildung geschafft habe.

Ich habe ja bereits angerissen, dass die Zeit für mich gefühlt verflogen ist und es sich so anfühlt, als hätte ich gestern noch Kälberboxen in der Agrargenossenschaft ausgemistet. Auch wenn nicht alles nach Plan verlief, würde ich trotzdem behaupten, dass ich bereits sehr viel gelernt habe und die Vorfreude auf die restliche Zeit groß ist. Und ich bin mir sicher, dass auch die Zeit bis zur Abschluss Prüfung schnell vergehen wird.

Los ging es mit dem bekannten Praktikum in der Agrargenossenschaft. Welches definitiv ein ungewöhnlicher Einstieg in die Bankenausbildung darstellte, aber auch hier konnte man schon viel lernen. Dann ging es für mich im Kundenzentrum, im Marketing und der Immobilienabteilung weiter und schließlich war eigentlich eine längere Zeit im ServiceCenter geplant, welche jedoch aufgrund der Pandemie um die Hälfte verkürzt wurde. Danach habe ich jeweils noch mal eine Woche im Kundenzentrum und eine in der Kreditabteilung ausgeholfen, ehe ich in der Marktfolge Passiv eingesetzt wurde. Von meinen Aufgaben in der Abteilung habe ich euch ja bereits in meinem letzten Beitrag erzählt. Mittlerweile bin ich (etwas später als geplant) im Empfang beziehungsweise der Post. Hier habe ich dann auch meine erste Vertretung im Oktober, während Frau Seidel im Urlaub ist. In meiner ersten Woche konnte ich bereits sehr viele der Arbeitsabläufe des Arbeitsplatzes kennenlernen, weswegen ich für die zwei Wochen allein, nach insgesamt fünf Wochen Einarbeitungszeit bestens gerüstet sein werde.

Dann gab es natürlich noch die beiden Seminare. Angefangen mit den Grundlagen zur Beratung in Baunatal und das zweite zum Thema Liquidität. Zwar aufgrund der Pandemie im Homeoffice, aber auch das wurde gut organisiert und so waren beide Seminare trotzdem sehr lehrreich und ich konnte bereits viel für die praktische Arbeit und vor allem für die Berufsschule und meine Abschlussprüfung mitnehmen.

Im Oktober ging es dann auch mit der Berufsschule los und in unserer Berufsschulwoche, Mitte Juli, gab es unser erstes Zeugnis. Mein Fazit: ich bin zwar zufrieden mit meiner Leistung, aber habe mir vorgenommen, mich für das zweite Lehrjahr trotzdem zu verbessern und bin schon gespannt wie ich in der Zwischenprüfung, die für den 24.02.2021 angesetzt ist, abschneide. Bei uns geht diese zwar noch nicht mit in die Abschlussnote ein, aber es ist eine gute Möglichkeit, um den aktuellen Leistungsstand zu prüfen und so kann man auch schon mal unter Prüfungsbedingungen testen, wie weit man bereits ist.

Auch wenn einige Veranstaltungen, wie unsere Generalversammlung, für 2020 abgesagt wurden und wir diese somit noch nicht miterleben konnten, würde ich behaupten, dass wir bereits einen guten Einblick in das Bankenleben in der Volksbank Eisenberg und EthikBank erhalten haben. Und bin mir sicher, dass auch unser zweites Lehrjahr nicht langweilig wird, denn das startet schon mit einer großen Umstellung und zwar der Migration. Genauer gesagt stellen wir unser Bankensystem um. Aber dazu erzähle ich euch mehr, wenn das System vollständig umgestellt ist.

Mein Fazit: Der Wechsel vom Studium zur Ausbildung als Bankkauffrau war genau das Richtige und ich bin sehr gespannt, was in den nächsten zwölf Monaten noch alles passieren wird. 

Bis bald,

Eure Viktoria

Dienstag, 8. September 2020

Der Countdown läuft…

Hallo Ihr Lieben,

Seit August bin ich wieder im Backoffice! Zuletzt war ich ja in der Anlageberatung, also „auf der Bühne“, und habe so viel wie möglich über Beratungsgespräche mit Kunden gelernt und durfte auch selbst einmal „das Ruder übernehmen“. Dieser Abschnitt meiner Ausbildung ist nun erst einmal vorbei und ich bin ab sofort in der Marktfolge Passiv.

Aber was ist das? Bedeutet Passiv, dass man nur kontrolliert und nichts „aktiv“ tut?  Weit gefehlt! Der Name bedeutet nur, dass hier hauptsächlich „Passivprodukte“ bearbeitet werden, also alles, was in der Bilanz einer Bank auf der Passivseite zu finden ist. Das sind zum Beispiel Konten, vor allem Giro- aber auch Tagesgeldkonten und Sparpläne. Auch Verträge für Dispokredite und Kreditkarten werden hier erstellt und den Kunden auf Antrag zugeschickt. Außerdem kümmern wir uns in der Marktfolge Passiv um den Kartenservice. Sobald also irgendetwas mit Karten (nicht nur Kredit, sondern auch Girocards) zu tun ist, sind wir zur Stelle: Die Karte funktioniert nicht mehr? PIN vergessen? Karte verloren? Oder vielleicht sogar verdächtige Abbuchungen bemerkt? Kein Problem, wir kümmern uns sofort darum. Vielleicht soll aber auch ein anderer auf einem Konto bevollmächtigt werden, nur für den Fall der Fälle? Auch das richten wir hier ein. Und das ist noch längst nicht alles, denn auch die Kontowechselhilfe wird hier bearbeitet, ebenso wie Kontoschließungen, etc.

Da die Aufgaben so breit gefächert sind, gibt es noch einmal eine Art „Unterabteilungen“, sodass die Aufgaben aufgeteilt und die Arbeitsprozesse effektiver gestaltet werden können: Kontoführung, Kontoservice, Depotführung und eigentlich auch die Datenkontrolle.

In die Depotführung darf ich am Ende meiner Zeit in der Marktfolge Passiv auch noch. Da lerne ich dann unter anderem die Wertpapierverwahrung kennen oder die Besonderheiten bei der Anlage in „Teilhaber“ (wir sind ja eine Genossenschaftsbank, das heißt, es werden keine Anteile am Unternehmen erworben, sondern Mitgliedschaften). Das ist natürlich längst noch nicht alles, aber ich will euch ja auch nicht erschlagen... deshalb dazu an anderer Stelle mehr.

Wenn ich mal nicht mit Konto- oder Kartenanträgen beschäftigt bin, versuche ich möglichst viel mit Agree21, unserem neuen Programm, zu arbeiten. Das heißt, ich nehme mir einen gerade bearbeiteten Fall und spiele ihn noch einmal durch. Finde ich die Felder, in denen ich die entsprechenden Informationen eintragen muss? An welcher Stelle in den Arbeitsabläufen kommen jetzt die einzelnen Arbeitsschritte? Im Grunde müssen wir also alles noch einmal lernen, so als ob sämtliche mir bekannten Straße auf einmal gesperrt sind und ich muss trotzdem irgendwie von Punkt A nach B kommen: Ich weiß, wo ich hin will, nur den Weg zu finden dauert am Anfang sehr lang. Aber auch diese Strecke werde ich irgendwann wie im Schlaf beherrschen. Und das hoffentlich relativ bald, denn im September ist die Umstellung.

Und dann geht es in die nächste Abteilung, denn ab Oktober, also nach der Migration, darf ich noch einmal für ein paar Wochen in die Datenkontrolle. Gelernt habe ich die Arbeitsabläufe in Bank21 und obwohl die Aufgaben gleichgeblieben sind, ändern sich ja die einzelnen Arbeitsschritte und wo man das zu Prüfende überhaupt findet.

Ihr seht, es bleibt spannend in der Volksbank Eisenberg!

Bis zum nächsten Mal

Eure Carmen

Mittwoch, 2. September 2020

Schulung als Azubi leiten?

Hallo meine lieben Leser des Azubi-Blogs!

Gut einen Monat ist es her, dass ihr von mir gehört habt. Ihr seid es ja gewohnt aufregende Storys eines Azubis zu lesen und genauso geht es heute weiter. Wie ihr sicherlich wisst - die Volksbank schläft nie. 😉

Mein heutiges Thema widmet sich der Migration. Mir wurde die Aufgabe zu Teil eine Schulung über gewisse Grundlagen von Agree21 an meine Kollegen weiter zu geben.

Im ersten Moment war ich etwas überfordert, da ich selbst nicht den Durchblick in dem neuen Programm hatte und ich mir irgendwie das Wissen aneignen musste. ABER Herausforderung angenommen. Ich besprach mich mit meiner Abteilungs-leiterin, über welche Themengebiete diese Schulung gehen sollte und wie man sie handlungsorientiert und praxisnah an die Kollegen vermittelt. Nach dem der Grundriss stand, hieß es vorbereiten. Ich hatte gut eine Woche Zeit mir darüber einen Kopf zu machen, was und vor allem wie ich es rüberbringe.

Mit der Zeit wurde ich immer sicherer und wusste recht schnell wo und mit welchen Mausklicks ich die gewünschten/benötigten Informationen bekomme. Nun musste ich nur noch an meinem Vortrag schustern. Gesagt getan! Mithilfe von Karteikarten, die by the way die größten Karteikarten waren, die ich je gesehen habe 😄, war auch dieser Punkt erledigt.

Geplant war eigentlich, dass 7 Kollegen am Dienstag an meiner Schulung teilnehmen… ich sag mal so: es waren dann doch 14 Personen. 😆 Um ehrlich zu sein, war ich etwas aufgeregt, weil man ja selbstverständlich Wissen vermitteln möchte und auch ein sicheres Auftreten suggerieren will. 13 Uhr war der Start und angesetzt waren 30 Minuten mit realistischen Praxisfällen und komprimierter Wissensvermittlung. 😀

Als es dann 13 Uhr soweit war, gab es kein Zurück mehr. Jetzt hieß es abliefern. Nach anfänglicher Aufregung hatte ich mich dann in einen „Flow“ gesprochen und alles lief glatt. Es gab interessante Fragen, die ich größtenteils beantworten konnte. Einige Unklarheiten notierte ich mir, klärte diese im Nachhinein ab und teilte die Lösung meinen Kollegen mit.  All in all war ich wirklich zufrieden und ich hoffe meine Kollegen auch. 😊 Was mir definitiv zugute gekommen ist, dass ich kein Problem damit habe vor Menschen, egal ob vor Freunden oder Arbeitskollegen, zu sprechen.

Nach dieser Erfahrung bin ich wieder in meine Abteilung, der Kreditservice, zurückgegangen.

Jetzt habt ihr mal wieder einen Einblick darüber bekommen, wie es dem (bis jetzt) einzigen männlichen Azubi ergeht. Aber vielleicht ändern sich dieses ungleiche Verhältnis ja schon sehr bald… wer weiß 😉

Das soll es jetzt erstmal von mir gewesen sein! Genießt euer Wochenende und bleibt vor allem gesund!

Bis zum nächsten Mal!

Euer Niclas

Eintauchen in andere Arbeitswelten

Vier Auszubildende der Volksbank Eisenberg beginnen ihre Ausbildung zum Bankkaufmann mit einem Praktikum auf dem Bauernhof

Derzeit in einem Büro zu arbeiten, ist aufgrund der andauernden Corona-Situation nicht immer einfach. Auch in der Volksbank Eisenberg regelt ein umfangreiches Hygienekonzept die Zusammenarbeit in geschlossenen Räumen und schützt so die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die neuen Auszubildenden allerdings sind davon noch nicht betroffen – sie arbeiten momentan überwiegend an der frischen Luft. Denn an den Anfang ihrer Ausbildung hat die Bank ein Praktikum auf dem Bauernhof gestellt. Zwei Wochen lang füttern die vier jungen Männer Kühe und Pferde, führen die Tiere auf die Koppel und misten Ställe aus – unter der Anleitung erfahrener Landwirte der Agrargenossenschaft Buchheim-Crossen. 

„Ich habe mich am Anfang zugegebenermaßen schon gefragt, warum wir hier auf dem Bauernhof sind und was das Ganze mit einer Bankausbildung zu tun hat“, sagt Mehmet Öksüz, einer der jungen Nachwuchsbanker. „Allerdings habe ich erfahren, dass viele unserer Kunden in der Landwirtschaft oder auch im Handwerk arbeiten – und da ist es gut, deren Arbeitsumfeld auch einmal direkt mitzuerleben.“ Schließlich freue sich der 18-jährige Leipziger besonders auf den Austausch mit den Kunden in der Bank – die aktuellen Eindrücke können dafür sehr hilfreich sein. Auch sein neuer Kollege Tim Fleischer, der ebenfalls aus Leipzig kommt, kann dem Praktikum viel Gutes abgewinnen. „Wir erhalten hier einen Einblick darin, wie schwer es ist, Lebensmittel herzustellen, und welchen Aufwand beispielsweise die Produktion von Milch verlangt. Diese Gelegenheit bekommt man nicht oft, wenn man eigentlich in einem Büro arbeitet“, sagt der 18-Jährige und beweist damit, dass die Azubis verstanden haben, warum sie statt den Anzug erst einmal die grüne Latzhose überstreifen sollen.

„Genau diese Sensibilisierung für ganz andere Arbeitswelten als die in einer Bank sowie für soziale und ökologische Themen möchten wir mit unserem eher ungewöhnlichen Ausbildungsstart erreichen“, sagt Katrin Spindler, Vorstandsmitglied der Volksbank Eisenberg. „Schließlich werden genau diese Themen neben den klassischen Inhalten einer Banklehre während der kommenden drei Jahren in der EthikBank ganz besonders im Fokus stehen.“ Denn die Bank hat ihr Geschäft nach strengen sozial-ökologischen Anlagekriterien ausgerichtet. Man wolle den Blick der jungen Menschen öffnen, damit sie später aus dem Büro heraus weitsichtige Entscheidungen treffen können.

Für John Armand Rettke waren genau solche Idee ein gewichtiger Grund, sich für die Ausbildung in der Volksbank Eisenberg zu entscheiden. „Bankkaufmann ist ein sehr vielseitiger Beruf und ich freue mich darauf, viel über Finanzen und Wirtschaft zu lernen, und alle Abteilungen in der Bank kennenzulernen“, sagt der 19-Jährige aus Gera. „Und solche unerwarteten Erfahrungen wie die hier auf dem Bauernhof – etwa den sensiblen Umgang mit den Pferden – nehme ich gern mit.“


Auch sein Mitstreiter Justin entschieden, da ihn die Themen Finanzen und Wirtschaft in der Schule viel Spaß gemacht und sein Interesse geweckt haben. Umso spannender sei es, sich über die gemeinsamen Interessen bereits zu Beginn auszutauschen. Auch das sei ein Ziel des Praktikums, informiert Katrin Spindler. „Kooperation wird bei uns groß geschrieben – und deshalb wollen wir die neuen Auszubildenden dabei unterstützen, dass sie sich gleich zu Beginn kennenlernen, als Team zusammenwachsen und sich während der Lehrzeit unterstützen.“ Ehemalige Azubis berichteten rückblickend, dass es gerade diese Offenheit, die sich in solchen Initiativen widerspiegelt, sei, die die Volksbank Eisenberg zu einem attraktiven Ausbildungsunternehmen mache. „Wir übertragen unseren Nachwuchskräften schon früh Verantwortung, denn dieses Vertrauen zahlt sich einfach aus“, sagt Spindler. „Viele von ihnen bleiben nach der Lehrzeit hier im Haus. Einer von ihnen gehört inzwischen dem Vorstand an – ein zweiter stößt in Kürze dazu“.

 

Mittwoch, 26. August 2020

Neu neu neu!

Hallo Ihr Lieben,

ein Jahr ist jetzt vorbei und die neuen Azubis haben bei uns Ihre Ausbildung begonnen. Für den ersten Tag habe ich eine besondere Aufgabe bekommen - ich durfte sie durch das Haus führen und mit allen Leuten bekannt machen. Und da habe ich mir eine kleine Überraschung für sie ausgedacht.

Aber zuerst einmal eine kleiner Bericht, wie ich auf die Idee mit der Überraschung gekommen bin. Und zwar habe ich mich an meinen ersten Tag in der Bank erinnert und mir überlegt, was die größte Überraschung war und wie ich diesen Tag so im Großen und Ganzen empfunden habe. Also habe ich mich dazu entschieden, den neunen Azubis eine kleine Zuckertüte zusammen zustellen, wie Ihr auf dem Bild sehen könnt. Das ist natürlich nur eine, selbstverständlich hat jeder Azubi seine eigene erhalten. Die Zuckertüten sind sehr hübsch geworden. Für die „Füllung“ habe ich mich u.a. auch ein bisschen aus der Präsentkiste unseres Verbundpartners der R+V Versicherung bedient, natürlich aber mit Herrn Dewald von der R+V gemeinsam. Und da haben wir auch viele kleine Präsente für die neunen Azubis gefunden, die gleich in die Zuckertüten gewandert sind.

Aber das Aufregendste für die Azubis kam noch… Den ersten Tag habe ich mitplanen dürfen, leider waren aufgrund von Corona die Möglichkeiten etwas eingeschränkt. Die Azubis wurden von mir durch das Haus geführt, damit unsere Mitarbeiter die neunen Azubis kennenlernen konnten. Außerdem lernten die 4 Azubis somit ebenso alle Mitarbeiter sowie das ganze Haus mit all seinen verschiedenen Abteilungen kennen. Ein weiter Programmpunkt des ersten Tages war ein Fotoshooting. Die Fotos könnt Ihr bald sehen, zum einen hier im Blog, denn die neuen Azubis stellen sich demnächst auch hier vor und natürlich auch auf unserer neuen Internetseite.

Also das war es auch schon aus dem Begrüßungskomitee der neunen Azubis. Ich denke, der erste Tag war für die „Neuen“ angenehm und spannend. Ich bin total aufgeregt und freue mich schon sehr auch frischen Wind in unserer Azubi-Runde.

Ich hoffe, wir hören uns bald wieder!

Eure Jenny

 

Mittwoch, 19. August 2020

Mix It Up

Hallo Ihr Lieben,

wie ihr am Titel schon erkennen könnt, gibt es wieder eine Änderung. Laut Ausbildungsplan wäre ich nach meiner Zeit in der Anlageberatung auch noch im Online Banking, im Kundenzentrum und in der Marktfolge Passiv gewesen. Dann kam allerdings Corona und da wir ja sowieso dieses Jahr im September planmäßig unser Betriebssystem umstellen, wurde der ganze Zeitplan etwas … angepasst.

Das bedeutet, dass ich ab August also nach Ende meiner Zeit in der Anlageberatung, nur noch in die Marktfolge Passiv gehe, in der ich bis zum Ende meiner Ausbildung bleibe. Ganz kurz noch zwischendurch – was ist die Marktfolge Passiv? Im Grunde ist das die Abteilung, die für Dinge wie Kontoeröffnung, sämtliche Sachen, die Karten betreffen, Rechnungsabschlüsse, etc. zuständig ist. Außerdem darf ich ein paar Stunden in der Woche im Rechnungswesen aushelfen, sodass ich auch da noch einmal einen guten Einblick bekomme, denn eigentlich ist Rechnungswesen ja kein Teil des praktischen Ausbildungsplanes, sondern nur des theoretischen Teils (sprich: Berufsschule). Aber davon später mehr.

Da wir ja unser Betriebssystem komplett umstellen, müssen wir eigentlich alles noch mal von Anfang an durchgehen. Einige Funktionen sind gleichgeblieben, aber natürlich ändern sich die Pfade, wie man zu den einzelnen Arbeitsprozessen kommt. Deshalb gibt es jetzt auch regelmäßig Schulungen, an denen wir alle teilnehmen müssen (in kleinen Gruppen, sonst wird's zu viel #Sicherheitsabstand). Ich hatte heute eine Grundlagenschulung dazu, da sind wir dann durchgegangen, wie zum Beispiel ein Kunde angelegt wird, wie die SCHUFA abgefragt wird, wie wir die für den Service wichtigen Daten schnell finden und so weiter und so weiter. Das bedeutet ja auch, dass ich pünktlich zu meinem dritten Lehrjahr in einer neuen Abteilung anfange. Und dann kommt gleich noch ein neues Betriebssystem! Wenn man schon neu anfängt, dann gleich von Anfang an, oder😂?

Aber bis es soweit ist, habe ich erst einmal noch knapp zwei Wochen in der Anlageberatung von mir. Das bedeutet, ich nehme noch an so vielen Gesprächen teil, wie ich kann. Denn die mündliche Abschlussprüfung, die Ende Januar stattfindet, ist ein Verkaufsgespräch. Heißt - ich muss anhand einer Situation, die wir vorgegeben bekommen, einen Kunden beraten. Das wird zwar kein echter Kunde sein, sondern ein Prüfer, aber letzten Endes macht das ja nicht wirklich einen Unterschied 😅

Ziel ist auch, dass ich zwischen der schriftlichen Prüfung Ende November und der mündlichen Prüfung noch einmal ein paar Gespräche selbst führe. Zwar darf ich das jetzt schon machen und übe auch schon fleißig (natürlich immer mit einem Berater, der mir über die Schulter schaut), aber da es bis zum Ende ja noch über ein halbes Jahr hin ist, werde ich dann bestimmt ganz schön aus der Übung sein. Deswegen peile ich also noch einmal eine Auffrischung an.

In diesem Sinne verabschiede ich mich erst mal. Wir sehen uns im nächsten (Lehr-)Jahr!

Carmen

Freitag, 14. August 2020

Der Juli

Und immer noch melde ich mich aus der Marktfolge. Auch wenn wohl langsam wieder Normalität einkehrt, läuft unsere Ausbildung noch nicht wieder vollständig in geregelten Bahnen. Aber langsam sind sie wieder erkennbar. Nach einer gemeinsamen Besprechung mit Frau Appelt und Frau Lind haben wir uns darauf geeinigt, dass vorerst eine Lehrunterweisung, die Jenny und ich zum Thema Zahlungsverkehr halten werden, und ein Videogespräch, zum Thema Bausparen, stattfinden werden.

In der letzten Berufsschulwoche war dann schon unser Notenschluss. Da wurde mir erst einmal bewusst, dass wir jetzt beinahe unser erstes Lehrjahr beendet haben. Wo die Zeit hin ist, frage ich mich schon die ganze Zeit und so wirklich erklären, kann ich es mir nicht. Aber ich schiebe es auch etwas auf die Ausnahmesituation seit einem Vierteljahr. Wobei der Anfang des Jahres und insbesondere der Sommer gefühlt immer viel schneller vergehen, als der Herbst und Winter.

Und da ich immer noch in der Marktfolge Passiv bin, nehme ich das gleich mal als Anlass, euch etwas über diese Abteilung zu erzählen. Einen kleinen Einblick habt ihr ja sicherlich schon durch den einen oder anderen Beitrag bekommen. Schließlich umfasst diese Abteilung einen großen Teil der Ausbildung und das nicht ohne Grund. Denn in unserer zweiten Etage gibt es einen Rundumschlag im „Bankeneinmaleins“. Einen großen Teil der Inhalte des Lehrplans findet hier ihr praktisches Pendant. Angefangen bei den Kontoeröffnungsanträgen unserer Direktbank bis hin zur Kreditkarte, wird hier eine Vielzahl an verschiedenen Vorgängen bearbeitet. Und so hat man auch sehr schnell innerhalb der ersten Wochen einen dicken Ordner mit Mustern für die verschiedenen Arbeitsvorgänge.

Auch wenn einem insbesondere die täglichen Aufgaben später routiniert Schritt für Schritt von der Hand gehen, ist man doch ab und an sehr froh über seine Muster. Zum Beispiel, wenn man mal wieder eine Vollmacht auf dem Tisch liegen hat und so einen Fall das letzte Mal vor zwei Wochen in der Hand hatte. Da hilft die eine oder andere Gedankenstütze sehr, um nichts zu vergessen. Zu meinen täglichen Aufgaben in der MFP (kurz für Marktfolge Passiv) gehört morgens die Abfrage der PostIdents, welche die Legitimation für unsere Direktbankkunden darstellen und die Adressänderungen, welche unsere Kunden über ihren Onlinezugang an uns schicken können. Haben sie keinen Onlinezugang oder wollen sie es nicht darüber ändern, müssen Sie uns ein Formular senden. Bei diesem Formular wird dann erst einmal die Unterschrift geprüft. Das alles klingt im ersten Moment vielleicht sehr bürokratisch, aber so verhindern wir, dass Adressen geändert werden, welche gar nicht geändert werden sollten und im nächsten Schritt dann vielleicht eine neue Karte mit einer neuen PIN bestellt wiird, sodass dann ein Betrug mit der Karte nur noch wenige, einfache Schritte entfernt wäre.

Es steckt also oftmals mehr dahinter, als man im ersten Moment glauben mag. Nicht zu vergessen sind natürlich auch einige Vorschriften und Gesetze an die wir als Kreditinstitut gebunden sind. Beispielsweise die Abgabenordnung und das Geldwäschegesetz. Solltet ihr euch für eine Lehre als Bankkaufmann oder- frau entscheiden, werdet ihr heute nicht das letzte Mal von diesen gehört haben. Wenn dann die tägliche Post kommt, geht es weiter mit der Prüfung der neuen Kontoeröffnungs
anträge. Schließlich wollen wir Betrügern keine Chance geben und dafür haben wir einige Punkte, die wir bei jedem Konto überprüfen.

Außerdem überprüfen wir die Vollständigkeit der Unterlagen. Welche wir benötigen variiert natürlich je nachdem wer, welches Kontomodell eröffnen möchte. Grundsätzlich gibt es hierbei schon einmal zwei grobe Unterscheidungen in die natürlichen und juristischen Personen. Auch das sind zwei Begriffe, die ihr entweder schon mal im Wirtschaftsunterricht gehört habt oder euch dann in der Berufsschule jede Woche aufs Neue begleiten wird. Denn die Ausbildung hat entgegen der geläufigen Meinung nicht nur mit Zahlen zu tun, sondern auch viel mit wirtschaftlichen Grundlagen und auch gesetzlichen Grundlagen, nach denen wir uns richten müssen.

Bleibt schön gesund und bis zum nächsten Mal
Eure Viktoria

Dienstag, 4. August 2020

Arbeitsvertrag?

Hallo meine lieben Leser des Azubi-Blogs - ich melde heute wieder zu Wort mit einem selbst für mich überraschenden Thema.

Bevor wir aber in das Thema rein springen, gibt es noch eine kurze Vorgeschichte. Carmen und ich sind diese Woche wieder im Homeschooling, vollgepackt mit Aufgaben und Fallstudien werden wir unser Wissen tiefen und erweitern. Wie jeden Morgen stehe ich 07:30 Uhr auf, bereite mir mein Frühstück vor und checke meine E-Mails. Soweit nichts Außergewöhnliches... Eine E-Mail hat mich aber ehrlich gesagt etwas verwundert. Unsere Personalchefin schrieb mir, dass in meiner Personalakte noch kein unterschriebener Arbeitsvertrag vorliegen würde. Mich persönlich hat dies nicht gewundert, da ein Arbeitsvertrag noch nie ein Thema gewesen, also rief ich sie kurzer Hand an.

Nach einer freundlichen Begrüßung und einem kurzen Plausch wurde das eigentliche Thema angesprochen. Und ja was soll ich sagen 😁 -  Ich werde demnächst meinen Arbeitsvertrag unterschreiben. Vielleicht fragt ihr euch jetzt "Warum denn jetzt schon?". Das liegt zum einen daran, dass ich meine Ausbildung nun wirklich verkürzen werde, da meine Zeugnisnoten die IHK überzeugt haben. Wenn ihr diesen Beitrag lesen werdet, habe ich mit Sicherheit schon meinen Zulassungsbescheid erhalten und an die Bank weitergesendet. 😊

Und zum anderen, möchte mich die Bank nach Beendigung meiner Ausbildung fest übernehmen 😋 Irgendwie fühlt sich das gerade komisch an. Es klingt merkwürdig aber mir ist ein kleiner Stein vom Herzen gefallen und es fühlt sich gut an. 😉 Was man alles erreichen kann, wenn man sich ein bisschen dahinter klemmt!!! Ich werde euch definitiv auf dem Laufenden halten, wenn die nötigen Unterschriften erbracht wurden.

Bis dahin, genießt euren Sommer und lasst es euch gut gehen!

Euer Niclas

Dienstag, 21. Juli 2020

2,5 Jahre oder doch lieber 3 Jahre Ausbildung?

Hallo ihr engagierten Leser des Azubi-Blog. Nach längerer Zeit hört ihr mal wieder was von mir. Wie ihr im Titel schon lesen könnt, geht es heute um die Frage, ob ich meine Ausbildung verkürze oder doch regulär nach drei Jahren abschließe.

Meine Ausbildung: verkürzt oder regulär?
Ich persönlich habe mir darüber einige Gedanken gemacht, einfach aus dem Grund, da mein Abschlusszeugnis maßgebend für meine berufliche Zukunft ist. Offensichtlich möchte ich somit meine Ausbildung bestmöglich abschließen. Vor der ganzen Pandemie rund um Corona war ich mir ziemlich sicher, meine Ausbildung nach 2 1/2 Jahren gut abschließen zu können, allerdings muss man jetzt auch realistisch sein. Carmen und mir fehlen jetzt gute 2 Monate Berufsschule und das Wissen müssen wir uns ebenfalls selber aneignen, da es keine Aufgaben für zuhause gab. Vielleicht kennen ja einige von euch das Thüringer Schulportal, mit dem Schulen/Berufsschulen jetzt arbeiten, um Arbeitsaufträge im Homeschooling Style zu erteilen. Keine Frage, dass Schulportal ist in der Theorie etwas wirklich gutes, damit Azubis auch von zuhause etwas lernen. ABER: ich denke, dass ich für eine Mehrheit spreche, wenn ich sage, dass ein Lehrer in einigen Fällen doch ziemlich nützlich ist. Vor allem wenn es darum geht, einen Sachverhalt oder ein Themengebiet auf eine andere Art und Weise zu erklären. Dieser doch ziemlich wichtige Aspekt fällt leider während des Homeschooling weg. 

Mit Engagement und etwas Fleiß ist das jedoch trotzdem möglich. In Zeiten von TheSimpleClub, Wirtschaftsfluss und ähnlichen Youtube Kanälen kann man sich so ziemlich für jedes Thema eine zweite oder auch dritte Erläuterung einholen. 

Wäre es nur dies, was wir uns selbstständig erarbeiten müssen - kein Problem, allerdings kommt ja noch ein halbes Lehrjahr hinzu, und zwar rund um das Thema Auslandszahlungsverkehr, Gewinn- und Verlustrechnung im Rechnungswesen etc.

Soooo… genug negative Energie verbreitet, jetzt geht es wieder an das positive Mindset. Ich werde mir natürlich größte Mühe geben, weiterhin die Ausbildung nach 2 1/2 Jahren zu absolvieren, auch unter diesen neuen Bedingungen.
Die IHK wird ebenfalls endgültig entscheiden, ob sie mich vorzeitig Auslernen lassen, sobald sie mein Zeugnis des zweiten Ausbildungsjahres vorliegen haben.

Ihr kennt es ja von mir, ich werde euch auf dem Laufenden halten!
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit mit viel Sonne und wenig Kopfschmerzen!

Euer Niclas

Mittwoch, 15. Juli 2020

Normalität


Liebe Leserinnen und Leser,

nun melde ich mich auch mal wieder aus der Corona Zeit wieder. Langsam kehrt ja wieder etwas Normalität ein. Wir sitzen seit einiger Zeit nicht mehr in einem Einzelbüro, sondern haben einen Plexiglasscheibe zwischen zwei Arbeitsplätzen. Auch außerhalb der Arbeit normalisiert sich wieder vieles.

Na, dann mal kurz etwas zu meinem Tagesablauf. Ich bin weiterhin in der Marktfolge Passiv eingesetzt und unterstütze die Mitarbeiter dort, wo ich nur kann. Bei uns gibt es immer viel zu tun und es wird jede helfende Hand benötigt.

Es hat sich auch privat etwas geändert. Ich gehöre dieses ja auch zu den Leuten, die Ihren Geburtstag in der strengen Corona Zeit hatten. Und dann war es auch noch der 18. Geburtstag. Auch meine Kollegen in der Abteilung haben daran gedacht. Mein Arbeitsplatz war schön geschmückt und ich habe auch etwas Kleines bekommen. Darüber habe ich mich natürlich in dieser besonderen Zeit, ohne große Feier, auch sehr gefreut.

Nach meinem Geburtstag wäre ich eigentlich im zentralen Vertrieb eingesetzt gewesen, aber aufgrund dieser besonderen Zeit, bin ich ja weiterhin in der Marktfolge Passiv eingesetzt. Mir gefällt es hier auch weiterhin sehr gut und ich lerne auch täglich etwas Neues. Es ist also nicht so, dass man sich nur mit den Aufgaben beschäftigt, welche man schon gelernt hat, sondern es wird auch versucht, einen so vieles wie möglich beizubringen. Wenn man viel Neues lernt ist das auch gut für die Mitarbeiter, diese können sich auch die schwierigeren Dinge konzentrieren und man kann Ihnen einfach helfen.

Deshalb muss ich sagen, dass ich sehr froh bin hier in dieser Abteilung, über die Corona Zeit, zu sein. Und mich mit neuen Aufgabenstellungen und auch Schwierigkeiten auseinander zusetzten.

Leute haltet die Ohren steif, bleibt gesund und stay home.

Wir hören uns bald wieder!

Eure Jenny

Mittwoch, 8. Juli 2020

Seminar, Klappe die Zweite

Vom 25. bis 29. Mai hieß es für Jenny und mich auf ins zweite Abenteuer „Seminar“. Wenn auch etwas anders als geplant, denn nach wie vor finden Seminare nicht als Präsenzveranstaltung statt, sondern werden über eine Telefonkonferenz in Kombination mit einem „Webinarraum“ gehalten. Somit sind wir den Sonntag vor Beginn also nicht hoch nach Rendsburg gefahren, sondern am Montag ging es an unsere Arbeitsplätze in der Bank. Die Woche davor hatten wir per E-Mail schon einmal die Zugänge erhalten, doch wie wir uns das vorstellen konnten, wussten wir nicht.

Das Thema lautete im Übrigen „Liquidität“. Grob zusammengefasst haben wir also zuerst allgemeine rechtliche Grundlagen besprochen und sind dann über gegangen zur Kontoführung. Dabei haben wir insbesondere die Führung „besonderer“ Konten thematisiert, beispielsweise Konten von Minderjährigen oder von Notaren, die für ihre Kunden ein Konto führen – sogenannte Anderkonten. Dann haben wir uns noch mit der Geldanlage, insbesondere der staatlichen Förderung von speziellen Geldanlagen, beschäftigt. Jeder von euch hat sicherlich bereits etwas von der Riesterrente gehört. Diese war beispielsweise Thema, ebenso wie das Bausparen und somit auch die Wohnungsbauprämie. Ihr könnt euch jetzt wohl in etwa vorstellen wie viel Informationen wir innerhalb einer Woche bekommen haben. Und ich bin wirklich froh, dass wir das meiste davon schon einmal in der Berufsschule hatten.

Apropos Berufsschule: Nach dem wir den letzten „Block“, welcher nur aus einem Tag in der Schule bestand, beendet haben, kann ich euch dazu nun auch mehr sagen. Die restlichen Tage haben wir mit Aufgaben für die einzelnen Lernfelder somit von zu Hause aus gearbeitet. Für den nächsten Block haben wir zwar auch noch verkürzten Unterricht, aber zumindest lässt sich eine Tendenz Richtung Alltag vermuten. Sieht man mal von der Maskenpflicht in den Fluren und der Tatsache, dass unsere sowieso schon kleine Klasse nochmals geteilt worden ist, ab.

Aber zurück zum Seminar. Unser erstes Seminar hatten wir ja zu den Grundlagen der Beratung und ich war doch etwas überrascht als wir auch in diesem Seminar wieder Beratungsgespräche zur Kontoführung und Anlage auf Konten hatten. Ich bin zumindest anfangs davon ausgegangen, dass es bei den Seminaren eine strickte Trennung gibt. Warum kann ich euch auch gar nicht so genau sagen. Aber ich bin froh darüber, dass es nicht so ist, denn so konnten wir auch dieses Seminar noch mal als Übung für unsere mündliche Prüfung nutzen und das gefestigte Fachwissen direkt anwenden. Mein Resümee zum Webinar ist also alles in allem positiv, aber verglichen zu unserem ersten Seminar ist es natürlich etwas ganz anderes. Es war schon etwas komisch zwar eine Woche lang immer wieder in Gruppen zusammen zu arbeiten, aber trotzdem kein Gesicht zu den einzelnen Stimmen zu haben.

Auch war es für unsere Seminarleiterin immer wieder schwierig, uns die Inhalte so zu vermitteln, wie Sie es normalerweise machen würde, wenn wir mit Ihr in einem Raum gewesen wären, da die Gruppenarbeiten immer viel Zeit, allein schon durch die Technik, in Anspruch nahmen. Die Technik funktionierte, insbesondere bei Jenny und mir, meist nicht ganz so, wie sie sollte. Entweder wir wurden aus der Telefonkonferenz geworfen oder aus dem „Webinarraum“. Bei mir kamen die Gruppenanrufe, die über WhatsApp liefen, meist nicht einmal durch. Deshalb haben wir dann, nach Rücksprache mit unserer Personalerin, ab Mittwoch von zu Hause ausgearbeitet, da lief dann auch die Technik. Dort verging die Zeit auch wie im Flug und plötzlich war Freitag 14 Uhr und wir haben die E-Mail mit den Zugangsdaten zur Klausur bekommen. Beim letzten Seminar sind wir ja noch darum herum gekommen eine Klausur schreiben zu müssen, aber dieses Mal hieß es 45 Minuten lang volle Konzentration. Ich bin immer noch der Meinung, dass Ankreuzaufgaben nicht unbedingt leichter sind, also eine offene Fragestellung, auf die man antworten muss. Denn gerade bei der Fragestellung der IHK kommt es auf jedes kleine Wort an und wenn man dann durch die Nervosität oberflächlich wird, kann das durchaus schief gehen.
Meine Devise war also in Ruhe die Frage und die möglichen Antworten durchlesen und dann, sollte ich es nicht direkt wissen, über das Ausschlussprinzip gehen.


Mittlerweile haben wir auch unser Zertifikat mit dem Ergebnis der Klausur bekommen und scheinbar war meine Methode gar nicht mal so verkehrt.

Dann bis zum nächsten mal,
Eure Viktoria

 

Mittwoch, 1. Juli 2020

In Krisen muss man improvisieren, um zum Ziel zu kommen…

Hallo ihr Lieben,

ich bin zurzeit im letzten Schulturnus vor meinem dritten Lehrjahr. Und ehrlich gesagt bin ich ziemlich erleichtert, dass das zweite Lehrjahr vorbei ist: Es war das turbulenteste und gleichzeitig einflussreichste bisher.

Zuerst einmal hatten wir ja den Schulwechsel von Gera nach Jena hinter uns. Neue Schule heißt neue Lehrer und mit denen kommen bekanntlich auch andere Aufgabenstellungen, andere Erwartungshorizonte, etc. Und kaum hat man das geschafft, wird sämtlicher Schulbetrieb ab März bis auf weiteres ausgesetzt, dank Corona. Das war für mich gleich doppelt ungünstig. Warum?

Wie ihr ja wisst, möchte ich gern meine Ausbildung auf zweieinhalb Jahre verkürzen, sodass ich schon zum Jahreswechsel ausgelernt habe. Dafür mussten sowohl mein Arbeitgeber, die Schule und die IHK zustimmen. Zwei von drei hatte ich schon, nur die Entscheidung der IHK fehlt noch, die sollte anhand des Ergebnisses der Zwischenprüfung getroffen werden. Alles lief glatt, bis diese ebenso ausfiel #itscoronatime. Au weia… Und wie geht es jetzt weiter? Nach einiger Ungewissheit kam dann aber endlich eine Lösung: Die IHK wird ihre Entscheidung anhand der Noten meines zweiten Lehrjahres treffen.

Okay, dachte ich mir im April. Die Gymnasien und Regelschulen haben größtenteils wieder geöffnet, das wird bei uns auch bald so sein und die ausgefallenen Wochen werden bestimmt nachgeholt. Nicht wahr?

Hm, nicht ganz. Aber Ende Mai konnte zumindest dort weitergemacht werden, wo aufgehört worden war. Wie ich letztens schon geschrieben hatte, haben wir ja derzeit einen geteilten Turnus: eine Woche Präsenz in der Schule, dann eine Woche Distanzunterricht. Das bedeutete aber auch, dass uns im Endeffekt nur eine Woche Zeit blieb, um Endnoten zu bilden. Ich muss euch nicht sagen, dass in den paar Wochen seit Lehrjahrbeginn (erste Schulwoche war im Oktober) nicht viele Noten in den einzelnen Fächern zusammengekommen sind. Da ist für Patzer kein Platz.

Aber es ist ja alles noch mal gut gegangen und seit Montag habe ich nun endlich die Endnoten und was soll ich sagen? Es ist mir gelungen, meinen Schnitt (fast) zu halten. Zugegeben, so ganz hatte ich das nicht erwartet, aber dafür war das Gefühl nur umso schöner. Da trifft es sich gut, dass ich am Ende der Schulwoche Geburtstag habe, dann kann ich gleich mit meiner Familie anstoßen.

Und auch auf Arbeit kehrt langsam wieder Normalität in der Ausbildung ein: Anfang letzter Woche hatten wir Azubis ein Gespräch mit unseren Ausbildern, wie und wann die ausgefallenen Veranstaltungen nachgeholt werden. Die erste wird das Gespräch über Bausparen sein. Für Jenny und Viktoria wird das ganze wie gewohnt als Videogespräch abgehalten, aber Niclas und ich werden unser erstes Livegespräch halten. Dabei liegt der Schwierigkeitsgrad natürlich höher, denn man ist erstens aufgeregt (also ich zumindest) und man kann auch nicht noch einmal von vorne anfangen, wenn man sich irgendwo in der Struktur verheddert oder einen Fehler gemacht hat. Also genauso, wie in der mündlichen Prüfung und natürlich dann später im Berufsleben.

Wenn ich aus der Schule wiederkomme, gehe ich wieder in die Anlageberatung. Dort war ich ja vor Corona schon einmal kurz, aber aus verschiedenen Gründen effektiv nur anderthalb Wochen dort. Das reicht natürlich bei weitem nicht, daher ist es gut, dass das jetzt aufgeholt wird.

In jedem Fall bin ich neugierig, wo ich in einem halben Jahr stehe, in vielerlei Hinsicht ;)

Bis zum nächsten Mal!

Eure Carmen

 

Mittwoch, 10. Juni 2020

Wenn aus der Einarbeitung in den Empfang die Beförderung zum Kontoprofi wird


Eigentlich wollte ich euch ja von unserer Lehrunterweisung erzählen, aber die hat bisher immer noch nicht stattgefunden, somit werden wir das wohl weiterhin verschieben. Aktuell läuft nämlich nach wie vor nichts, wie es eigentlich für uns geplant war.

Denn statt, wie geplant, im Empfang, bin ich innerhalb von nicht ganz zwei Wochen zum Kontoprofi ernannt worden und sitze in der Marktfolge Passiv. Mein Einsatz hier war eigentlich erst zum Ende der Ausbildung gedacht, aber dank der Pandemie gab es für mich nun eine verfrühte Einarbeitung, denn hier gibt es immer viel zu tun und Unterstützung ist immer gern gesehen. 

 
Die Arbeit in dieser Abteilung ist wirklich vielseitig. Da kommt es schon mal vor, dass man erst einen Kontoeröffnungsantrag in der Hand hat und im nächsten Moment ein Konto schließt. Auf der 2. Etage läuft eigentlich alles zusammen: Kontoeröffnung, Kartenservice und Kontoschließung. Da ist man doch immer wieder froh über die Musterordner, die in jedem Büro zu finden sind und auch über meine eigenen Muster, die ich mir für jeden Arbeitsschritt angelegt habe. Nach an einem langen Tag an dem man viele neue Arbeitsschritte gezeigt bekommen hat, freut man sich regelrecht darauf in den letzten Stunden die Ablage zu machen. Ablage bedeutet, dass man Verträge, die aus verschiedenen Gründen gebraucht worden sind, oder auch Aktualisierungen von Verträgen in den entsprechenden Ordner abheftet. Wirklich die ideale Arbeit um das neu gelernte zu verarbeiten. Und ihr könnt mir glauben in den ersten drei Tagen hat mir der Kopf einfach nur gebrummt und auch zweieinhalb Wochen später, gibt es einfach Tage, an denen ich mich doch sehr auf die Ablage freue.

Also wer denkt, dass es während der Ausbildung langweilig wird, der täuscht sich. Und das liegt nicht nur an der aktuellen Ausnahmesituation, von der wir wohl alle irgendwie betroffen sind.


Für uns geht es dann auch bald wieder in die Berufsschule und ich bin wirklich schon gespannt wie das alles ablaufen wird. Bisher wissen wir nur, dass es auf alle Fälle einen Sonderstundenplan geben wird und wir vermutlich nicht in allen Lernfeldern, also Fächern, unterrichtet werden. Es bleibt also nach wie vor spannend in Sachen zurück in den Alltag.
Und noch eine Sache bleibt für Jenny und mich noch spannend. Denn wir haben noch das Seminar zum Thema Liquidität. Was vermutlich wie das letzte Seminar von Carmen und Niklas zu Wertpapieren als eine Art Webinar gehalten werden wird.

Von der Berufsschule und unserem Seminar kann ich euch dann im nächsten Beitrag hoffentlich mehr erzählen. Denn wenn ich eins gelernt habe, dann das sich die Dinge aktuell meist noch fünfmal ändern bis sie umgesetzt werden. Einfach, weil es täglich neue Verordnungen gibt, beziehungsweise Verfügungen abgeändert werden.

 
Bleibt schön gesund und bis zum nächsten Mal
Eure Viktoria