Mittwoch, 27. Mai 2020

Covid-was?


Tja, was soll ich sagen. Eigentlich wollte ich euch von meiner Zeit im Service Center berichten, aber natürlich ging Covid-19 auch an mir nicht spurlos vorbei. Somit ist meine Zeit im Service Center um gut drei Wochen verkürzt wurden, da wir den direkten Kundenkontakt auch in unserer Hauptfiliale in Eisenberg stark eingeschränkt haben. Aber die Wochen, die ich im Service Center erlebt habe, waren wirklich spannend. Neben den alltäglichen Aufgaben, wie das Nachtragen von Sparbüchern oder Bargeldauszahlungen, gab es jeden Tag etwas Neues für mich zu lernen. Ein weiterer großer Bestandteil in der Arbeit der Servicemitarbeiter besteht außerdem in der Terminvereinbarung. Das heißt konkret, es ist unsere Aufgabe, den Terminkalender unserer Kundenberater zu füllen :) 

Um unsere Mitarbeiter zu schützen, wurde beschlossen, dass pro Büro nur ein Mitarbeiter arbeiten soll. Alle anderen im Homeoffice. Nun hatten wir das Problem, dass es für mich noch kein Einzelbüro zum Arbeiten gab. Also war ich erst einmal auf „Rufbereitschaft“. Gibt es sonst so ja auch nicht in einer Bank... Nun sitze ich seit zwei Wochen im dritten Stock und habe Listen für die Marktfolge aktiv - unsere Kreditabteilung, abgearbeitet. 

Zuhause mache ich etwas für die Schule, denn auch für uns gab es Aufgaben und vermutlich werden jetzt auch noch einige dazukommen, denn auch für uns fällt die Berufsschule natürlich nach wie vor aus.  Und wird es vermutlich auch noch eine Weile, denn an der Stoyschule gibt es ja nicht nur Berufsschüler, sondern auch Abiturienten und andere Abschlussklassen, sodass diese erstmal Vorrang haben werden und natürlich geht auch das dritte Lehrjahr vor, welches aktuell auch in den Prüfungsvorbereitungen steckt.

Ihr seht, aktuell ist für mich die Ausbildung etwas anders als geplant, denn eigentlich sollte ich seit diesem Montag in der Post beziehungsweise unserem Empfang angelernt werden. Dort wäre der Mindestabstand zu meiner Ausbilderin jedoch nicht möglich, weshalb ich vorerst nach wie vor Zuarbeiten für die Marktfolge übernehmen werde. Wie sich das auf die gesamte Ausbildung noch auswirken wird, werden wir wohl erst wirklich in der Zukunft sehen, denn bisher kann man ja nur erahnen, wie lange diese Ausnahmesituation noch anhalten wird. Ich bin aber guter Dinge, dass unser Vorstand gemeinsam mit unserer Personalabteilung dafür sorgen wird, dass auch wir Azubis nicht zu kurz kommen und auch die Seminare werden wie es bisher aussieht stattfinden. Nur eben nicht, so wie geplant für uns in Rendsburg, sondern in der Bank per Telefonkonferenz. Das ist zwar etwas schade, weil das letzte Seminar insbesondere durch die praxisbezogenen Gruppenarbeiten so lehrreich war, aber jetzt gilt es erstmal das Beste aus der Situation zu machen.


Auch unser Sommerfest und die damit verbundene Generalversammlung wurde jetzt erst einmal abgesagt, denn bis zum 31.08. sind Großveranstaltungen verboten und dazu würde unser Sommerfest, was am 26.06. stattfinden sollte, zählen. Die Generalversammlung wird nun erstmal für das letzte Quartal 2020 angesetzt und dann schauen wir weiter.

Fest steht, wir sind auch weiterhin für euch da!

Eure Viktoria

Mittwoch, 20. Mai 2020

Mehr als ein halbes Jahr ist um


Hallo Ihr Lieben,
jetzt melde ich mich auch bei euch wieder. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich habe das Gefühl, die Zeit vergeht so schnell. Manchmal, wenn ich früh aufwache, denke ich noch, dass es gleich wieder auf den Bauernhof geht. Dabei sind wir Azubis im 1. Lehrjahr schon über ein halbes Jahr hier in der Bank.

Ich habe schon so viel erlebt. Den ersten Monat habe ich in der Poststelle angefangen und alles ganz kompakt kennengelernt. Danach ging ich das erste Mal in die Berufsschule und habe auch dort sehr viele neue Leute kennengelernt, die man noch bis zum Ende der Ausbildung um sich hat. Danach kam der Abteilungswechsel zur Marktfolge Passiv. In dieser Abteilung war ich eine sehr lange Zeit. Es hat mir natürlich auch dort sehr viel Spaß gemacht und ich habe viel gelernt. Auch sehr viel darüber, wie ich mich selbst am besten organisiere. In meiner Zeit in der Markfolge Passiv hatte ich mein erstes Seminar. Über die Vorbereitung darüber habe ich Euch ja beim letzten Mal schon erzählt. Und ich muss sagen, es kam so anders als ich vorher gedacht hatte.

Ich habe viele neue und tolle Leute kennengelernt und die Woche verging wie im Flug für mich. So wie alles in der letzten Zeit. Manchmal versucht man Momente einzufangen und sie festzuhalten - wie zum Beispiel das erste Mal, als ich selbstständig ein Konto eröffnet habe oder als ich zum ersten Mal alleine in der Poststelle gearbeitet habe. Aber man gewöhnt sich auf Dauer daran und wird mit jedem Mal etwas besser und sicherer in dem was man tut.

Des Weiteren muss ich wirklich sagen, die Zeit vergeht viel zu schnell und es ist auch alles nicht mehr so weit weg. Wir sind bald im zweiten Lehrjahr und dann kommt die Zwischenprüfung. In der Zeit, die ich bisher hier verbracht habe, habe ich schon so viel Neues gelernt. Ich habe viel über mich selber gelernt und auch Dinge, welche ich ändern wollte, in Angriff genommen. Es gibt immer noch einiges an mir, was ich ändern will, dies wird aber alles mit der Zeit passieren. Wie sagt man immer so schön ,,Man wächst mit seinen Aufgaben“.

Ich hoffe, es bleibt alles so positiv und ich lerne noch viele weitere nette Menschen kennen. Auch wenn es noch stressiger wird, hoffe ich, dass ich das alles gut meistern werde - aber ich bin da sehr zuversichtlich.


Habt noch einen schönen Tag und lasst es euch gut gehen!


Eure Jenny 😉



Mittwoch, 13. Mai 2020

Ein erstes Fazit


Nun habe ich schon mehr als ein  halbes Jahr meiner Ausbildung geschafft und irgendwie fühlt es sich trotzdem wie gestern an, als ich mein Praktikum in Etzdorf begonnen habe. Zwischen Arbeit im Betrieb, Berufsschule und meinen Umzug nach Eisenberg ist die Zeit irgendwie nur so verflogen.

Unter anderem war ich in den vergangenen Wochen in einer Abteilung, in der ich auch schon während meines Praktikums eingeteilt war - dem Service Center. Zugegebenermaßen - während meinem Praktikum nicht meine liebste Station, da fand ich die Kreditabteilung doch wesentlich interessanter, doch nach der vierten Woche, habe ich überraschenderweise doch sehr viel Spaß dort. Mittlerweile habe ich alle Grundvorgänge, wie Sparbücher nachtragen, Geld umbuchen, Überweisungen prüfen und Co. verinnerlicht und trotzdem kommt jeden Tag etwas Neues dazu. Und natürlich ist sowieso jeder Kunde individuell, was das ganze hier „an der Front“ natürlich doch noch mal interessanter macht.  Warum das Service Center auch „die Front“ genannt wird? Ganz einfach. Hier steht man dem Kunden und all seinen Emotionen direkt gegenüber und hat keinen Computer Bildschirm oder ein Telefon dazwischen. Das diese Emotionen je nach Problem auch mal überlaufen können, hat wohl jeder von uns schon mal miterlebt. Somit gilt es als Mitarbeiter im Service genau diesen Emotionen mit viel Verständnis, aber gleichzeitig auch mit der richtigen Bestimmtheit und Feingefühl entgegen zu treten. 

 
Und in der Berufsschule haben wir auch bereits einige Schulwochen hinter uns, sodass ich auch hier mal ein kleines Fazit geben kann, damit ihr auch wisst was euch erwartet, sollte ihr euch für eine Ausbildung bei uns entscheiden. Erst mal das Wesentliche. Dank der fehlenden Mittagspause sind wir eigentlich immer eher zu Hause, als wenn wir im Betrieb sind. Das macht zwar manche Woche, wenn wir jeden Tag mindestens eine Arbeit schreiben, nicht wirklich viel aus, aber sollte es doch mal zu dem glücklichen Zufall kommen, dass gar keine Arbeiten geschrieben werden, ist das natürlich ziemlich angenehm. Allgemein ist der Lernaufwand, wenn man weiß wie man am besten lernt, nicht höher, als er es während meinem Abitur war und auch die Anforderungen sind zwar je nach Fach unterschiedlich, aber definitiv machbar. Die größten Probleme haben die meisten definitiv im Rechnungswesen, aber mit etwas Zusatzlektüre ist auch das zu schaffen. Denn auch dabei gilt: man muss nur wissen, wie man lernt und sich rechtzeitig darum bemühen, die Lerninhalte zu verstehen. Das kann ich euch im Übrigen bei jeder Ausbildung oder auch einem Studium nur empfehlen. Rechtzeitig anfangen und direkt Inhalte, die ihr nicht versteht aufarbeiten, dann habt ihr vor Prüfungen, Arbeiten und auch insbesondere vor der Abschlussprüfung weitaus weniger Stress, als wenn ihr erst zwei Tage vorher bemerkt, dass ihr das Thema wirklich gar nicht durchblickt. 
 
Aber zurück zur Stoyschule. Ein weiterer großer Pluspunkt, natürlich neben den stets bemühten Lehrer und dem guten Unterricht, ist ihr Standort mitten im Zentrum von Jena. So hat man einerseits eine gute Anbindungen - oder man fährt wie ich mit dem Auto und parkt günstig auf dem Seidelparkplatz, der auch nur 5 Gehminuten entfernt. Andererseits hat man auch die Qual der Wahl, was man denn zum Mittag ist. Subway, der einfache Bäcker, Nordsee oder doch Langos von Lelek. 
 
Ihr seht also, mit uns trefft ihr die beste Wahl  - sowohl wenn es um den geht Betrieb, als auch wenn es um die Berufsschule geht...

Liebe Grüße
Viktoria

Mittwoch, 6. Mai 2020

Seminar in Kassel oder doch nicht?

Hallo meine lieben Leser des Azubi Blogs,

ich melde mich mal wieder mit einem brandaktuellen Thema zu Wort. Unser Seminar in Baunatal/Kassel... wobei das eher sinnbildlich gemeint ist. 😀 Aufgrund der weltweit präsenten Pandemie fand unser Seminar in Form eines Webinars statt. Und ja... was soll ich sagen: es lief besser als gedacht - aber fangen wir erst mal ganz von vorne an.

Wie bei jedem anderen Seminar gab eine Online Vorbereitungsphase, indem wir Studienbriefe bearbeiten und Lernvideos schauen sollten. Soweit ja alles ganz normal. Circa eine Woche vor Beginn des Seminars erhielten wir die Mitteilung, dass es doch keine Präsenzveranstaltung geben würde, sondern auf ein anderes Medium ausgewichen wird. Um ehrlich zu sein, war ich etwas skeptisch, ob ein Webinar den gleichen Lerneffekt aufweisen konnte wie ein allseits bekanntes Seminar. Vor allem bei einem so prüfungsrelevanten Thema wie Gläubigerpapiere und Schuldverschreibungen.

Meine Vorbereitung lief gut und ich war meiner Meinung nach ausreichend vorbereitet, um erfolgreich an dem Webinar teilzunehmen. Am 20.04.2020 war es dann soweit, um 8:30 Uhr begrüßte uns unser Tutor in der Telefonkonferenz. Der Ablauf war ganz klassisch. Es gab eine kurze Vorstellungsrunde und anschließend wurde die Agenda der ganzen Woche erläutert. Zugegebenermaßen hatten wir mit unserem Tutoren wirklich viel Glück. Trotz der Tatsache, dass sie nicht vor Ort waren, wurde auf jede Frage eingegangen und verständlich erklärt. Nach dem ersten Tag war ich überrascht, wie gut es lief, obwohl es ab und zu technische Problemchen gab, da die Server der Genoakademie schlichtweg überlastet waren - kein Wunder, wenn sich die Nutzung seit der Pandemie circa verzehnfacht hat. Uns wurde aber auch gesagt, dass unser Webinar noch ziemliches Glück hatte, da es keine größeren Ausfälle gab. Gut für uns. 😊 Im Laufe des Webinars haben sich alle Teilnehmer an die Umstände gewöhnt und wir kamen sehr gut voran.

Für mich persönlich ist ein Webinar eine gute Alternative, allerdings bleibt das Zwischenmenschliche etwas auf der Strecke. Die Pausen verbrachte jeder entweder zu Hause oder in seiner Bank und man konnte sich untereinander nicht wirklich austauschen. Ein weiterer Punkt ist natürlich auch, dass wir nicht in den Geschmack des Essens aus Baunatal kommen konnten. 😃 Nachdem 4 1/2 Tage Webinar geschafft waren, hieß es Klausur schreiben. Um ehrlich zu sein, war ich gar nicht so aufgeregt. Eventuell lag es daran, dass wir einen Online Test absolviert haben oder weil wir alle gut vorbereitet waren. Nach circa 40 Minuten waren die meisten fertig und nun hieß es virtuell Abschied nehmen...

Die Woche verging wie im Flug und ich bin auf das Testergebnis gespannt. Ich blicke natürlich optimistisch in die Zukunft, sodass wir hoffentlich bald wieder nach Baunatal können und dort unser Wissen zu festigen. Ich denke aber, dass mir jeder recht gibt, wenn ich behaupte, dass man aktuell wirklich anpassungsfähig und flexibel sein muss.

Das war`s auch erst mal von mir und meinen Erfahrungen mit meinem ersten Webinar. Bleibt gesund und ihr werdet schon sehr bald von mir hören!

Euer Niclas

Mittwoch, 29. April 2020

In der Anlageberatung

Hallo ihr Lieben,

ich melde mich mal wieder zurück! Fühlt sich an, als wäre es eine Ewigkeit her, da in der Zwischenzeit mal wieder total viele Eindrücke auf mich zukamen:
Erstens bin ich jetzt offiziell in der Anlageberatung eingeteilt. Das klingt ja erst mal nach Anzugträgern mit Koffern voller Geld und Harvey-Specter-Frisur. Aber auch Sachen wie eine Kontoeröffnung, Kreditkarten und früher auch Dinge wie Sparbücher und -briefe gehören dazu. Die letzten beiden Sachen sind ja aufgrund der Negativzinspolitik gar nicht mehr rentabel und wer also nicht zusehen möchte, wie das Geld - bildlich gesprochen - wegschmilzt, überlegt sich Alternativen. Und da kommt dann die Anlageberatung ins Spiel: nach ausführlicher Beratung schlagen wir dem Kunden eine Anlagemöglichkeit vor, die zu seinen Wünschen und Vorstellungen passt.



Aber nach einer Woche war es auch schon wieder Zeit für eine Woche Berufsschule und dann hatte ich mir eine weitere Woche freigenommen, um für die Zwischenprüfung zu büffeln.
Aber nach den zwei Wochen Pause erwartete mich die nächste Überraschung: ich durfte (wieder) in unserem Immobilienservice (VBI) aushelfen. Dort ist zur Zeit der Teufel los, denn allein in den ersten drei Monaten haben wir schon jede Menge neue Immobilien in die Vermarktung genommen, unter anderem auch ca. ein Dutzend Eigentumswohnungen. Zum Vergleich: bisher waren es jedes Jahr eine Handvoll Eigentumswohnungen und 30-40 Häuser. Eine ganze Menge mehr als sonst also. Dazu kommt, dass Eigentumswohnungen durch die dazugehörige Teilungserklärung, die ja auch mit zu den notwendigen Unterlagen gehört, ganz schön aufwendig sind: so eine Erklärung kann gut und gerne über 60 Seiten fassen. Entsprechend viel ist zu lesen und durchzuarbeiten, denn dort stehen viele Informationen über die Wohnung drin, die für Interessenten wichtig sind.

Das Ziel meiner Zeit in der Anlageberatung soll sein, dass ich am Ende selbst Gespräche führen kann. Da muss es ja nicht gleich um Fondberatung gehen, da fehlt mir einfach noch das nötige Fachwissen, um auf spezielle Kundenfragen eingehen zu können.

Aber auch dem wird Abhilfe geschaffen: Beim nächsten Seminar lernen wir dann alles über Wertpapiere. Auch das ist etwas, worauf ich mich freue, denn die Seminare helfen nicht nur, wirklich in die Materie einzutauchen, die Gruppe ist auch immer sehr lustig. Es sind zwar fast immer andere Teilnehmer, aber vereinzelt trifft man doch auf bekannte Gesichter. So auch dieses Mal: zwei Teilnehmer aus unserem ersten Seminar werden diesmal auch wieder mit dabei sein. Da das aber auch schon wieder ein Jahr her ist, bin ich gespannt zu erfahren, wie es bei ihnen gerade aussieht.

Na dann, bis zum nächsten Mal!
Eure Carmen

Mittwoch, 22. April 2020

Die Zwischenprüfung

Hallo meine lieben Leser des Azubiblogs... ich melde mich mal wieder zu Wort - Niclas Geißler.
 

Nach dem der Neujahrsempfang erfolgreich absolviert wurde, stand die nächste größere Etappe an - die Zwischenprüfung. Am 18.03.2020 war es soweit, dass erste Mal beweisen, was man in circa 1 1/2 Jahre gelernt hat. Zugegebenermaßen war ich schon etwas aufgeregt. 😀 Ich denke, dass es vielen Lesern auch so gegangen ist, als die erste Prüfung an der Tür geklopft hat...

Vorbereitung ist alles! Ich persönlich habe versucht,
so viele Zwischenprüfungsaufgaben zu lösen, wie es nur ging und immer, wenn ich Lücken fand, habe ich mir diese im Hefter und im Lehrbuch noch einmal zu Gemüte geführt. Ich hatte noch etwas Schwierigkeiten bei der Vertretungsberechtigung von Unternehmen, aber auch das habe ich noch hinbekommen und kenne mich auch auf diesen Gebiet nun gut aus. Das Kundenzentrum ist tatsächlich ein ziemlich gutes Pflaster, um sein Wissen noch einmal in der Praxis anwenden zu können, da des Öfteren Fragen darüber kommen, wie lange eine Überweisung braucht, bis wann man eine Lastschrift zurückgeben kann und und und... Mit meinen zwei Kolleginnen hatte ich außerdem zwei wirklich fachkundige Personen neben mir, welche mir auf jede Frage eine aussagekräftige Antwort geben konnten.

 
Als ich den "Einladungsbrief" der IHK zugestellt bekam, realisierte ich, dass es ernst wird. Meiner Meinung nach hat es uns Banker dieses Jahr ziemlich gut getroffen, da unsere Prüfung erst um elf Uhr anfing - für genügend Schlaf war also gesorgt. Außerdem - speziell für mich
- mental positiv war, dass die Zwischenprüfung in Gera stattfand. Es gab auch noch einen Punkt, bei dem ich mir nicht sicher war, ob der positiv oder negativ sein könnte... Meine Freundin hatte am 15.03.2020 Geburtstag und da muss ich natürlich auch dabei sein. Auf der einen Seite ist es etwas positives, dass ich mal die Gedanken woanders habe, aber auf der anderen Seite geht mir auch etwas Zeit zum Lernen verloren. Zum Glück konnte ich mir ab dem 09.03.2020 Urlaub nehmen und mich unter der Woche noch mal sehr intensiv auf die Prüfung vorbereiten.

Selbstverständlich werden Carmen oder ich euch auf dem Laufenden halten und
demnächst berichten, wie es lief und die Ergebnisse mitteilen (sofern man diese zeigen kann 😜)

 
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Zeit und genießt das Jahr, so gut es gerade geht!!!
 

Euer Niclas

Dienstag, 14. April 2020

Vom Pädagogenhörsaal zum Bankenschreibtisch

Liebe Leser,

über ein Jahr ist es nun schon her, als wir unsere Ausbildung in der Volksbank Eisenberg begannen. Und ich hab euch noch gar nicht erzählt, wie ich überhaupt zu dem Bankenbereich kam. Kurz gesagt: Viele Wege führen nach Rom. ;-)

Nach meinem Abitur, wusste ich nicht direkt wohin meine Reise beruflich gehen sollte. Daher bin ich mehr oder weniger durch Zufall auf die Friedrich-Schiller-Universität in Jena und dem Studiengang Lehramt aufmerksam geworden. Für mich klang das erstmals nicht verkehrt und eine wirkliche Alternative habe ich nicht direkt gefunden. Ehrlich gesagt, wollte ich einfach nur eine „gesicherte Zukunft“ haben. Wer antwortet schon gern auch noch 2 Monate nach seinem Abschluss auf die Frage, was man denn nun studiert mit: „Keine Ahnung“. 

Also hab ich meinen Immatrikulationsantrag ausgefüllt, die Semstergebühr überwiesen und mit der Post direkt abgeschickt. Wie gut überlegt die ganze Sache mit frischen 18 Jahren war? Naja, ich würde mal sagen, nicht so gut. Nach den ersten beiden Semestern stellte sich mir die Frage nach dem „Warum?“ immer häufiger. Wieso muss ich wissen, was beispielsweise meine Zunge macht, wenn ich spreche? Und wieso muss bei der Erklärung dazu jedes zweite Wort lateinisch sein? Es wird mich sicherlich kein Schüler zur pharyngealen Phase der Dysphagie ausfragen…

Naja, also wie gesagt… Nachdem nun die Frage nach dem „Warum?“ mittlerweile in nahezu jeder Veranstaltung auftauchte, suchte ich nach Alternativen. Zur Auswahl stand ein Studienwechsel, ein Fernstudium oder eine Ausbildung. Der Studienwechsel an die Hochschule löste sich schnell in Luft auf. Die Frist zur Immatrikulation war bereits verstrichen und ich würde aufgrund der Semester, die ich schon studiert habe, keine Förderung durch das BAFÖG mehr erhalten. Weshalb studieren für mich so nicht mehr finanzierbar wäre. Ein Studienkredit wäre dafür natürlich eine Lösung gewesen, aber das war die absolute Notlösung und ich hatte ja noch andere Alternativen. Ein Fernstudium kam für mich auch nicht in Frage, sodass ich mich am Ende um eine Ausbildungsstelle umschaute.

Mein einziges Kriterium war der Standort des Unternehmens. Entweder sollte der Betrieb in der Nähe von Jena oder Leipzig, meiner alten Heimat, liegen. Demnach dauerte es entsprechend lange bis ich mich einmal durch alle Ausbildungsstellen geklickt hatte. Aber umso mehr Anzeigen ich durchlas, wurde auch meine Vorstellungen immer konkreter. Hinzu kam eine Ausbildungsvergütung von über 500 EUR netto, denn zumindest wollte ich meine Miete in Jena weiterhin alleine finanzieren können. Dadurch sortierte ich noch einmal aus und schrieb die ersten Bewerbungen. Insgesamt waren es ungefähr 40 Bewerbungen in den verschiedensten Branchen und ich bekam in den nächsten Monaten einige Rückmeldungen. Banken hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ins Auge gefasst, einfach aus dem Grund, dass ich mir dachte mit so einem schlechten Matheabitur sowieso keine Chance zu haben. Schnell hatte ich dann auch die ersten Bewerbungsgespräche und machte mir auch da schon meine ersten Eindrücke vom Unternehmen… Es gab einige Gespräche wo ich mich wirklich gefragt habe, wieso man mich überhaupt eingeladen hat, weil man einfach während dem gesamten Gespräch so unfreundlich war, dass ich nicht mal in Erwägung gezogen hätte dort stundenweise zu arbeiten. Denn auch ein freundlicher Umgang mit Azubis und Mitarbeitern ist mir wichtig. 

Wirklich überzeugend war nichts davon und vor allem den Einzelhandel, der mehr als genügend Stellenangebote hatte, war für mich nach einem eintägigen Praktikum schnell vom Tisch. Somit war dann mittlerweile April 2019 und so etwas wirklich Überzeugendes hatte sich noch nicht gefunden und so schickte ich noch einmal einen Schwung Bewerbungen raus und dieses Mal bewarb ich mich auch bei einigen Banken. Und erhielt wenige Tage später eine Einladung zum Bewerbungsgespräch von der Volksbank Eisenberg. Um mir bei dieser Entscheidung dieses Mal wirklich sicher sein zu können, machte ich bevor ich den Vertrag unterschrieb ein einwöchiges Praktikum in der Bank und war neben dem Kundenservice auch in der Beratung dabei und konnte einen Tag in der Kreditabteilung miterleben. Und so kam es und ich unterschrieb im Mai 2019 meinen Ausbildungsvertrag.
Ich kann euch nur sagen, trotz nicht so guter Mathenote, kann man trotzdem Banker werden. Und falls ihr euch noch unsicher seid, dann macht doch auch einfach ein Praktikum. Da kann man schon viele Eindrücke aufschnappen für sich entscheiden, ob es was ist.

Liebe Grüße
eure Viktoria.