Freitag, 14. Juni 2019

Umweltfestival in Berlin

Hallo liebe Leser,

es ist wie immer eine aufregende und spannende Zeit vergangen. Mit unserer Tochterbank, der EthikBank, waren wir mal wieder in Berlin unterwegs. Um genau zu sein, ging es am 02.06. zu Europas größter ökologischer Erlebnismeile, dem Umweltfestival. 


Da das Marketing den Trip organisierte und ich mich zurzeit in der Abteilung befinde, hab ich mich natürlich gleich gemeldet, dass ich unseren Infostand gerne mit unterstützen würde. Letztes Jahr waren wir das erste Mal beim Umweltfestival präsent. Allerdings genoss ich zu der Zeit noch meine letzten Sommerferien, sodass ich bisher nur von Kollegen hörte wie es war, nämlich kräftezehrend. 🙈  Wir sollten um 6 Uhr in Eisenberg sein, damit wir pünktlich losfahren konnten und würden erst gegen 23 Uhr wieder ankommen. Also hieß das für mich: Mein Samstag muss ruhig verlaufen, damit ich halb 5 aufstehen kann, um 6 Uhr in Eisenberg zu sein. Ansonsten geht das nicht gut.
Am Sonntag also machte ich mich auf den Weg nach Eisenberg. Insgesamt waren wir 7 Kollegen, die mitkamen. Deshalb haben wir uns extra einen Kleinbus gemietet, indem wir auch unsere Flyer und Materialien verstauen konnten. Der Bus wurde von Herrn Czimmernings schon am Freitag gepackt, sodass wir Sonntag in der Früh sofort losfahren konnten. 

Die Autobahn war zum Glück ziemlich leer. Dementsprechend kamen wir überpünktlich 08.30 Uhr in Berlin am Brandenburger Tor an, räumten den Bus aus und bauten unseren Stand auf. Schon nach einer halben Stunde waren wir fertig und hatten noch Zeit, uns ein wenig umzusehen. Es gab viele interessante Stände. Vor allem die Essensstände haben wir uns schon mal vorgemerkt. 😉

Das Wetter hätte auch nicht besser sein können. In der Sonne hat man es allerdings nicht lange ausgehalten. Wir hatten 32°C und dachten schon, dass nicht annähernd so viele Leute wie im letzten Jahr kommen würden. Bei so einem Wetter gehen die meisten doch Baden. Aber da hatten wir uns getäuscht. Ab 11 Uhr füllten sich die Gänge zwischen den Ständen. Und auch an unserem Stand war gleich zu Beginn viel los. Ich stand mit vorne und beantwortete Fragen der Besucher so gut wie möglich. Aber trotzdem wusste ich noch nicht alles. Wie auch? Ich bin schließlich erst im ersten Lehrjahr. Aber falls ich einmal nicht weiter wusste, halfen mir meine Kollegen. 

Dadurch, dass wir insgesamt 7 Personen waren, konnten wir uns perfekt abwechseln. 3 standen eigentlich immer vorne am Stand und die anderen 4 liefen ein bisschen herum. Während des Tages hatten wir viele tolle Gespräche. Manchmal standen wir sogar zu sechst vorne, weil so viele Leute unseren Stand besuchten. Ehrlich gesagt, sind es schon noch viele Menschen, die in keinster Weise etwas von grünen Banken wissen. Viele waren erstaunt als wir sagten, die EthikBank gäbe es schon seit 2002. Viele versuchen immer ihr Leben so nachhaltig wie nur möglich zu gestalten, aber vergessen dabei ihr Geld bei den Großbanken. Denn damit wird unter anderem der Waffenexport unterstützt, Kinderarbeit, Massentierhaltung und vieles mehr. Das alles war mir vor meiner Ausbildung auch gar nicht bewusst. Und so geht es vielen anderen Menschen auch. Wenn man sich mit den Themen nicht beschäftigt, weiß man das halt auch nicht.

Das coolste aber an dem Tag war für mich die Kartoffelspirale. Es wurde eine Kartoffel mit Hilfe eines Akkuschraubers in eine Spiralform geschnitten, auf einen Spieß gedrückt, frittiert und gewürzt. So einfach es auch klingt, es war wirklich der Hit. :D Und hat dazu noch richtig lecker geschmeckt. :D

Frisch gestärkt ging es dann weiter: 15 Uhr, die Hälfte geschafft! Da wir immer wieder längere Gespräche an unserem Stand hatten, verflog die Zeit in Windeseile. Das Interesse ging bei weitem nicht nur von jungen Menschen aus, ganz im Gegenteil, die Menschen der älteren Generation haben mich positiv überrascht und es war wirklich aufschlussreich die Ansichten anderer Personen kennenzulernen.

18 Uhr! Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu, genauso wie unsere Kraftreserven. Die anhaltende Sonne machte den Tag zu einer echten Belastungsprobe, aber auch diese haben wir gemeistert. Und als es dann endlich 19 Uhr schlug, bauten wir allmählich unseren Stand ab. Herr Czimmernings holte unseren gemieteten Bus und wir packten alles, was übrig geblieben war, wieder ein. Halb 8 saßen wir alle im Auto und traten die Heimreise an.
Und gegen 23 Uhr trafen wir in Eisenberg ein. Wir lagerten noch schnell die ganzen Pakete und Kartons vom Bus ins Bankgebäude um und dann kam ich auch schon fix und fertig gegen halb 12 zu Hause an. Ich habe nur noch die Sonnencreme und den Schweiß abgeduscht, Zähne geputzt und bin praktisch ins Bett gefallen. Am Montagfrüh klingelte dann der Wecker und ich machte ich auf zur Schule. 

Alles in allem war der Tag so vielseitig und interessant, aber auch kräftezehrend. Wir hatten tolles Wetter und haben viele neue Leute kennen gelernt. Am nächsten Tag war ich zwar immer noch etwas erschöpft, aber nicht desto trotz war es eine tolle Erfahrung.


So, jetzt hab ich aber auch genug erzählt.
Ich wünsche euch eine schöne Zeit.
Bis dahin,
euer Niclas.

Mittwoch, 29. Mai 2019

#FridaysForFuture

Hallo ihr Lieben,

vergangenen Freitag – zwei Tage vor der Europawahl – hat die Schülerbewegung „Fridays for Future“ zum globalen Klimastreik aufgerufen und wir Azubis waren natürlich auch dabei.

Nicht nur durch die EthikBank bekommen wir den Aufruhr, um die Klimapolitik und den Klimawandel mit. Natürlich kann man zurzeit sehr gut in den Nachrichten die Bewegung Fridays for Future verfolgen. Und wir Azubis stellten uns letztendlich die Frage: Warum sind wir nicht mit dabei? Schließlich betrifft uns das Thema auch.

Wir arbeiten bei einer ethischen Bank mit strengen Prinzipien und irgendwie verfolgen wir ja auch als Azubis die gleichen Ziele wie die Fridays for Future-Demos. Also fragten wir erst einmal bei unserer Personalleiterin nach, ob es möglich wäre, an jenem Freitag streiken zu gehen. Natürlich war Frau Ludwig gleich begeistert und wir würden auch ganz klar eine Freistellung erhalten. Allerdings war das bei Niclas und mir nicht so ganz einfach… Wir sollten nämlich an dem Freitag in der Berufsschule sein und mussten daher erst einmal einen Antrag stellen, dass wir vom Unterricht befreit werden dürfen. Wir dachten wirklich das geht nicht so einfach, da wir auch kurz vorm Notenschluss stehen. Aber es kam anders als gedacht: Unsere Lehrerin war total begeistert von der Idee. Sie findet es toll wie sich die jungen Leute engagieren.

So ging es also letzten Freitag nach Jena auf den Holzmarkt. Ich schätze mal es waren 600 – 700 SchülerInnen und Studenten/Innen, Azubis, Großeltern, Eltern und auch Politiker da. Und alle demonstrierten für eine bessere Klimapolitik und mehr Klimaschutz. Es gab sogar einen Umzug. Wir starteten am Holzmarkt, zum Phyletischen Museum weiter zur St. Michaelis Kirche, an der Universität vorbei und wieder zurück zum Holzmarkt.

Eigentlich wollte ich noch mehr Bilder machen für euch… Da waren nämlich echt gute Schilder dabei. Zum Beispiel ein Plakat hatte die Aufschrift: „Winter is not coming!“ oder auch Niclas hatte ein tolles Plakat für die Veranstaltung im Marketing vorbereitet: „2035: Opa, was ist Schnee?“. 

Aber neben den tollen Demoschildern waren auch sehr gute Redner dabei, an jeder Station so ungefähr zwei bis drei. Vom Aussehen und Alter her könnten es Studenten gewesen sein. Die Reden waren außerdem nicht einfach so daher geschrieben. Man hat gemerkt, dass sie sich mit dem Thema stark auseinander setzen und auch so ziemlich dafür leben. Es ist nicht nur ein Hype. Es ist unsere Zukunft um die es hier geht. Für viele war es nicht die erste Demo. Wir hatten echt tolle Gespräche mit einigen. Die Stimmung war toll und wir hatten perfektes Wetter (Paula und ich brauchten sogar mal eine kleine Abkühlung, wie ihr im Bild sehen könnt), aber mehr als alles andere, wird einem der Ernst der Lage erst einmal bewusst gemacht. Die Redner haben uns verschiedene Ursachen zum Klimawandel aufgezeigt und an der letzten Station, der St. Michaelis Kirche, hat sich sogar ein Professor der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften der Friedrich-Schiller-Uni zu Wort gemeldet. Er hat sowohl der Wirtschaft als auch der Rechtswissenschaften harte Fragen gestellt, deren Antworten auf sich warten lassen.
Der Zug bewegte sich wieder Richtung Holzmarkt, um die letzte Aktion durchzuführen: Einfach hinlegen und Sterben! Keine Sorge, natürlich nur symbolisch gemeint. Aber ich kann mir vorstellen wie erschreckend es als Momentaufnahmen aussehen musste, mehrere hundert Menschen wie tot daliegen zu sehen.

Mir gehen die Worte von Greta Thunberg nicht mehr aus dem Kopf: „Ich will, dass ihr in Panik geratet. Ich will, dass ihr die Angst spürt, die ich jeden Tag spüre. […]“

Meiner Meinung nach, ist das genau das, was die Demo bei den Zuschauern auslösen soll: Besorgnis und Angst. Angst davor, wie es in Zukunft weiter gehen soll. Angst davor, nicht zu wissen, wie es auf der Erde in 40 oder 50 Jahren aussehen wird. Jeder sollte einmal darüber nachdenken. Es ist ein Privileg für jeden, dass wir so einen tollen Planeten haben. Und es gibt keinen zweiten in so einer Art und Weise. Wir sollten also alle etwas für unsere Umwelt und unsere Erde tun.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit.
Eure Carmen

Donnerstag, 23. Mai 2019

#AzubisForFuture

Hallo liebe Blogleser,

die Schülerbewegung „Fridays for Future“ ist bestimmt auch nicht an euch vorbei gegangen. Vielleicht wart ihr sogar schon selbst auf solch einer Demo. Seit Monaten demonstrieren weltweit tausende junge Menschen für mehr Klimaschutz und ein entschlosseneres politisches Handeln gegen die Erderwärmung. Diese Proteste erreichen am kommenden Freitag (24.5.) einen weiteren Höhepunkt, denn die Bewegung „Fridays for Future“ hat zum globalen Klimastreik aufgerufen. Mit Blick auf die Europawahlen sollen die Organisatoren noch einmal nachdrücklich darauf hinweisen, dass der Urnengang am kommenden Sonntag wegweisend für den Klimaschutz ist – sowohl auf dem Kontinent als auch weltweit.

Diesen Freitag streiken wir Azubis und schließen uns den Protesten der „Fridays for Future“-Demonstration in Jena an. Hierfür werden wir extra von der Schule und von der Arbeit freigestellt. 


Ich bin der Meinung, dass der vom Menschen gemachte Klimawandel uns alle angeht. Er ist wahrscheinlich das größte Problem, das wir aktuell haben, und dementsprechend müssen wir entschlossen dagegen vorgehen. So eine Demonstration ist deshalb einfach ein Pflichttermin. Da unterbreche ich sogar mal die wichtige Vorbereitung für die Abschlussprüfung, genau wie Paula.

Da Niclas zurzeit im Marketing ist, war er fleißig und hat schon mal ein Plakat für Freitag vorbereitet. Durch unsere Tochterbank, die EthikBank, bekommen wir auch intensiver mit, was es eigentlich heißt, ethisch und ökologisch zu handeln und das dies auch über den Feierabend hinaus geht. Sprich, seit meiner Ausbildung achte ich zu Hause viel mehr auf meinen Plastikverbrauch oder auch darauf, dass ich zur Arbeit laufe und nicht mit dem Auto fahre. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle bezüglich der Umwelt, Nachhaltigkeit und des Klimawandels. Wir sollten einfach alle ein bisschen mehr auf unser Verhalten und Konsum gegenüber unserem Planeten achten.

Kommt also mit! Wir starten 12 Uhr in Jena am Holzmarkt und streiken für eine bessere Klimapolitik. Wir sehen uns.

Bis dahin,
euer Dominik.

Donnerstag, 2. Mai 2019

Hätte besser laufen können

Hallo liebe Blogleser,

Carmen und ich haben´s geschafft. Wir haben unsere erste Lehrunterweisung hinter uns gebracht. Das letzte halbe Jahr durften wir immer noch bei Paula, Chantal und Dominik zuschauen und ein paar erste Eindrücke gewinnen. Aber nun mussten wir selbst ran. :-)

Die Lehrunterweisungen laufen bei uns im Haus ähnlich wie ein Vortag in der Schule ab. Der einzige Unterschied: wir stellen das Thema nicht vor der Schulklasse und der Lehrerin vor, sondern vor den anderen Azubis, unserer Ausbilderin und einem Fachkollegen, der sich mit dem Thema in unserem Haus tagtäglich befasst. 

Unsere erste Lehrunterweisung handelte über den Zahlungsverkehr. Ein sehr komplexes Thema, da zum Zahlungsverkehr fast alles gehört, was wir tagtäglich machen, wie zum Beispiel: Überweisungen annehmen, Daueraufträge einrichten, Schecks annehmen und auszahlen, Konten verwalten und vieles mehr.

Wir teilten die Themen unter einander auf, erarbeiteten uns ein Handout und gaben dieses an unseren Kollegen zum Kontrollieren weiter. Es folgten noch kleine inhaltliche Änderungen und das war´s. Dann konnte es auch schon losgehen.

Letzten Montag war es dann soweit. Wir trafen uns 16.30 Uhr im Besprechungsraum unserer Volksbank Immobilien. Neben Paula, Dominik und Frau Appelt kamen auch Frau Ludwig, die künftig als Ausbilderin fungiert und Herr Rösel, der Fachexperte für den Zahlungsverkehr ist. Kurz bevor es losging merkten wir beide, dass die Aufregung steigt, obwohl es im Grunde genommen nur ein Vortrag war.

Carmen und ich kamen dann aber recht schnell ins Rollen und wurden mit der Zeit immer sicherer. Nach schätzungsweise 20 Minuten, waren wir mit dem Vortragen fertig. Nun begann die Fragerunde. Wir versuchten die gestellten Fragen so gewissenhaft wie möglich zu klären. Natürlich gab es noch ein paar Inhalte, die wir nicht hundertprozentig fachlich korrekt erklären konnten, aber im Großen und Ganzen war es in Ordnung.

Nach der Fragerunde ging es weiter mit der Auswertung und ja was soll ich sagen… Wir haben definitiv noch Potential nach oben. Aber für unsere erste Lehrunterweisung war es schon in Ordnung. Carmen und ich nehmen die Hinweise definitiv an und wissen jetzt auch, auf welche Aspekte wir besonders großen Wert legen müssen. Zum Beispiel hatten wir die rechtlichen Rahmenbedingungen, sprich Gesetze und Verordnungen ganz außer Betracht gelassen.

Das wurde noch einmal unsere kleine Hausaufgabe zu schauen, welche Gesetze, Richtlinien und Verordnungen den Zahlungsverkehr betreffen. Achja, und wir müssen mehr darauf achten, dass wir nicht zu theoretisch vorgehen. Wir sollen mehr die Vorgehensweise in der Bank aufzeigen und erklären.

Natürlich haben wir uns für´s erste etwas mehr erhofft, aber trotzdem gehen wir nicht mit gesenktem Kopf aus der Lehrunterweisung, sondern mit neuen Ideen und noch mehr Ehrgeiz. :-)

Genau das, ist die Message, die ich euch mit auf den Weg geben möchte. Wenn mal etwas nicht so läuft, wie ihr euch das vorstellt, dann steckt nicht gleich den Kopf in den Sand sondern fragt euch lieber was ihr aus der Situation lernen und das nächste Mal verbessern könnt.

Mit diesen Worten möchte ich mich jetzt auch verabschieden und hoffe, dass ihr auch etwas mitnehmen konntet.

Bis dahin.
Euer
Niclas Geißler

Mittwoch, 24. April 2019

Auf zur neuen Schule

Hallo Ihr Lieben,

in letzter Zeit war so schönes Frühlingswetter und nun soll es noch einmal in den höheren Lagen schneien... :o Wir hatten die letzte Zeit immer zwei bis drei warme Tage und dann wurde es immer wieder kühl. Da hat man sich grade daran gewöhnt, dass man am Nachmittag ohne Jacke raus gehen kann und dann wird es wieder eisig. Aber naja, so ist er nun - der April. 

Bei uns hat sich in der letzten Zeit wieder einiges geändert. Die letzten drei Wochen hatten wir Berufsschule und wie wir erfahren haben, wird das unser letztes Jahr an der SBBS in Gera. Nicht etwa weil wir Intelligenzbestien sind und die Ausbildungszeit auf ein Jahr verkürzen. Nein! Die schulische Ausbildung für Bankkaufleute wird im nächsten Jahr in Jena stattfinden. Natürlich haben wir alle erst einmal gestöhnt und gleich im Internet nach der neuen Schule gegoogelt. Das Gebäude sieht auf jeden Fall sehr schön aus. :-) Ihr könnt ja auch mal googeln. Oder falls jemand auf die Karl-Volkmar-Stoy-Schule geht oder gegangen ist, kann er mir gerne mal schreiben und uns verraten, wie es dort ist.

Das einzig Negative an der ganzen Sache: der Fahrtweg. Grundsätzlich liegt die Schule direkt am Bahnhof Paradies. Eine super Anbindung, könnte man meinen. Nur eben nicht für mich oder auch meine Klassenkameraden aus Zeulenroda und Münchenbernsdorf. Von mir aus, Wünschendorf, hält der Zug leider nur in Jena-Göschwitz und nicht in Jena Paradies.

In Gera war alles ziemlich entspannt: ich stehe halb 7 auf, steige halb 8 in meinen Zug und bin dreiviertel 8 in Gera-Süd. Dann laufe ich noch 5 Minuten zur Schule, trink meinen Kaffee aus und es kann los gehen.

Wenn ich allerdings von Wünschendorf aus nach Jena fahre, müsste ich entweder zwei Stunden eher losfahren und zweimal umsteigen oder mit dem Auto nach Gera fahren, dann in den Zug halb 7 steigen und nochmal eine dreiviertel Stunde fahren. Mit dem Auto die ganze Strecke zu fahren, würde auch eine Stunde dauern. Dazu kommen noch die Parkprobleme und Kosten in Jena.

Aber ich habe eine Lösung gefunden: Lange habe ich gesucht, gesucht, gesucht und nichts gefunden. Aber nun hatte ich doch echt mal Glück. Ich habe nämlich eine Wohnung in Eisenberg gefunden. Und die ist so perfekt. Im Schlaf- und Wohnzimmer sind schöne große Fenster zur Ostseite drinnen. Es ist also schön hell. Und das wichtigste: im Bad gibt es auch ein Fenster. ;-)

Für mich wird jetzt also einiges leichter. Im Sommer kann ich einziehen und ab dann laufe ich ca. 20 Minuten zur Arbeit und nach Jena fahre ich auch nur eine dreiviertel Stunde. So umgehe ich den ganzen Stress und hab endlich meine eigenen vier Wände. <3

Achja übrigens, im letzten Beitrag hab ich euch doch erzählt, dass ich Mitte April die Geschäftsstellen an den Azubitagen betreuen soll. Da hat sich auch schon wieder vieles verändert. Aber das verrate ich euch ein anderes Mal. :)

Bis zum nächsten Mal
Eure Carmen

Freitag, 5. April 2019

Und wieder geht´s mit Krücken in die Schule

Hallo liebe Blogleser,

es ist schon wieder etwas Zeit vergangen und meine OP liegt hinter mir. Alles verlief nach Plan und nichts ist schief gegangen. Für mich hieß es halt erst einmal Füße still halten. Nach meinem Aufenthalt im Krankenhaus verbrachte ich 3 elend lange Wochen zu Hause und durfte Tag ein, Tag aus mein Knie kühlen und mich pro Tag einmal mit einer Thrombosespritze pieksen… :o

Jetzt endlich, nach drei Wochen und unzähligen Besuchen beim Arzt, wird wieder pünktliches Aufstehen verlangt. Endlich habe ich wieder einen geregelten Tagesablauf und muss mein Knie nicht mehr die ganze Zeit ruhig halten und kühlen.

Als mein Wecker am Montagmorgen klingelte war ich hellwach. Bin ich gar nicht gewohnt von mir, aber klar: Die ganzen Wochen konnte ich mich ausruhen und ausschlafen, sodass ich nun voller Energie und Elan bin. Ich kann endlich wieder das Bett verlassen, das Wetter genießen und meine Klassenkameraden treffen. :-) Es kann echt ganz schön deprimierend sein, wenn man nur zu Hause rum liegen muss.

Zur Stärkung gab es ein Frühstück, dann duschte ich und zog mich schließlich an. Da ich noch an Krücken laufe, bestand mein Opa darauf mich zur Schule zu fahren und auch wieder abzuholen. Die Krücken sind halt immer noch meine engsten Freunde.

In der Schule angekommen, stand ich wieder vor dem gleichen Problem wie vor der Operation: Wie komme ich verdammt noch mal die Treppen hoch? Das letzte Mal gestaltete sich dies als ziemlicher Kraftakt, doch jetzt… Jetzt war es ein Katzensprung, da mir im Krankenhaus beigebracht wurde, wie man "energieeffizient" Treppen steigt. Ja so etwas gibt es. :D Tatsächlich war ich im Obergeschoss angekommen und hechelte dieses mal nicht, als wäre ich einen Marathon gelaufen.

Im Klassenraum angekommen, wurde ich auch gleich ausgefragt wie die OP verlief und wie es nun weiter geht. Und dann nach einer Frage-Antwort-Runde ging der eigentliche Schulalltag los.

Am Anfang war es schwer wieder in die Themen reinzufinden, aber das legte sich mit der Zeit. Ich hab sogar meine Leistungskontrolle aus dem letzten Turnus zurück bekommen und die Note kann sich sehen lassen. ;-)

Als es dann endlich zur Mittagspause klingelte, stürmten alle raus, und waren auf dem Weg in die Stadt oder Cafeteria, um sich etwas zu Essen zu kaufen und ich… Ich blieb sitzen. :D Zwar geht es mir körperlich gut. Trotzdem möchte ich mein Knie noch nicht so sehr belasten. Zum Glück hatte ich mir am Tag zuvor schon alles vorgekocht, sodass ich ganz entspannt meinen Reis mit Hackfleisch genießen konnte. :D Einige Schüler sind auch im Raum geblieben und so wurde es nicht langweilig.

Nach der Mittagspause lagen wir dann alle erst einmal im "Schnitzelkoma". Keiner hat mehr dazwischen geredet, alle haben einfach nur noch auf den Feierabend gewartet. Die Zeit verging dann aber auch wie im Flug. Nachdem es klingelte, packte ich meine Sachen zusammen, nahm meine engsten Freunde zur Hand und machte mich auf den Weg zur Treppe. Jetzt war ich ganz froh, dass ich nicht zum Zug sprinten musste, so wie Andere. Ich konnte ganz in Ruhe die Treppen runter gehen und mich dann ins Auto von meinem Opa setzen. ;-)

Sicher zu Hause angekommen, hieß es für mich erst mal Knie kühlen. Anscheinend ist es doch eine Belastung fürs Knie. Auch, wenn ich nur Früh und Nachmittag Treppen gestiegen bin und ansonsten nur saß…

Ich hoffe, dass alles schnell verheilt und ich bald wieder wie ein junges Reh springen und laufen kann. :D

In diesem Sinne, wünsche ich euch ein paar schöne Frühlingstage.
Euer Niclas.

Donnerstag, 28. März 2019

Die Geschäftsstellen rufen

Hallo ihr Lieben,

die letzten Wochen waren ganz schön anstrengend. Nicht nur, dass es nach zwei Wochen im Service-Center schon wieder auf Seminar ging, ab sofort werde ich auch auf den Geschäftsstellen eingearbeitet.

Ihr kennt das bestimmt schon von anderen Azubis hier in der Bank. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem wir im Service eingelernt werden, um dann später die Azubi-Geschäftsstellen alleine betreuen zu können. Und dieser Zeitpunkt ist bei mir jetzt gekommen. Der Plan ist ab April die Filialen an bestimmten Tagen allein zu übernehmen.

Insgesamt haben wir 4 Geschäftsstellen mit unterschiedlichen Beratungs- und Servicezeiten: Bürgel, Schkölen, Crossen und Bad Klosterlausnitz. Natürlich dürfen wir Azubis noch nicht beraten. Dafür sind dann Frau Kruthoff und Herr Rösel zuständig. Aber die Servicezeiten können wir ein Stück weit mit übernehmen. Zum Beispiel bin ich am Dienstagvormittag in Bad Klosterlausnitz und nachmittags in Crossen. Donnerstag stehen dann Bürgel und Schkölen auf dem Plan. 

Da kann man schon manchmal schnell durcheinander kommen. Erst letztens gab es eine Verwechslung beim Dominik. Statt in Bürgel anwesend zu sein war er in Crossen. Naja, so etwas kann schon mal passieren. ;-)

Sinn und Zweck der Azubi-Tage ist ja eigentlich, dass wir möglichst viele Erfahrungen sammeln und auch ein Stück weit selbstbewusster werden. Und vor allem kann man hier auch zeigen in wie weit man schon selbstständig arbeitet. Wenn wir trotzdem einmal nicht weiter wissen, können wir jederzeit in unserem Kundenzentrum anrufen.

Die letzten Wochen war ich sogar schon mit unseren Geschäftsstellenleitern unterwegs. Denn auch wenn es so ungefähr die gleichen Aufgaben wie im Service sind, wird trotzdem einiges anders gemacht. Und das sollte man lieber noch einmal durchsprechen. ;-)

Wenn ich dann im April wieder zurück aus der Berufsschule bin, muss ich mal sehen wie es weitergeht. Frau Prüfer gibt mir dann einen Einsatzplan für die nächste Zeit in der Praxis.

Bis zum nächsten Mal,
eure Carmen