Mittwoch, 2. November 2016

Berufsstart der etwas anderen Art

Hallo liebe Blog-Leser, 
an dieser Stelle melde ich, Chantal Fröhlich, mich hier zum ersten Mal zu Wort. Ich habe nun bei der Volksbank Eisenberg mein duales Studium begonnen. Allerdings startete es auf einem äußerst ungewöhnlichen Weg. Denn bevor die Einarbeitung im ersten Bankbereich beginnen konnte, hieß es auch für mich und die beiden anderen Azubis, die mit mir begannen - erst in den Stall und dann in die Bank. 
Definitiv außergewöhnlich, da so etwas sicherlich nicht so häufig in einer Bank vorkommt. Somit starteten wir also nach erster Einweisung in der Bank und dem Kennenlernen der meisten Mitarbeiter, am zweiten Ausbildungstag bei der Agrargenossenschaft Buchheim/Crossen in Etzdorf im Pferdestall oder in Buchheim im Kuhstall ein Praktikum. Ich persönlich wurde für Buchheim eingeteilt und blieb dann dort bis Ende August, also insgesamt vier Wochen. Am ersten Tag bekamen wir zu Beginn unsere spezielle Arbeitskleidung inklusive Gummistiefel, die dort oft sehr hilfreich waren, oder um es besser auszudrücken - notwendig!! Dann wurde ich von einigen Mitarbeiterinnen durch die verschiedenen Ställe geführt und mir wurde die gesamte Anlage gezeigt, zu der ebenfalls eine Biogasanlage gehört. Am ersten Tag durfte ich mich dann noch im Anmelken probieren und es hat sogar funktioniert! Das Anmelken findet vor dem eigentlichen Melken mit der Maschine statt, um nur die gesunde Milch zu gewinnen und um die Milch auf eventuelle negative Veränderungen zu überprüfen. Weiterhin brachte ich noch den Kälbern ihre Milch und habe einige Einzelställe mit Stroh eingestreut. Im weiteren Praktikumsverlauf beliefen sich meine Hauptaufgaben auf das Ausmisten von Kälberställen und insbesondere das Kehren von Hof und Ställen. Dazu ist zu sagen, dass bei hochsommerlichen Temperaturen, wie ich sie im August unter praller Sonne erleben durfte, das Kehren nicht das Angenehmste ist! Außerdem war ich auch oft im Kälberstall und habe dort Futter und Heu verteilt oder eben, wie so oft, gekehrt. Zur täglichen Routine bei der Agrargenossenschaft gehörte auch der Tierarztbesuch. Er schaute täglich nach den kranken Tieren und gab diesen Medikamente. Dies ist auch notwendig, um Ansteckungen zu verhindern und natürlich, um nicht den Verlust von Tieren zu riskieren. Weiterhin will ich anmerken, dass trotz meist guten Wetters ein Tag dieses außergewöhnlichen Praktikums auch durchweg verregnet war. Und dann kann der Hof, wenn die Gullis dort sehr mit Stroh verstopft sind, auch schnell einmal unter Wasser stehen. So schlimm war es zwar nicht, doch sehr nass war es trotzdem und die Gummistiefel leisteten wieder einmal hervorragend ihren Dienst. Die Mitarbeiter berichteten mir allerdings auch von Zeiten, in denen es schon brenzlich wurde und auch die Tiere im Nassen standen. 

Die Agrargenossenschaft selbst bildet natürlich auch Azubis aus, welche später beispielsweise als Tierwirt oder Landwirt arbeiten. Rückblickend war die Arbeit bei der Agrargenossenschaft natürlich hart und anstrengend, aber man hat danach einen ganz anderen Blickwinkel. Die Angestellten dort arbeiten lange und hart, bei Wind und Wetter. Zudem ist die Branche durch ständig fallende, und damit die Existenz bedrohende, Milchpreise geprägt. Dennoch war die Arbeit an der frischen Luft und mit den Tieren sehr interessant und eröffnete mir einen Einblick der anderen Art. Nach dem Praktikum geht es dann bei mir weiter im Online-Service, meine erste Abteilung in der Bank. Hier geht es um alle wichtigen Dinge, die das Online-Banking betreffen, wie zum Beispiel welches Verfahren die Kunden nutzen möchten (z.B. smartTAN oder mobilTAN- Verfahren) oder welche Zugangsdaten sie dafür benötigen. 

Bis bald, Eure Chantal

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