Donnerstag, 8. Dezember 2016

Eine Migration in unserer Bank?

Hallo Leser, 

eine Migration durchzuführen bedeutet für alle Mitarbeiter viel Arbeit. Migration bedeutet im Sprachgebrauch einfach nur „Wanderung“ oder auch „Umzug“. Ein großes Migrationsprojekt steht sozusagen schon vor unserer Tür. Spätestens 2018 müssen alle Bankdaten auf ein komplett neues System übertragen sein. Die Vorbereitungen hierfür laufen schon heute. Bis es soweit ist, kämpfe ich aber zur Zeit schon mit einem ähnlichen Problem: Die "Migration" der Arbeitsplätze :) 

Durch die gerade durchgeführten Renovierungsarbeiten in unserer Bank, müssen temporäre freie Arbeitsplätze sichergestellt werden, d.h. die Mitarbeiter müssen vorübergehend in ein anderes Büro umziehen. Für mich bedeutet das immer viel Arbeit. Die Technik, die Kabel und andere Hardware muss vom ursprünglichen Arbeitsplatz entfernt werden, um diese am neuen Platz wieder aufzubauen. Das sollte recht flüssig und schnell verlaufen, damit der Mitarbeiter wieder seine Arbeiten fortsetzen kann. Angebracht wäre der technische „Umzug“ zur Mittagszeit. Der Mitarbeiter genießt seine geregelte Pause und ich kann diese Zeit nutzen um die Technik aufzubauen. So kann die Leerlaufzeit am Besten umgangen werden. 

Gott sei Dank werden die Räume nach und nach renoviert, sonst würde eine Mittagspause gar nicht reichen. Wichtig ist, dass ich alles korrekt und funktionsfähig aufbaue. Deswegen gehört auch ein umfangreicher Funktionstest zu meinen Aufgaben. Zu den Tests gehören ein Drucker- und Scannertest, ein Start-Test des Systemrechners und des Internetrechners, sowie ein Verbindungstest zum Banksystem und zum Internet. Diese Überprüfungen werden mit dem jeweiligen Mitarbeiter durchgeführt, damit bei seiner Arbeit auch alles funktioniert. 

Wenn die Renovierungsarbeiten beendet sind, geht der ganze Spaß von vorn los :D  Danach muss die Technik natürlich wieder in den alten neuen Raum umziehen. 

Ich habe noch viel Arbeit vor mir, schließlich bekommen noch viele Büros einen neuen Anstrich. Erfahrungsgemäß funktioniert nicht immer alles gleich auf Knopfdruck, aber bislang verlief alles recht reibungslos :-). Ich bin gespannt was mich noch erwartet. Ich wünsche euch gutes Gelingen auf Arbeit und auch auf der Schulbank. 

Euer, Daniel Fietsch

Mittwoch, 30. November 2016

Mein erster Tag im Service

Hallo liebe Blogleser und -leserinnen,
wie ihr sicher wisst, bin ich einer der neuen Azubis im 1. Lehrjahr. Somit hört ihr hier das erste Mal, aber bestimmt nicht das letzte Mal, von mir. :) Momentan bin ich im Service Center tätig. Kaum am ersten Tag in der Bank angekommen, wurde ich schon in die ersten Tätigkeiten eingewiesen. Ich bekam einen Zettel mit meinen täglichen Aufgaben im Service, wie z. B.: Den Servicebereich regelmäßig auf Ordnung zu prüfen, meine Mails regelmäßig abzurufen, die Briefkästen leeren und so weiter. Schon als ich den ersten Tag in der Bank war, wurde ich freundlich empfangen und direkt in das Team integriert. Anfangs schaute ich zu und stand meinen Arbeitskollegen interessiert bei Seite und notierte mir die wichtigsten Vorgehensweisen, um sie dann zum Nutzen unserer Kunden anwenden zu können. Schon am selben Tag durfte ich mit Aufsicht die ersten Wünsche unserer Kunden erfüllen. Keine zwei Tage später machte ich schon den ersten „größeren“ Fehler. Mir wurde die Aufgabe erteilt, unsere Briefkästen zu leeren, welche sich in einen anderen Raum befinden. Gesagt getan, schon lief ich los um die Überweisungen zu holen. Dazu wurden mir zwei Schlüssel gegeben, einer für die Tür zum Aufschließen und einer für die Briefkästen. Die Briefkästen waren reichlich voll. Die Überweisungen brachte ich dann in unser Service Center zurück und kontrollierte diese. Doch dann...keine 10 Minuten später suchte mein Kollege Herr Hartmann seinen Schlüssel. Plötzlich fing mein Herz an zu rasen, denn ich vergaß den Schlüssel wieder mit raus zu nehmen. Also sagte ich mit angespannter Stimme, „Der Schlüssel ist im Nebenraum“. Dazu ergänzte ich, „Bitte sagen sie mir, dass sie einen Zweitschlüssel haben“. Doch dann wurde mir mit ernster Stimme gesagt, „Nein Herr Busch, wir haben jetzt ein großes Problem“. Durch diese Aussage bekam ich schon etwas Herzrasen. Doch direkt danach ergänzte Frau Schlicht in lachender Stimmer, „Nein Herr Busch, wir haben einen Zweitschlüssel, aber bitte das nächste Mal drauf achten“. Und schon war Tag Zwei für mich gerettet. Schon am dritten Tag durfte ich alleine, mit Nachkontrolle, eine Sparbuchumbuchung tätigen. Das gab mir viel Selbstbewusstsein und stärkte außerdem mein Verantwortungsbewusstsein. Die erste Woche war um und schon brach die zweite Woche an. In der zweiten Woche kamen einige fehlerhaft ausgefüllte Überweisungen zu uns. Diese mussten natürlich per Post zurück an den Absender geschickt werden.
Mir wurde der ganze Vorgang beim Schreiben eines Briefes erklärt und somit konnte ich mich gleich an dem ersten Brief beweisen. Um diesen zu schreiben, schaute ich zuerst nach der Adresse des Empfängers, denn gelangt der Brief an eine falsche Person, würde dies gegen das Bankgeheimnis verstoßen. Des weitern gab ich den Grund für das Zurücksenden der Überweisung an und stellte den Brief somit fertig. In den weiteren drei Wochen lernte ich noch viel mehr, wie z. B.: Das Ausfüllen einer Überweisung (auf was kommt es an), das Anlegen eines Dauerauftrages, rechtliche Grundlagen im Bezug zum Bankgeheimnis und vieles mehr. Es würde zu lange dauern um alles Aufzuzählen was ich bis jetzt gelernt habe. :P Versucht euch einfach selber mal.
So das soll es auch erstmal von mir gewesen sein. 

Habt eine schöne Woche und bis bald, euer Dominik :)

Donnerstag, 17. November 2016

Unerwartete Planänderung

Hallo liebe Blogleser,

anders als ursprünglich gedacht, endete meine Zeit im Pflegeheim Bethesda, hier in Eisenberg schon vorzeitig. Das geplante Praktikum für vier Wochen war bereits nach drei Wochen vorüber. Der Grund war die Vertretung einer Kollegin, die ich übernehmen musste. Da ich an diesem Arbeitsplatz schon eingelernt wurde und ihn auch schon selbst geführt habe (allerdings nur einen Tag), wurde mir für zwei Wochen die Datenkontrolle übergeben. Eine etwas anspruchsvolle Aufgabe, aber man freut sich gleichzeitig auch, dass einem so viel Verantwortung übergeben wird.

Am ersten Tag musste ich mich erst wieder ein wenig an alles gewöhnen, doch nach und nach wusste ich dann wieder wie alles geht. Rund um die Uhr hatte ich immer wieder neue Aufgaben zu erledigen. Da ich die Datenkontrolle das erste Mal alleine geführt habe, konnte ich mit niemandem meine Aufgaben teilen, was sonst nie der Fall war. Teilweise war es auch etwas stressig aber es hielt sich immer noch in Grenzen. Bei der vielen Arbeit geht eine Stunde um wie nichts. Ein kleiner Nachteil an diesem Platz war, dass jeden Tag Fälle auftreten können, die man vorher nicht lernen konnte, weil sie noch nie da waren oder schon lange Zeit nicht mehr vorgekommen sind. Das ist oftmals auch so. Kniffelig sind z.B. immer die SEPA-Zahlungen, welche in unserem System hängen bleiben, wegen irgendeinem Fehler. Gibt es so eine hängengebliebene Zahlung, bekommt man automatisch eine Mail mit dem Überweisungsbetrag und den Kundendaten sowie dem Hinweis, wo man sie in unserem System suchen muss. Das Problem bei diesen Zahlungen ist, dass man den Fehler warum sie nicht ausgeführt wurde, oftmals nicht sofort erkennen kann. Es gibt sehr viele verschiedene Möglichkeiten, deswegen sind oft auch immer eine oder mehrere Zahlungen dabei, welche man nicht zuordnen kann. In der Hoffnung den Fehler zu finden, sucht man sich Fälle heraus, die in der Art schon einmal so vorgekommen sind, damit man ein Beispiel hat, wie man vorgehen muss. Meistens wird man auch fündig, das Problem dabei ist nur, dass einem durch das Suchen viel Zeit verloren geht, in der man schon viel mehr Sachen hätte erledigt haben können. Wiederrum ist es aber gut, wenn neue Dinge auftreten, da man sich diese als Muster aufheben kann und so für das nächste Mal gleich weiß, wie man den Fehler findet.
Das ist auch das Gute daran eine Arbeitsplatz selbst zu führen, man merkt sich Dinge viel besser, wenn man sie selbst gemacht hat und sich selbst um eine Lösung bemüht hat. Zur Not kann man immer noch Nachfragen. Das hab ich auch ab und zu gemacht, wenn ich garnicht so richtig wusste was zu tun war. Es gibt noch eine Mitarbeiterin in der Bank die sich sehr gut mit der Datenkontrolle auskennt, da sie diesen Platz schon oft als Vertretung übernommen hat. Wenn ich Fragen hatte, konnte ich also immer zu ihr gehen. Also egal was war, eine Lösung gab es für jedes Problem. Letztendlich fand ich die zwei Wochen sehr effektiv, da ich viel dazu gelernt habe, obwohl ich eigentlich dachte bereits viel in dem Bereich zu kennen. Aber wie ihr wisst lernt man ja nie aus.

Bis Bald,
Saskia :)

Mittwoch, 9. November 2016

Verwirrtheit am ersten Tag

Hallo liebe Blogleser und –leserinnen, 
ein Wechsel in eine schon durchlaufene Abteilung kann ganz schön verwirrend sein, sag ich euch! Seit über einem Jahr war ich nun schon nicht mehr in der "Marktfolge Passiv" eingesetzt und habe dort einiges wieder aufzufrischen. Aus diesem Grund wollten wir erstmal mit einfachen Dingen starten. Jetzt erfuhr ich erstmal so richtig, wofür ich meinen Musterordner angefertigt habe. Ohne diesen könnte ich im Moment sämtliche Tätigkeiten nicht sofort, sondern erst nach mehrmaligem erfragen der Arbeitsprozesse, machen. 
Ich besprach als erstes mit meiner jetzigen Abteilungsleiterin, Frau Sieber, die nächsten Aufgaben und Schritte. Mein Arbeitsplatz füllte sich innerhalb der ersten halben Stunde fast komplett. Das konnte was werden. Ich durfte zuerst ein Geschäftskonto für ein Unternehmen eröffnen, was im Prinzip relativ einfach ist. Doch diese Einschätzung sollte sich noch als falsch herausstellen. Mein erster Schritt war, den Kontovertrag aufmerksam zu prüfen. Dazu zählt die Prüfung auf Vollständigkeit der Unterlagen und der SCHUFA. Wir wollen sichergehen, dass unser Kunde nichts mit dubiosen oder illegalen Geschäften zu tun hat und unsere Anlagekriterien einhält. Unsere Kunden dürfen zum Beispiel nichts mit Atomkraft oder Menschenrechtsverletzungen zu tun haben. Danach habe ich die technische Anlage in unserem System vorgenommen, doch als ich bei der Einrichtung des Online-Bankings ankam, fiel mir doch etwas auf: Die Firma hatte extra einen neuen Gesellschaftervertrag beigelegt und wies auf einen neuen Gesellschafter hin. Es wurde also doch etwas komplizierter, aber auch interessanter. Ich musste den alten Gesellschafter in unserem System löschen und den Neuen anlegen. Das hat auch alles sehr gut geklappt und ich war richtig stolz auf mich, noch so viel ohne Hilfe bewerkstelligen zu können. Doch auch mit diesem Gefühl war ich zu voreilig. Beim Durchlesen der Online-Banking-Verträge bekam ich mit, dass einige Informationen fehlten. Unsere Kunden wollten das mobileTAN-Verfahren für die neue Gesellschafterin einrichten, die benötigte Mobiltelefonnummer fehlte jedoch. Die bisherigen Gesellschafter nutzten das HBCI-Verfahren. Dafür müsste eine extra Online-Banking-Vereinbarung ausgefüllt werden. Die mitgeschickten Vereinbarungen waren sehr wirr zu verstehen und undeutlich beschrieben. So kam ich auch nach Absprache mit meiner Vorgesetzten zu dem Entschluss, bei der Firma einfach mal anzurufen und die notwendigen Infos in Erfahrung zu bringen. Das Telefonat brachte mich nur leider nicht weiter, da die Dame am Telefon mir nur teilweise die Antworten auf meine Fragen nennen konnte. Da ich lange keine Erfahrung mehr gesammelt hatte, brachte mich das Ganze nun völlig aus dem Konzept und ich wusste gar nicht mehr was ich nun als nächstes und vorallem wie zu tun hatte. Frau Sieber teilte mir dann mit, dass ich das Ganze mit einer anderen Kollegin nochmals durchsprechen sollte, um es besser zu verstehen und dann beim nächsten Mal fehlerfrei bearbeiten zu können. 
Am zweiten Tag klappte aber zum Glück schon alles besser und ich konnte schon wieder viele Aufgaben ohne erneutes Nachfragen vollständig erledigen. Man bekommt einfach richtig mit, dass man gebraucht wird, da im Moment so viele Kontoeröffnungsanträge eingereicht werden und die Arbeit im Überfluss vorhanden ist. Ich wünsche euch auf jeden Fall ganz viel Erfolg bei euren Arbeiten, die ihr tagtäglich machen müsst. 
Viele Grüße, euer Basti

Mittwoch, 2. November 2016

Berufsstart der etwas anderen Art

Hallo liebe Blog-Leser, 
an dieser Stelle melde ich, Chantal Fröhlich, mich hier zum ersten Mal zu Wort. Ich habe nun bei der Volksbank Eisenberg mein duales Studium begonnen. Allerdings startete es auf einem äußerst ungewöhnlichen Weg. Denn bevor die Einarbeitung im ersten Bankbereich beginnen konnte, hieß es auch für mich und die beiden anderen Azubis, die mit mir begannen - erst in den Stall und dann in die Bank. 
Definitiv außergewöhnlich, da so etwas sicherlich nicht so häufig in einer Bank vorkommt. Somit starteten wir also nach erster Einweisung in der Bank und dem Kennenlernen der meisten Mitarbeiter, am zweiten Ausbildungstag bei der Agrargenossenschaft Buchheim/Crossen in Etzdorf im Pferdestall oder in Buchheim im Kuhstall ein Praktikum. Ich persönlich wurde für Buchheim eingeteilt und blieb dann dort bis Ende August, also insgesamt vier Wochen. Am ersten Tag bekamen wir zu Beginn unsere spezielle Arbeitskleidung inklusive Gummistiefel, die dort oft sehr hilfreich waren, oder um es besser auszudrücken - notwendig!! Dann wurde ich von einigen Mitarbeiterinnen durch die verschiedenen Ställe geführt und mir wurde die gesamte Anlage gezeigt, zu der ebenfalls eine Biogasanlage gehört. Am ersten Tag durfte ich mich dann noch im Anmelken probieren und es hat sogar funktioniert! Das Anmelken findet vor dem eigentlichen Melken mit der Maschine statt, um nur die gesunde Milch zu gewinnen und um die Milch auf eventuelle negative Veränderungen zu überprüfen. Weiterhin brachte ich noch den Kälbern ihre Milch und habe einige Einzelställe mit Stroh eingestreut. Im weiteren Praktikumsverlauf beliefen sich meine Hauptaufgaben auf das Ausmisten von Kälberställen und insbesondere das Kehren von Hof und Ställen. Dazu ist zu sagen, dass bei hochsommerlichen Temperaturen, wie ich sie im August unter praller Sonne erleben durfte, das Kehren nicht das Angenehmste ist! Außerdem war ich auch oft im Kälberstall und habe dort Futter und Heu verteilt oder eben, wie so oft, gekehrt. Zur täglichen Routine bei der Agrargenossenschaft gehörte auch der Tierarztbesuch. Er schaute täglich nach den kranken Tieren und gab diesen Medikamente. Dies ist auch notwendig, um Ansteckungen zu verhindern und natürlich, um nicht den Verlust von Tieren zu riskieren. Weiterhin will ich anmerken, dass trotz meist guten Wetters ein Tag dieses außergewöhnlichen Praktikums auch durchweg verregnet war. Und dann kann der Hof, wenn die Gullis dort sehr mit Stroh verstopft sind, auch schnell einmal unter Wasser stehen. So schlimm war es zwar nicht, doch sehr nass war es trotzdem und die Gummistiefel leisteten wieder einmal hervorragend ihren Dienst. Die Mitarbeiter berichteten mir allerdings auch von Zeiten, in denen es schon brenzlich wurde und auch die Tiere im Nassen standen. 

Die Agrargenossenschaft selbst bildet natürlich auch Azubis aus, welche später beispielsweise als Tierwirt oder Landwirt arbeiten. Rückblickend war die Arbeit bei der Agrargenossenschaft natürlich hart und anstrengend, aber man hat danach einen ganz anderen Blickwinkel. Die Angestellten dort arbeiten lange und hart, bei Wind und Wetter. Zudem ist die Branche durch ständig fallende, und damit die Existenz bedrohende, Milchpreise geprägt. Dennoch war die Arbeit an der frischen Luft und mit den Tieren sehr interessant und eröffnete mir einen Einblick der anderen Art. Nach dem Praktikum geht es dann bei mir weiter im Online-Service, meine erste Abteilung in der Bank. Hier geht es um alle wichtigen Dinge, die das Online-Banking betreffen, wie zum Beispiel welches Verfahren die Kunden nutzen möchten (z.B. smartTAN oder mobilTAN- Verfahren) oder welche Zugangsdaten sie dafür benötigen. 

Bis bald, Eure Chantal

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Nach dem Sozialpraktikum

Unsere Auszubildenden Saskia Jesumann und
Daniel Fietsch mit einer Bewohnerin des
Diakoniezentrum "Bethesda"
Hallo liebe Leser, 
die ersten drei Wochen Schule im dritten Lehrjahr sind geschafft und nun folgte unser Praktikum im Diakoniezentrum "Bethesda". 
Meine Vorstellungen und Erwartungen an dieses Sozialpraktikum? – alte Leute spazieren fahren, Mensch-ärger-dich-nicht mit ihnen zocken oder "Sturm der Liebe" schauen. Aber es kam ganz anders…. Als ich am ersten Tag ankam, waren die Schwestern schon fleißig am Waschen. Zunächst habe ich mich daneben gestellt und zugeschaut wie so etwas gemacht wird und auf was man achten muss. Es ist sehr ungewohnt Menschen beim Waschen, also der eigenen Körperpflege, zu helfen oder zuzuschauen. Einige können sich gar nicht mehr selber waschen, da sie vieles durcheinander bringen würden oder da sie sich selber nur noch schlecht bewegen können. In solchen Fällen waschen die Schwestern die Bewohner. Von dem Anblick war ich nicht wirklich überrascht, da ich schon mal ein Praktikum im Krankenhaus gemacht habe und da das gleiche sah, auch dort musste den Kranken beim Waschen geholfen werden. Schon in meiner ersten Woche habe ich mich im Bethesda gut eingelebt. Meine Schicht ging immer von um sieben bis halb vier. Außer an drei Tagen, da hatte ich eine Spätschicht weil ich diese auch mal machen wollte. Ansonsten bin ich um sieben Uhr früh gekommen, habe zwei Bewohnern, die noch gut zu Fuß waren, beim Anziehen geholfen und habe danach einigen Mitbewohnern das Frühstück gereicht. Ab um neun habe ich dann geholfen, die Bewohner zur Andacht zu fahren. Es war von Montag bis Freitag von halb zehn bis zehn Uhr Andacht und jeden Sonntag war Gottesdienst. Da bin ich mit einer Betreuerin die Wohnbereiche abgelaufen und habe die Bewohner zur Andacht gefahren. Anschließend, halb zehn, machten wir Frühstück. Ab halb elf saß ich mit in der Betreuungsrunde. In der Betreuungsrunde wurden die Bewohner in einen Kreis gesetzt, dann haben diese erst einen Becher Saft bekommen und dann haben wir kleine Rätsel gemacht. In der dritten Woche durfte ich die Betreuungsrunde alleine durchführen. Dabei musste ich aufpassen, dass ich laut und deutlich rede, da einige schwerhörig sind. Ab um elf sind wir mit den Bewohnern noch einmal auf die Toilette gegangen. Ich musste den Bewohnern aber nicht auf der Toilette helfen, ich habe die Leute nur zur Toilette hingebracht und übergab sie dann der Schwester an der Türschwelle. :) 
Halb zwölf gab es dann Mittag und danach brachten wir alle zu Bett damit die Bewohner einen Mittagsschlaf machen konnten. Eine Dame wollte fast nie Mittagsschlaf machen und rollte immer mit ihrem Rollstuhl in den Gängen herum. Um zwei haben wir wieder alle geweckt, anschließend gab es Kaffee und danach war ich ein bisschen spazieren mit Rollstuhlfahrern. Mit einem Herrn habe ich mich immer köstlich über die Arbeit und das Leben früher unterhalten und wie er ins Altersheim kam. Jeder Tag war aber immer abwechslungsreich, erschreckend, aber auch lustig. 

Einmal wurde ich als Klugscheißer bezeichnet. Ich dachte ich höre nicht richtig. Eine Bewohnerin sagte mir zum Mittag, dass sie schon eine Portion gegessen habe und keinen Hunger mehr hat. Da sagte ich ihr, dass noch keiner Essen bekommen hat und sie auch nicht und dass dies ihre erste Portion sei. Auf einmal fiel das Wort "Klugscheißer" und was mir einfiele sie bloßzustellen. Mit so einer Anschuldigung muss man in diesem Moment umgehen können. Manchmal war es schon ziemlich lustig, aber es kam auch vor, dass manche Bewohner vergessen haben, warum sie auf der Toilette sitzen. In solchen Fällen musste ich immer ein bisschen an meine Eltern denken. Was ist nur, wenn meine Eltern auch alles vergessen? Muss ich sie auch einmal in ein Altenheim geben? Alles Fragen, über die ich mir noch nie den Kopf zerbrochen habe. 
Der Schreibtisch voll Arbeit - nach drei Wochen
Praktikum sieht der Arbeitsplatz von Sarah so aus...
In der Zeit im Diakoniezentrum habe ich viel gelernt. Zum Beispiel, dass man jeden Moment mit der Familie auskosten und genießen sollte. Vielleicht auch Videos machen, in denen man sinnloses Zeug redet oder einfach nur rumalbert, denn wenn die Eltern wirklich einmal dement werden sollten, kann man sich immer wieder die Videos mit ihnen zusammen ansehen und drüber lachen. 
Nun bin ich wieder in der Bank und einige Erfahrungen reicher. Leider war ich nur drei Wochen im Altenheim, da es in der vierten Woche in der Bank viel zu viel zu tun gab und ich als Aushilfe einspringen musste.
Mein Fazit nach den drei Wochen im Altenheim: es hat sehr viel Spaß gemacht und es war ein toller Einblick in diesen Beruf, aber trotzdem möchte ich lieber an meinem Bürotisch bleiben. Wenn ihr Fragen zu unserem Sozialpraktikum habt, schreibt mir gerne eine Nachricht.

Bis bald, eure Sarah

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Der erste Tag im Diakoniezentrum „Bethesda“

Hallo liebe Blogleser und Blogleserinnen,

im 3. Lehrjahr ist neben der Ausbildung meines Berufes zum Fachinformatiker für Systemintegration auch ein vierwöchiges Praktikum im Diakoniezentrum "Bethesda" in Eisenberg Bestandteil. Schon die Erfahrungen des ersten Tages haben mich ziemlich fasziniert und ich bekam ein recht gutes Bild über den Beruf eines Altenpflegers. Diesen ersten Eindruck möchte ich gerne mit euch teilen:
Der Tag beginnt und ich mache mich auf den Weg zum Diakoniezentrum. Anders als in der Volksbank Eisenberg gibt es hier eine Einteilung in drei Arbeitsschichten. Die Frühschicht fängt schon etwa 6:00 Uhr an, währenddessen die Mittelschicht ab 14:00 Uhr anfängt und die Nachtschicht ab 18:00 Uhr beginnt.

Ich, Bastian, Saskia und Sarah werden auf jeweils verschiedenen Etagen eingeteilt. Mein Arbeitsbereich ist die zweite Etage und dort lerne ich etwa fünf bis sechs Mitarbeiter kennen. Kaum sind wir Azubis angekommen, beginnen schon unsere eigentlichen Arbeitsroutinen. Wir beziehen die Betten und helfen vielen Heimbewohnern sich fortzubewegen, in dem wir sie mit dem Rollstuhl oder mit dem Rollator zum Speiseraum oder zu ihrem eigenen Aufenthaltsraum begleiten. Im Mitarbeiterteam „duzen“ wir uns immer, jedoch sollen wir die Bewohner des Altenheims immer „siezen“, da wir noch unbekannte Personen für sie sind.
Ich habe mittlerweile die Mitarbeiter alle schon kennengelernt und mich mit der Umgebung vertraut gemacht. Die Zeit verfliegt sehr schnell, da viele Tätigkeiten ihre Zeit brauchen. Einige der Pflegebedürftigen sind nicht fähig aufzustehen, daher wird ihnen das Essen gebracht. Am Nachmittag bei Kaffee und Kuchen sind es dann wieder die gleichen Pflegemaßnahmen, nämlich das Essen geben und das Begleiten einzelner Personen im Rollstuhl.
Doch auch andere Aktivitäten, wie zum Beispiel Wäsche waschen, Wäsche aussortieren, Versorgung der einzelnen Räume mit ausreichend Wasser oder das Geschirr zur Küchen bringen, sind notwendig und gehören zu meinem Alltag hier im Diakoniezentrum.
Mein Fazit des ersten Tages: Es ist sehr anstrengend und meine ursprüngliche Meinung, der Beruf des Altenpflegers sei recht einfach, hat sich grundlegend geändert. Man sollte diesen Beruf niemals unterschätzen! Ich für mich habe schnell festgestellt, dass ich für diesen Berufszweig nicht geschaffen bin, da mir der intensive Umgang mit pflegebedürftigen Menschen einfach nicht liegt. Da bin ich doch eher der Techniker.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und was ich noch alles dazu lernen werde.

Grüße, euer Daniel.