Mittwoch, 23. September 2020

Meine ersten Wochen in der Bank

Hallo Ihr Lieben,

heute melde ich mich als erster der neuen Azubis bei Euch. Mein Name ist Justin Pötzsch, ich bin 16 Jahre alt und wohne in der Dahlienstadt Bad Köstritz. Ich habe direkt nach meinem Abschluss der 10. Klasse auf der Otto-Dix Regelschule in Gera Untermhaus die Ausbildung zum Bankkaufmann bei der Volksbank Eisenberg eG begonnen.

Damit wir uns alle besser kennenlernen, als Team zusammenwachsen und auch die Arbeit unserer Kunden schätzen können, die z.B. aus der Landwirtschaft kommen, war ich mit meinen drei neuen Azubi-Kollegen, wie alle anderen neuen Azubis davor auch, auf dem Bauernhof der Agrargenossenschaft Buchheim-Crossen eG. Dort habe ich z.B. die Ställe ausgemistet und beim Melken der Mutterkühe geholfen sowie auf dem Pferdehof Etzdorf Pferde auf die Koppel geführt und auch dort die Ställe sauber gemacht. Aber dieses Jahr war es ein wenig anders: aufgrund der Systemumstellung in der Bank haben wir nur 2 statt 4 Wochen dort verbracht. Es war eine interessante Zeit auf dem Bauernhof, aber ich bin froh, jetzt in der Bank arbeiten zu können.

Meine ersten 4 Wochen in der Bank habe ich im Empfang bzw. der Poststelle verbracht. Dort waren meine Aufgaben den Postein- und Postausgang zu bearbeiten, d.h. beim Posteingang musste ich die Briefe öffnen, mit einem Tagesstempel versehen und in das jeweilige Abteilungsfach legen, damit die entsprechende Abteilung den Vorgang bearbeiten kann. Beim Postausgang habe ich die bearbeiteten Vorgänge wieder in Briefumschläge verpackt, für Neukunden Werbematerial zusammengestellt oder Einlieferungsbelege für Briefe mit Einwurfeinschreiben angefertigt. Weitere Aufgaben waren z.B. durchführen von Bestellungen verschiedener Inhalte, Besorgen von Büromaterial aus dem Lager für meine Kollegen und am Morgen das Vorbereiten
des Lieblingsspielzeug der Bankmitarbeiter - die Kaffeemaschine😉. Am Ende des Tages habe ich diese natürlich auch wieder gereinigt.
 
Mittlerweile habe ich die Abteilung gewechselt und bin die nächsten 4 Wochen im Zentralen Vertrieb / Marketing. Die erste Woche in dieser Abteilung liegt auch schon hinter mir. Meine bisherigen Aufgaben waren z.B. das Schreiben von Karten für runde Geburtstage oder Jubiläen, Präsente für unsere jüngsten Kunden zusammenstellen und die Inventur der Printmedien (Flyer, Anlagekriterien, Mappen). Bisher gefällt es mir hier ganz gut, die Kollegen sind alle sehr nett und ich freue mich auf die nächsten Wochen.

Bis bald,
Euer Justin

Donnerstag, 17. September 2020

Hammerfall!


In der Zeit zwischen meinem letzten Beitrag und heute hat sich einiges verändert und der Tag X rückt immer näher. Und das in mehreren Hinsichten.

Beziehungsweise in einigen Dingen ist der Hammer auch schon gefallen. Denn wir haben es nun geschafft. Auch wir haben uns am 05.09.2020 von „bank21“ (unserem alten System) verabschiedet und arbeiten nun mit „agree21“. Das klingt vielleicht nicht so spektakulär, aber unsere Bank hat sich schon sehr lange mit einem festen Projektteam auf diesen Tag vorbereitet und gerade die erste Woche war ziemlich aufregend. Denn, auch wenn wir schon in der Testversion mit dem Programm arbeiten konnten, ist es dann im Alltag, beispielsweise vor dem Kunden, noch mal eine ganz andere Sache. Aber mit etwas Übungen wird es sicherlich jeder Kunde mit der Zeit schaffen, genauso schnell, wenn nicht noch schneller, mit dem Programm zu arbeiten. Und zur Not haben wir auch noch Ansprechpartner bei unserer Partnerbank in Altenburg und von der Fiducia und GAD (die
Experten für alle Themen rund um Banking), die uns bei allen Angelegen tatkräftig zur Seite stehen.

Während ich bei meinem letzten Beitrag noch im Empfang war, sitze ich mittlerweile in der vbi - also unserer Immobilienabteilung. Mehr oder weniger als Vertretung, während Frau Schlicht im Urlaub ist. Mehr oder weniger deshalb, einfach weil meine Einarbeitung immer nur die Woche davor für 2-3 Stunden nachmittags an drei Tagen stattgefunden hat und jedes Objekt, welches die vbi anbietet, so individuell ist, dass man es gar nicht schaffen kann, jede Besonderheit zu wissen. So versuche ich bestmöglich das Tagesgeschäft zu erledigen und sollten alle Stricke reißen, ist auch noch Herr Prüfer da, der mir in den meisten Fällen auch weiterhelfen kann. In meiner ersten Woche habe ich auch schon mal Carmen gefragt, wo ich was im Programm finde. Sie hat nämlich schon sehr oft in der vbi ausgeholfen und stand mir gleich mit Rat und Tat zur Hilfe.
 
Und anders als geplant, bin ich auch nicht im Service nach dem Cut-Over gelandet, sondern habe meinen Platz als Vertretung behalten. Nach zwei Wochen läuft das auch schon bedeutend besser als am ersten Tag. Wie sagt man so schön? Man wächst mit seinen Aufgaben! Und ich muss sagen, dass mir die Arbeit mit Immobilien wirklich Spaß macht und ich doch etwas traurig sein werde, wenn ich meinen Platz hier gegen eine andere Abteilung eintausche. Aber ich bin mir sicher, dass ich auch in meiner nächsten Abteilung wieder vieles lernen werde.

Aber nicht nur mein Einsatzplan hat sich in den letzten Wochen geändert, sondern auch meine Dauer der Ausbildung, denn ich werde Niklas und Carmen folgen und meine Ausbildung auf 2,5 Jahre verkürzen. Nicht nur aus dem Grund, dass uns die Bank die Möglichkeit dazu gibt und meine Noten das Ganze zulassen, sondern auch, weil ich so schnell wie möglich meinen ersten Schritt meiner beruflichen Ausbildung beenden möchte, um dann so das Studium zu beginnen. Das dauert zwar auch noch bis 2022, aber durch das gesparte halbe Jahr kann ich, wenn alles so läuft, wie ich es mir vorstelle, vor dem Beginn meines Studiums noch ein gutes halbes Jahr Berufserfahrung sammeln. Und diese Erfahrung hoffentlich auch während meines Studiums beibehalten, denn ich möchte nicht klassisch studieren, sondern entweder über den dualen Weg, welcher auch von der Volksbank angeboten wird oder den Fachwirt machen.
Aber bevor es da in die konkrete Planung geht, heißt es erstmal das Etappenziel Zwischenprüfung, meistern.

Ihr seht also, während der Ausbildung kann es auch ganz schön Schlag auf Schlag gehen und eigentlich gibt es immer etwas anderes zu erleben.

Also bleibt alles gesund und behaltet Eure Ziele im Auge!

Montag, 14. September 2020

Von Konto zu Kunde

Hallo Ihr Lieben,

so - ich melde mich diesmal aus einer anderen Abteilung wieder, denn ich habe einen Abteilungswechsel vollzogen.

Aber noch mal kurz zur Zusammenfassung: Ich war jetzt eine ganz lange Zeit in der Marktfolge Passiv, in der ich sehr viel über Konten und das Thema Karten gelernt habe. Es war so eine schöne Zeit, da ich mich dort richtig gut eingelebt und mich auch sehr gut mit den Mitarbeitern verstanden habe. Ich habe sehr viel gelernt und konnte am Ende viele Vorgänge alleine ausführen. Aber wie heißt es so schön: Alles Schöne ist auch mal vorbei.


Das soll natürlich nicht heißen, dass meine neue Abteilung nicht schön ist. Mein Abteilungswechsel ging in das Kundenzentrum. Auch dort wurde ich herzlich begrüßt und in das Team aufgenommen. Erst einmal wurden mir die Arbeitsabläufe erklärt und welche Aufgaben dort täglich anfallen. Jetzt bin ich schon fast drei Wochen dort und habe mich auch da super eingelebt. Ich darf schon einige Mails eigenständig beantworten. Aber es geht natürlich nix ohne eine nochmalige Kontrolle eines Mitarbeiters an den Kunden raus.

Ich hoffe ich kann dann auch bald mit den Kunden telefonieren. Klar habe ich davor etwas Angst, aber die wird sich dann bestimmt legen, wenn ich das ein bisschen öfter gemacht habe. Ich sage mir: Man soll alles nehmen wie es kommt und nix erzwingen!

Und damit entlasse ich euch jetzt in eine entspannte und hoffentlich sonnige Woche!

Wir hören uns bald wieder.

Eure Jenny

Donnerstag, 10. September 2020

Das war es mit dem ersten Lehrjahr

Und nun ist es offiziell rum. Seit dem 01.08.2020 habe ich das erste Lehrjahr beendet. Bleiben also noch zwei Jahre und bedeutet, dass ich in einem halben Jahr schon die Hälfte der Ausbildung geschafft habe.

Ich habe ja bereits angerissen, dass die Zeit für mich gefühlt verflogen ist und es sich so anfühlt, als hätte ich gestern noch Kälberboxen in der Agrargenossenschaft ausgemistet. Auch wenn nicht alles nach Plan verlief, würde ich trotzdem behaupten, dass ich bereits sehr viel gelernt habe und die Vorfreude auf die restliche Zeit groß ist. Und ich bin mir sicher, dass auch die Zeit bis zur Abschluss Prüfung schnell vergehen wird.

Los ging es mit dem bekannten Praktikum in der Agrargenossenschaft. Welches definitiv ein ungewöhnlicher Einstieg in die Bankenausbildung darstellte, aber auch hier konnte man schon viel lernen. Dann ging es für mich im Kundenzentrum, im Marketing und der Immobilienabteilung weiter und schließlich war eigentlich eine längere Zeit im ServiceCenter geplant, welche jedoch aufgrund der Pandemie um die Hälfte verkürzt wurde. Danach habe ich jeweils noch mal eine Woche im Kundenzentrum und eine in der Kreditabteilung ausgeholfen, ehe ich in der Marktfolge Passiv eingesetzt wurde. Von meinen Aufgaben in der Abteilung habe ich euch ja bereits in meinem letzten Beitrag erzählt. Mittlerweile bin ich (etwas später als geplant) im Empfang beziehungsweise der Post. Hier habe ich dann auch meine erste Vertretung im Oktober, während Frau Seidel im Urlaub ist. In meiner ersten Woche konnte ich bereits sehr viele der Arbeitsabläufe des Arbeitsplatzes kennenlernen, weswegen ich für die zwei Wochen allein, nach insgesamt fünf Wochen Einarbeitungszeit bestens gerüstet sein werde.

Dann gab es natürlich noch die beiden Seminare. Angefangen mit den Grundlagen zur Beratung in Baunatal und das zweite zum Thema Liquidität. Zwar aufgrund der Pandemie im Homeoffice, aber auch das wurde gut organisiert und so waren beide Seminare trotzdem sehr lehrreich und ich konnte bereits viel für die praktische Arbeit und vor allem für die Berufsschule und meine Abschlussprüfung mitnehmen.

Im Oktober ging es dann auch mit der Berufsschule los und in unserer Berufsschulwoche, Mitte Juli, gab es unser erstes Zeugnis. Mein Fazit: ich bin zwar zufrieden mit meiner Leistung, aber habe mir vorgenommen, mich für das zweite Lehrjahr trotzdem zu verbessern und bin schon gespannt wie ich in der Zwischenprüfung, die für den 24.02.2021 angesetzt ist, abschneide. Bei uns geht diese zwar noch nicht mit in die Abschlussnote ein, aber es ist eine gute Möglichkeit, um den aktuellen Leistungsstand zu prüfen und so kann man auch schon mal unter Prüfungsbedingungen testen, wie weit man bereits ist.

Auch wenn einige Veranstaltungen, wie unsere Generalversammlung, für 2020 abgesagt wurden und wir diese somit noch nicht miterleben konnten, würde ich behaupten, dass wir bereits einen guten Einblick in das Bankenleben in der Volksbank Eisenberg und EthikBank erhalten haben. Und bin mir sicher, dass auch unser zweites Lehrjahr nicht langweilig wird, denn das startet schon mit einer großen Umstellung und zwar der Migration. Genauer gesagt stellen wir unser Bankensystem um. Aber dazu erzähle ich euch mehr, wenn das System vollständig umgestellt ist.

Mein Fazit: Der Wechsel vom Studium zur Ausbildung als Bankkauffrau war genau das Richtige und ich bin sehr gespannt, was in den nächsten zwölf Monaten noch alles passieren wird. 

Bis bald,

Eure Viktoria

Dienstag, 8. September 2020

Der Countdown läuft…

Hallo Ihr Lieben,

Seit August bin ich wieder im Backoffice! Zuletzt war ich ja in der Anlageberatung, also „auf der Bühne“, und habe so viel wie möglich über Beratungsgespräche mit Kunden gelernt und durfte auch selbst einmal „das Ruder übernehmen“. Dieser Abschnitt meiner Ausbildung ist nun erst einmal vorbei und ich bin ab sofort in der Marktfolge Passiv.

Aber was ist das? Bedeutet Passiv, dass man nur kontrolliert und nichts „aktiv“ tut?  Weit gefehlt! Der Name bedeutet nur, dass hier hauptsächlich „Passivprodukte“ bearbeitet werden, also alles, was in der Bilanz einer Bank auf der Passivseite zu finden ist. Das sind zum Beispiel Konten, vor allem Giro- aber auch Tagesgeldkonten und Sparpläne. Auch Verträge für Dispokredite und Kreditkarten werden hier erstellt und den Kunden auf Antrag zugeschickt. Außerdem kümmern wir uns in der Marktfolge Passiv um den Kartenservice. Sobald also irgendetwas mit Karten (nicht nur Kredit, sondern auch Girocards) zu tun ist, sind wir zur Stelle: Die Karte funktioniert nicht mehr? PIN vergessen? Karte verloren? Oder vielleicht sogar verdächtige Abbuchungen bemerkt? Kein Problem, wir kümmern uns sofort darum. Vielleicht soll aber auch ein anderer auf einem Konto bevollmächtigt werden, nur für den Fall der Fälle? Auch das richten wir hier ein. Und das ist noch längst nicht alles, denn auch die Kontowechselhilfe wird hier bearbeitet, ebenso wie Kontoschließungen, etc.

Da die Aufgaben so breit gefächert sind, gibt es noch einmal eine Art „Unterabteilungen“, sodass die Aufgaben aufgeteilt und die Arbeitsprozesse effektiver gestaltet werden können: Kontoführung, Kontoservice, Depotführung und eigentlich auch die Datenkontrolle.

In die Depotführung darf ich am Ende meiner Zeit in der Marktfolge Passiv auch noch. Da lerne ich dann unter anderem die Wertpapierverwahrung kennen oder die Besonderheiten bei der Anlage in „Teilhaber“ (wir sind ja eine Genossenschaftsbank, das heißt, es werden keine Anteile am Unternehmen erworben, sondern Mitgliedschaften). Das ist natürlich längst noch nicht alles, aber ich will euch ja auch nicht erschlagen... deshalb dazu an anderer Stelle mehr.

Wenn ich mal nicht mit Konto- oder Kartenanträgen beschäftigt bin, versuche ich möglichst viel mit Agree21, unserem neuen Programm, zu arbeiten. Das heißt, ich nehme mir einen gerade bearbeiteten Fall und spiele ihn noch einmal durch. Finde ich die Felder, in denen ich die entsprechenden Informationen eintragen muss? An welcher Stelle in den Arbeitsabläufen kommen jetzt die einzelnen Arbeitsschritte? Im Grunde müssen wir also alles noch einmal lernen, so als ob sämtliche mir bekannten Straße auf einmal gesperrt sind und ich muss trotzdem irgendwie von Punkt A nach B kommen: Ich weiß, wo ich hin will, nur den Weg zu finden dauert am Anfang sehr lang. Aber auch diese Strecke werde ich irgendwann wie im Schlaf beherrschen. Und das hoffentlich relativ bald, denn im September ist die Umstellung.

Und dann geht es in die nächste Abteilung, denn ab Oktober, also nach der Migration, darf ich noch einmal für ein paar Wochen in die Datenkontrolle. Gelernt habe ich die Arbeitsabläufe in Bank21 und obwohl die Aufgaben gleichgeblieben sind, ändern sich ja die einzelnen Arbeitsschritte und wo man das zu Prüfende überhaupt findet.

Ihr seht, es bleibt spannend in der Volksbank Eisenberg!

Bis zum nächsten Mal

Eure Carmen

Mittwoch, 2. September 2020

Schulung als Azubi leiten?

Hallo meine lieben Leser des Azubi-Blogs!

Gut einen Monat ist es her, dass ihr von mir gehört habt. Ihr seid es ja gewohnt aufregende Storys eines Azubis zu lesen und genauso geht es heute weiter. Wie ihr sicherlich wisst - die Volksbank schläft nie. 😉

Mein heutiges Thema widmet sich der Migration. Mir wurde die Aufgabe zu Teil eine Schulung über gewisse Grundlagen von Agree21 an meine Kollegen weiter zu geben.

Im ersten Moment war ich etwas überfordert, da ich selbst nicht den Durchblick in dem neuen Programm hatte und ich mir irgendwie das Wissen aneignen musste. ABER Herausforderung angenommen. Ich besprach mich mit meiner Abteilungs-leiterin, über welche Themengebiete diese Schulung gehen sollte und wie man sie handlungsorientiert und praxisnah an die Kollegen vermittelt. Nach dem der Grundriss stand, hieß es vorbereiten. Ich hatte gut eine Woche Zeit mir darüber einen Kopf zu machen, was und vor allem wie ich es rüberbringe.

Mit der Zeit wurde ich immer sicherer und wusste recht schnell wo und mit welchen Mausklicks ich die gewünschten/benötigten Informationen bekomme. Nun musste ich nur noch an meinem Vortrag schustern. Gesagt getan! Mithilfe von Karteikarten, die by the way die größten Karteikarten waren, die ich je gesehen habe 😄, war auch dieser Punkt erledigt.

Geplant war eigentlich, dass 7 Kollegen am Dienstag an meiner Schulung teilnehmen… ich sag mal so: es waren dann doch 14 Personen. 😆 Um ehrlich zu sein, war ich etwas aufgeregt, weil man ja selbstverständlich Wissen vermitteln möchte und auch ein sicheres Auftreten suggerieren will. 13 Uhr war der Start und angesetzt waren 30 Minuten mit realistischen Praxisfällen und komprimierter Wissensvermittlung. 😀

Als es dann 13 Uhr soweit war, gab es kein Zurück mehr. Jetzt hieß es abliefern. Nach anfänglicher Aufregung hatte ich mich dann in einen „Flow“ gesprochen und alles lief glatt. Es gab interessante Fragen, die ich größtenteils beantworten konnte. Einige Unklarheiten notierte ich mir, klärte diese im Nachhinein ab und teilte die Lösung meinen Kollegen mit.  All in all war ich wirklich zufrieden und ich hoffe meine Kollegen auch. 😊 Was mir definitiv zugute gekommen ist, dass ich kein Problem damit habe vor Menschen, egal ob vor Freunden oder Arbeitskollegen, zu sprechen.

Nach dieser Erfahrung bin ich wieder in meine Abteilung, der Kreditservice, zurückgegangen.

Jetzt habt ihr mal wieder einen Einblick darüber bekommen, wie es dem (bis jetzt) einzigen männlichen Azubi ergeht. Aber vielleicht ändern sich dieses ungleiche Verhältnis ja schon sehr bald… wer weiß 😉

Das soll es jetzt erstmal von mir gewesen sein! Genießt euer Wochenende und bleibt vor allem gesund!

Bis zum nächsten Mal!

Euer Niclas

Eintauchen in andere Arbeitswelten

Vier Auszubildende der Volksbank Eisenberg beginnen ihre Ausbildung zum Bankkaufmann mit einem Praktikum auf dem Bauernhof

Derzeit in einem Büro zu arbeiten, ist aufgrund der andauernden Corona-Situation nicht immer einfach. Auch in der Volksbank Eisenberg regelt ein umfangreiches Hygienekonzept die Zusammenarbeit in geschlossenen Räumen und schützt so die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die neuen Auszubildenden allerdings sind davon noch nicht betroffen – sie arbeiten momentan überwiegend an der frischen Luft. Denn an den Anfang ihrer Ausbildung hat die Bank ein Praktikum auf dem Bauernhof gestellt. Zwei Wochen lang füttern die vier jungen Männer Kühe und Pferde, führen die Tiere auf die Koppel und misten Ställe aus – unter der Anleitung erfahrener Landwirte der Agrargenossenschaft Buchheim-Crossen. 

„Ich habe mich am Anfang zugegebenermaßen schon gefragt, warum wir hier auf dem Bauernhof sind und was das Ganze mit einer Bankausbildung zu tun hat“, sagt Mehmet Öksüz, einer der jungen Nachwuchsbanker. „Allerdings habe ich erfahren, dass viele unserer Kunden in der Landwirtschaft oder auch im Handwerk arbeiten – und da ist es gut, deren Arbeitsumfeld auch einmal direkt mitzuerleben.“ Schließlich freue sich der 18-jährige Leipziger besonders auf den Austausch mit den Kunden in der Bank – die aktuellen Eindrücke können dafür sehr hilfreich sein. Auch sein neuer Kollege Tim Fleischer, der ebenfalls aus Leipzig kommt, kann dem Praktikum viel Gutes abgewinnen. „Wir erhalten hier einen Einblick darin, wie schwer es ist, Lebensmittel herzustellen, und welchen Aufwand beispielsweise die Produktion von Milch verlangt. Diese Gelegenheit bekommt man nicht oft, wenn man eigentlich in einem Büro arbeitet“, sagt der 18-Jährige und beweist damit, dass die Azubis verstanden haben, warum sie statt den Anzug erst einmal die grüne Latzhose überstreifen sollen.

„Genau diese Sensibilisierung für ganz andere Arbeitswelten als die in einer Bank sowie für soziale und ökologische Themen möchten wir mit unserem eher ungewöhnlichen Ausbildungsstart erreichen“, sagt Katrin Spindler, Vorstandsmitglied der Volksbank Eisenberg. „Schließlich werden genau diese Themen neben den klassischen Inhalten einer Banklehre während der kommenden drei Jahren in der EthikBank ganz besonders im Fokus stehen.“ Denn die Bank hat ihr Geschäft nach strengen sozial-ökologischen Anlagekriterien ausgerichtet. Man wolle den Blick der jungen Menschen öffnen, damit sie später aus dem Büro heraus weitsichtige Entscheidungen treffen können.

Für John Armand Rettke waren genau solche Idee ein gewichtiger Grund, sich für die Ausbildung in der Volksbank Eisenberg zu entscheiden. „Bankkaufmann ist ein sehr vielseitiger Beruf und ich freue mich darauf, viel über Finanzen und Wirtschaft zu lernen, und alle Abteilungen in der Bank kennenzulernen“, sagt der 19-Jährige aus Gera. „Und solche unerwarteten Erfahrungen wie die hier auf dem Bauernhof – etwa den sensiblen Umgang mit den Pferden – nehme ich gern mit.“


Auch sein Mitstreiter Justin entschieden, da ihn die Themen Finanzen und Wirtschaft in der Schule viel Spaß gemacht und sein Interesse geweckt haben. Umso spannender sei es, sich über die gemeinsamen Interessen bereits zu Beginn auszutauschen. Auch das sei ein Ziel des Praktikums, informiert Katrin Spindler. „Kooperation wird bei uns groß geschrieben – und deshalb wollen wir die neuen Auszubildenden dabei unterstützen, dass sie sich gleich zu Beginn kennenlernen, als Team zusammenwachsen und sich während der Lehrzeit unterstützen.“ Ehemalige Azubis berichteten rückblickend, dass es gerade diese Offenheit, die sich in solchen Initiativen widerspiegelt, sei, die die Volksbank Eisenberg zu einem attraktiven Ausbildungsunternehmen mache. „Wir übertragen unseren Nachwuchskräften schon früh Verantwortung, denn dieses Vertrauen zahlt sich einfach aus“, sagt Spindler. „Viele von ihnen bleiben nach der Lehrzeit hier im Haus. Einer von ihnen gehört inzwischen dem Vorstand an – ein zweiter stößt in Kürze dazu“.