Mittwoch, 5. Dezember 2018

Abteilung mal ganz alleine geführt

Hallo liebe Blogleserinnen- leser,

das Jahr neigt sich dem Ende und die Abschlussprüfung verfolgt mich irgendwie. :o Sie rückt einfach immer näher. :D Umso schöner war die kleine Abwechslung, die sich mir neulich in der Bank bot. Als Urlaubsvertretung wurde ich für 2 Wochen in die Poststelle beordert. Und da dies eine Ein-Mann (bzw. eine Ein-Frau) -Abteilung ist, war ich das erste Mal sozusagen "mein eigener Chef" :)  Sonst war ich immer nur ein bis zwei Tage als Vertretung in der Poststelle, aber keine zwei vollen Wochen. Eine schöne Herausforderung und Ablenkung vom ständigen Prüfungsgedanken.

In der Ein-Mann-Abteilung beginnt der Tag statt 7.30 Uhr schon 07.00 Uhr. Für mich als Azubi ein Problem, denn: Wir haben noch keinen Schlüssel und der Türöffner befindet sich in der Poststelle. Aber um den erst einmal bedienen zu können, muss ich selbst irgendwie ins Haus kommen. Ein Teufelskreis ;)


Also ging ich erst einmal zu unserer Ausbildungsleiterin, Frau Appelt, und fragte nach einem Schlüssel, solange ich die Vertretung in der Post übernehme. Frau Appelt kam gleich am nächsten Tag auf mich zu und teilte mir mit, dass sie sich eine neue Regelung einfallen lassen hat. Regelung? Das hat doch bestimmt etwas mit mehr Arbeit zutun. Aber was ist mit meinem Schlüssel für die nächsten zwei Wochen? All diese Fragen schossen mir durch den Kopf. 

Doch am Ende stellte sich die Regelung als großes Glück heraus: Alle Azubis, die ihren künftigen Arbeitsvertrag unterschrieben haben, bekommen einen eigenen Schlüssel! Jetzt habe ich meinen eigenen Bankschlüssel und es fühlt sich verdammt gut an. Ich muss nicht mehr mit meinem Mittag vor der Tür stehen und warten bis mir jemand aufmacht. :D

Auf jeden Fall konnte ich dann mit meinem Schlüssel pünktlich um 7 in der Früh anfangen. Der Tag begann dann damit, die Kaffeemaschine vorzubereiten. Danach schaute ich immer nach, ob genügend Gläser, Löffel und Teller bereit standen, ob der Geschirrspüler ein-/ oder ausgeräumt werden musste und natürlich zu guter Letzt: wie viel Eingangs-/ und Ausgangspost zu erledigen war. 


Meine Kollegin hat in der Poststelle sehr viel Verantwortung. Sie muss nicht nur darauf achten, dass die Ausgangspost vollständig und ordentlich ist. Zusätzlich spielen auch Themen wie Bankgeheimnis und Datenschutz eine wichtige Rolle.

Kurzum: Die Arbeit in der Poststelle war mal eine schöne Abwechslung und hat Spaß gemacht. Jetzt bin ich in der Marktfolge Aktiv oder besser bekannt unter dem Namen Kreditabteilung. Ich bin sehr gespannt was mich hier erwartet und halte euch auf dem Laufenden.

Also bis dahin euer Dominik.

Mittwoch, 28. November 2018

Man lernt nie aus!

Halli-hallo,

nach 12 langen Jahren auf der Schulbank, ist man einfach nur froh, wenn diese Zeit hinter einem liegt und man endlich arbeiten kann. Sicherlich bekommt man öfter von den Eltern zu hören, dass die Schulzeit die beste Zeit im Leben ist und man diese unbedingt genießen sollte, aber das wollen wir in diesem Moment nicht hören. :D Nach unzähligen Kontrollen und Klausuren war ich an einem Punkt, dass es mir echt reichte.

Nun habe ich im August die Ausbildung zum Bankkaufmann begonnen und - zu meinem Pech - geht das leidige Thema Schule auch hier weiter. Für den theoretischen Teil der Ausbildung muss natürlich wieder die Schulbank gedrückt werden. Im Oktober hatten wir unseren ersten Schulblock. Zwei volle Wochen lagen vor mir mit neuen Lehrern, Mitschülern und auch unbekannten Fächern.

Gleich in der ersten Woche musste ich bereits mit einem ungeplanten Zwischenfall kämpfen. Am Wochenende zuvor bin ich auf nassen Fliesen ausgerutscht und habe mir das Knie verdreht. Es stellte sich heraus, dass ich mir einen vorderen Kreuzbandriss und einen Innenbandriss zugezogen habe. -DER ABSOLUTE JACKPOT- Zum Schulbeginn waren für 10 lange Tage Schmerzen und Krücken meine besten Freunde. Zu allem Übel, ist unser Klassenraum in der zweiten Etage. Ich bin anfänglich noch mühsam die lästigen Treppen gestiegen, weil natürlich mein Ego es nicht zugelassen hat einen Fahrstuhl zu benutzen. Doch mit einem blöden Fehltritt habe ich schnell gemerkt, dass mein falscher Stolz mich nicht weiter bringt. Also organisierte ich mir bei der Schulleitung einen Schlüssel für den Aufzug und konnte somit das beschwerliche Treppensteigen vermeiden. Das war alles nicht mehr feierlich, so als verletzter Typ mit Krücken und in einigen Situationen auch noch auf die Hilfe seiner Mitschüler angewiesen zu sein. Meine Laune war auf jeden Fall im Keller.

Wie dem auch sei, am Montag startete der erste Turnus. Die Unterrichtsstunden begannen bei jedem neuen Lehrer ganz klassisch. Unsere Lehrer stellten sich vor, wir stellten uns vor und dann bekamen wir eine grobe Gliederung, was uns alles in den 3 Jahren Ausbildung erwartet. Spätestens beim dritten Lehrer hatte ich dann auch alle Namen meiner Mitschüler drauf. :D Um ehrlich zu sein, bin ich echt zufrieden mit den Lehrern und auch mit meinen Mitschülern. Der erste Eindruck ist auf jeden Fall ein positiver. In den Pausen lernt man sich dann besser kennen und bekommt schnell mit, was für Interessen der Einzelne hat, was sein Antrieb ist und wo potenzielle Stärken und Schwächen liegen könnten.

Doch wie waren denn nun die ersten zwei Wochen Blockunterricht? ...nun ja, am schulischen Ablauf hat sich nicht groß viel geändert. Der Lehrer steht immer noch vorne an der Tafel und versucht uns sein Wissen weiterzugeben. Der für mich größte Unterschied zur bisherigen Schulausbildung liegt darin, dass hier ein anderer Wind weht. In der Berufsausbildung wird Eigeninitiative und Selbstständigkeit größer geschrieben als je zuvor. Den Lehrern ist es zum Beispiel egal wie aufmerksam man ist oder ob man sich Notizen macht. Das klingt hart, ist aber die Wahrheit. Entweder man gibt Gas und versucht so viel Wissen wie nur möglich in den Stunden aufzunehmen, oder man bleibt auf der Strecke und muss sich dann zu Hause mit viel Mühe alles selbst erarbeiten. 


In den zwei Wochen wurden mir Grundlagen bezüglich Kontoarten, Kontoführung, Buchhaltung und rechtliche Rahmenbedingungen gelehrt. Ich war sehr motiviert, denn schnell merkte ich, dass mir diese neuen Kenntnisse in der Praxis das Leben erleichtern würden. Mein Interesse am Lernstoff  wurde geweckt und auch wenn es an einigen Stellen etwas zäh war, fand ich, dass die zwei Wochen wie im Flug vergingen. Die ersten Kontrollen wurden natürlich auch schon geschrieben. Die Resultate der Tests erhalten wir leider erst im zweiten Turnus. Bis dahin muss ich mich wohl noch gedulden. Ich habe zweifellos ein gutes Gefühl und bin überzeugt dass meine Ergebnisse absolut in Ordnung sein werden.

Nach den zwei Wochen hieß es dann erst einmal wieder „Schule Adieu“. Denn die nächste Praxisphase stand an. Also die „Abenteuerreise“ hat so zusagen erst begonnen und ich hoffe, euch weiterhin mit interessanten Episoden unterhalten zu können. 

In diesem Sinne wünsche ich eine angenehme Woche.
Niclas Geißler

Mittwoch, 21. November 2018

Endspurt

Hallo Ihr Lieben,

so langsam neigt sich unsere Ausbildung dem Ende zu und irgendwie ist es schon ein komisches Gefühl. Es ist fast so, wie der Abschluss von der 10ten Klasse. Auf einmal taucht wieder diese Frage auf: Was passiert danach?

Es sind nur noch 5 Monate bis zur Abschlussprüfung. Während ich das gerade schreibe, wird mir erst einmal bewusst, dass es nicht mehr lange ist. Ehe man sich versieht kommt der Tag der Prüfungen und dann ist alles vorbei. Selbst in der Berufsschule kriegt man es mittlerweile mit, dass alles bald vorbei ist. Erst vorige Woche haben wir unser letztes Thema im Rechnungswesen angefangen. Ich war ein wenig geschockt, denn das heißt, dass wir kurz vor dem Ende stehen und drei Jahre Rechnungswesen endlich geschafft sind. Natürlich folgt danach noch Prüfungsvorbereitung, wie in jedem Fach. Dennoch war es ein sehr komisches Gefühl zu hören, dass wir bald durch sind, denn dann kann es in den anderen Fächern auch nicht mehr all zu lange dauern.

Aber um von der Berufsschule ein wenig weg zu kommen bemerkt man es natürlich auch auf der Arbeit. Wenn ich in unseren Azubiplaner schaue, sehe ich, dass für mich und Dominik nächstes Jahr im Januar, Februar und März sehr viel ansteht. Wir werden noch vier Seminare besuchen, um perfekt für die schriftliche und mündliche Prüfung vorbereitet zu sein. Daneben findet auch noch unser einmonatiges Praktikum statt. Ja, richtig gehört, wir haben schon wieder ein Praktikum vor uns. Diesmal verschlägt es uns in das Altenheim Bethesda und ich bin jetzt schon sehr neugierig, was uns dort erwarten wird und wie es ist, mit älteren Menschen zu arbeiten. Bisher habe ich damit noch keine Erfahrung gemacht. Umso mehr freue ich mich darauf mich dieser Herausforderung zu stellen.

Ob es wirklich so wird, wie ich es mir vorstelle und wünsche, werdet ihr dann erfahren, wenn es so weit ist. Jetzt heißt es erstmal ranklotzen und in der Berufsschule noch ein paar gute Noten holen, damit das Zeugnis im Mai auch etwas hergibt. Ich bin gespannt, ob ich meine Ziele für mein Zeugnis erreichen kann. Und wenn dann alles gut gegangen ist, werde ich im Kundenzentrum nach meiner Ausbildung eingesetzt. Aber das hab ich euch ja das letzte Mal schon erzählt. ;-)

Bis es jedoch soweit ist, wünsche ich Euch eine schöne Zeit.

Bis dahin,
eure Paula

Montag, 29. Oktober 2018

Operation gut überstanden

Hallo liebe Azubi-Blogleser,

nach recht kurzer Zeit und mit vier Weisheitszähnen weniger melde ich mich mal wieder zu Wort… Ja, ihr habt richtig gehört. Vor kurzer Zeit musste ich eine Zwangspause einlegen, denn meine Weisheitszahn-OP stand an. Und dass es sich auch richtig lohnt, mussten gleich alle vier Zähne dran glauben. Ich hab´s nun überstanden und bin froh, dass ich wieder auf Arbeit bin. Noch einmal würde ich das nicht haben wollen. :D

Nachdem ich mich also wieder regeneriert hatte, wieder sprechen konnte und somit einsatzbereit war, warteten neue Aufgaben auf mich. Es ging in eine neue Abteilung…

…und die befindet sich ganz oben im Haus direkt unter’m Dach – nämlich die Datenkontrolle. Bevor es richtig losgehen konnte, kam – wie sooft – noch etwas dazwischen. Ich musste erst einmal in der Depotführung aushelfen, da sich einige Kollegen im Urlaub befanden. Daher widmete ich mich noch ein bisschen der Prüfung von Geeignetheitserklärungen und Depoteröffnungsanträgen. Nebenbei im Tagesgeschäft kamen dann noch Kontoauflösungen dazu sowie Nachlässe oder auch Teilhaberschaften. Durch einen voll gepackten Tagesablauf und große Aktenberge, die es zu bewältigen gab, verging die Zeit wie im Fluge.

Und dann ging es schließlich in die Datenkontrolle, wo nicht nur – wie es der Name erahnen lässt, Dokumente und Daten nochmals kontrolliert werden. Aber natürlich ist das hier die Hauptaufgabe ;). Prinzipiell ist es echt praktisch, dass ich erst jetzt dort bin, da ich alle Dokumente, die dort geprüft werden, schon vorher einmal in den jeweils anderen Abteilungen gesehen habe. Denn in die Datenkontrolle wird so gut wie alles gegeben, um weitere zwei Augen drüber schauen zu lassen. Denn wie sagt man so schön: „Vier Augen sehen mehr als zwei“. Auch hier gab es wieder einiges Neues und jede Menge Aktenstapel, die abgearbeitet werden wollten. Außerdem spielte das Thema Auslandzahlungsverkehr auch eine Rolle. Denn nun galt es Zahlungen in ausländischer Währung zu bearbeiten. Vor der Durchgabe solcher Dokumente ist zunächst noch eine weitere Kontrolle in unserem System vorzunehmen. Aber auch Kundenfragen galt es zu beantworten oder wie der jeweilige aktuelle Umrechungskurs ist, was für zusätzliche Gebühren zu beachten sind, Kontoauszüge, bei denen eine Nacherstellung gewünscht wird und und und…

Täglich müssen in der Datenkontrolle außerdem abgewiesene bzw. nicht durchgereichte Überweisungen geprüft werden. Dies erfolgt über unsere sogenannten Differenzkonten, wo diese dann alle "aufschlagen". Hier sind dann manuelle Buchungen vorzunehmen und es ist zu prüfen, warum die Überweisung nicht ausgeführt wurde. Da reicht auch manchmal nur ein Buchstabendreher oder ein fehlender Punkt….

Und neben den ganzen zusätzlichen Prüfungen von Überweisungen bzw. Zahlungen und der Bearbeitung des Auslandszahlungsverkehrs wären dann immer noch die zahlreichen Stapel an Verträgen, die zu prüfen sind. Also langweilig wird es jedenfalls nicht…. ;)

Gleichzeitig stehen mit dieser Abteilung nun wieder meine letzten Wochen der 4. Praxisphase an. Diese ist rückblickend super schnell verflogen…und bald geht schon das nächste Semester los.

Und damit verabschiede ich mich erst einmal wieder ;).
Bis dahin!

Donnerstag, 25. Oktober 2018

Gute Nachrichten

Hallo Ihr Lieben,

nach langer, langer Zeit hört ihr endlich wieder etwas von mir. Neun lange Wochen war ich jetzt weg. Ich hatte Berufsschule, Seminar und ein bisschen Urlaub. Die Woche bin ich also das erste Mal wieder da.

Als ich mein Postfach öffnete, erlitt ich einen Schock. :o Ich bekam in der Zeit 200 eMails. Den ganzen Vormittag hab ich gebraucht um mir zumindest einen groben Überblick zu verschaffen und wichtige Mails zu beantworten. Man kann also sagen, dass ich ungefähr einen Tag erst mal für meine Nachrichten gebraucht habe.

Aber ich muss euch unbedingt noch was erzählen. In letzter Zeit passiert so viel Neues. :) Mein Aufenthalt in der Kreditabteilung ist nun um und ich werde bis auf Weiteres im Kundenzentrum eingesetzt. Warum? Dort werde ich nach meiner Ausbildung sein. Also meinen Arbeitsvertrag habe ich nun in der Tasche. ;-) Momentan befinde ich mich in den letzten Schritten meiner Einarbeitung, dass heißt wir arbeiten noch am Feinschliff meiner Redewendungen, meines Wissenstandes und der Gesprächsführung. Dabei fühle ich mich mittlerweile auch sehr sicher. Es macht mir so viel Spaß in der Abteilung zu arbeiten. Ganz am Anfang hatte ich immer sehr viel schiss vorm Telefonieren. Ich hab mich immer gefragt, wie das wohl die erste Zeit sein wird, wenn mir immer jemand zuhört, wenn ich telefoniere. Aber auch das habe ich gepackt und nun wird es mein Arbeitsplatz. Ich freu mich sehr. 

Achja… es gibt noch etwas Neues: Wir haben unseren Arbeitsschlüssel schon bekommen. Eigentlich erhalten wir den erst mit bestandener Abschlussprüfung. Aber da Dominik und ich unseren Arbeitsvertrag schon unterschrieben haben, hat uns Frau Appelt jetzt schon den Schlüssel gegeben. Das ist wirklich eine sehr schöne Geste und zeigt mir, dass hier viel Vertrauen in uns gesetzt wird. Jetzt müssen wir nicht mehr klingeln und warten bis uns jemand ins Gebäude lässt. Denn wir sind jetzt Schlüsselkinder. ;-)

Ich fühle mich zurzeit sehr wohl mit dieser Situation. Jetzt ist nur noch die letzte Hürde die Abschlussprüfung. Aber auch die werde ich schaffen. :-) Ich halte euch auf dem Laufenden, wie es in den nächsten Wochen und Monaten weiter geht.

Bis dahin,
eure Paula.

Mittwoch, 17. Oktober 2018

Neuer Monat, neue Abteilung!

Hallo Ihr Lieben!

Wie schnell die Zeit doch vergeht… Mittlerweile stapeln sich in den Supermärkten schon die Lebkuchen und wir sind auch schon wieder zwei Monate in der Bank. Das Jahr neigt sich also schon wieder dem Ende.

Für mich ging es nach dem Bauernhof direkt ins Kundenzentrum. Die Abteilung besteht aus drei Mitarbeitern, die jede freie Minute Telefonate entgegennehmen. Privat kann es dann auch schon einmal vorkommen das man mit dem Satz „Guten Tag die Volksbank Eisenberg Sie sprechen mit…“ ans Telefon geht. :D

Da im Kundenzentrum einfach alles von unseren Kunden gefragt werden kann, durfte ich noch nicht ans Telefon. Es ist meine erste Abteilung und in der Berufsschule war ich auch noch nicht. Praktisch habe ich also noch kein Wissen und konnte vorerst E-Mails unserer Kunden beantworten. Natürlich nur mithilfe meiner Kollegen. Mit der Zeit durfte ich dann auch Kundendaten im System aktualisieren, wie zum Beispiel neue Adressen zwecks Umzug oder neue Handynummern eingeben usw. Dazu muss ich erst einmal den Kunden in unserer Datenbank mit der alten Adresse aufrufen und dann mit den neuen Daten ersetzen. Wir bekommen auch ständig Mails von Kunden, die ihr Passwort für´s Online-Banking vergessen haben. Aber auch das ist kein Problem! Ich setze den sogenannten „Zähler“ zurück, so dass der Kunde wieder 3 Versuche hat und dann heißt es, auf ein Neues. :-)

So einfach wie das klingt, es war eine ganze Menge auf einmal. Da war ich ganz froh, dass ich noch nicht ans Telefon musste. Gerade auch in der ersten Woche war ich abends so ausgelaugt, dass ich gar keine Lust mehr zum Lesen hatte… Für eine Leseratte wie mich war das ganz schön ungewohnt! Zum Backen hatte ich aber dann doch noch genug Motivation. Da muss man sich nicht so anstrengen und kann was Süßes naschen. ;-) Und so kam es, dass ich bisher jede Woche noch ein paar (okay, einige…vielleicht auch viele) Plätzchen mitnehmen konnte. Was natürlich alle sehr gefreut hat. Aber auch dieser Monat ging viel zu schnell rum und kaum hatte ich mich eingefunden, musste ich schon wieder Abschied nehmen.

Jetzt bin ich im Marketing, wo ich bis Ende des Jahres bleiben werde. Eine Abteilung, in der Kreativität groß geschrieben wird. Hier werden unsere Internetseiten gestaltet und bearbeitet, Kampagnen geplant und Veranstaltungen organisiert.

Meine erste Aufgabe war es, Präsente an unsere Kunden zu verschicken, die seit Januar 2017 eine Baufinanzierung bei uns haben. Dazu konnte ich aus einer selektierten Liste die Adressen der Kunden auf Paketaufkleber schreiben und dann die Präsente verpacken und versenden. Was das für Geschenke sind, könnt ihr den Bildern entnehmen. ;-)

Natürlich habe ich auch, wie die anderen Azubis im Marketing, mein eigenes Projekt bekommen. Für mich eine ganz schöne Herausforderung. Lagen mir konkrete Fächer wie Mathematik doch immer besser, als so abstrakte wie zum Beispiel Kunst. Kurzum, kreativ ist nicht unbedingt das Wort, was mich am Besten beschreibt.

Ich halte euch auf alle Fälle auf dem Laufenden.
Seid also gespannt.

Bis zum nächsten Mal,
eure Carmen.

Freitag, 12. Oktober 2018

Klappe die Erste


Hallo Ihr Lieben,

von mir hört bzw. lest ihr heute zum ersten Mal. Ich bin einer der neuen Azubis in der Volksbank Eisenberg. Daher möchte ich euch ein paar Sätze zu meiner Person erzählen. Ich bin Niclas Geißler, knackige 18 Jahre jung und komme aus dem bezaubernden Gera. Im Mai beendete ich meine schulische Laufbahn mit dem Abitur am Zabel-Gymnasium Gera und bin nun in der Volksbank gelandet. 

Wie mein Weg nach der Schule weiter gehen sollte? Ich hatte absolut keine Ahnung. Wie soll man denn bitte schön schon in der Schule wissen, was man das ganze Leben lang beruflich machen möchte. Notgedrungener Maßen habe ich mich bei der deutschen Rentenversicherung (BFA) in München beworben. Damals, in der 8. Klasse, hatte ich in der Zweigstelle in Gera ein Praktikum absolviert. Leider bieten die dort kein duales Studium an, sodass ich auf die  BFA in München ausweichen musste. Auf meine Bewerbung hin wurde ich auch prompt zum Gruppenbewerbungsgespräch eingeladen.

Die Idee, eine Ausbildung zum Bankkaufmann zu absolvieren, hatte tatsächlich nicht ich. Der Leiter der Bewerbungsgespräche erzählte mir am Ende der Veranstaltung, dass er mich eher in der Bankbranche sieht als in der Versicherungsschiene. Lange habe ich darüber nachgedacht und mich letztendlich bei der Volksbank Eisenberg beworben. Und siehe da…ich wurde sogar angenommen.

Die 4 schönen aber auch anstrengenden Wochen auf dem Bauernhof zu Beginn der Ausbildung liegen nun hinter uns. Carmen hat in ihrem ersten Blogbeitrag ausführlich über die Zeit in Etzdorf und Buchheim berichtet. Vielleicht habt ihr ihn ja schon gelesen. Wenn nicht, dann schaut auf jeden Fall mal rein.

Seit dem 30. August sind wir zurück in der Bank und für mich ging es direkt in die Marktfolge Passiv, kurz gesagt MFP. So wirklich viel konnte ich mir darunter nicht vorstellen. Aber gut, irgendwie wird das schon werden. Als ich mein Auto in Eisenberg parkte und zur Bank lief, war es schon anfangs ein komisches Gefühl. Mir sind so viele Fragen durch den Kopf gegangen… Wie sind meine Kollegen? Wo muss ich mich jetzt eigentlich melden? Wie komme ich ins Haus so ohne Schlüssel? Fragen über Fragen und die Antworten kamen nach und nach. Meine Aufregung legte sich ziemlich schnell. Ich kam in der Abteilung an, stellte mich noch einmal vor und wurde auch herzlich begrüßt. Die Abteilung besteht ausschließlich aus Frauen, ungefähr 10. :D Ja genau, ihr habt richtig gehört. Es sind 10 Frauen. Aber trotzdem gibt es keinen Zickenkrieg wie alle immer denken. Die Arbeitsatmosphäre war toll. Es sitzen ja auch nicht alle in einem Büro. ;-)


In der Marktfolge kümmern sich die Kollegen rund um das Thema Kontoführung und -service. Es kommen täglich Kontoanträge per Post, Karten-Neubestellungen, Schecks, Änderungen von Adressen usw. Die erste Woche war wirklich anstrengend, einfach weil alles, also wirklich ALLES neu war. Doch mit der Zeit, meinen Aufzeichnungen und den tagtäglich offenen Ohren meiner Mitarbeiterinnen, machte ich Fortschritte und wurde langsam lockerer. Nach circa 1 1/2 Wochen wurden mir schon erste Aufgaben erteilt, die ich vollkommen alleine erledigen durfte. Natürlich wurden diese danach kontrolliert, aber das Gefühl etwas richtig gemacht zu haben und die damit verbundene Verantwortung zu tragen war schon ziemlich cool. Mir wird immer mehr Vertrauen entgegen gebracht, was die Erledigung gewisser Aufgaben betrifft.

Ich war zwar nur 4 Wochen in der Marktfolge, aber habe jetzt schon enorm viel gelernt. Der Start in das Leben eines Bankkaufmannes hätte nicht besser sein können! In der Abteilung bin ich dann noch einmal 2020. Zu dem Zeitpunkt werde ich mehr Hintergrundwissen aus der Schule mitbringen und dadurch macht der Einsatz dann auch mehr Sinn in der MFP.

Ich werde wieder von mir hören lassen. Doch bis dahin, wünsche ich euch eine schöne Zeit.

Bis dahin,

Niclas!