Mittwoch, 7. August 2019

Das erste Jahr ist geschafft

Hallo ihr Lieben, die Sommerferien sind endlich im letzten Bundesland gestartet und manche gehen sogar schon wieder in die Schule. Für Niclas und mich war es das erste Jahr, dass wir keine 6 Wochen Ferien genießen durften. Es ist schon hart, Freunde zu haben, die jetzt am Strand liegen und tolle Urlaubsbilder in ihren Storys posten. Aber naja, so ist das nun einmal. :D

Zurzeit bin ich in der Datenkontrolle und das Aufgabengebiet lässt sich durch den Namen gut erahnen: dort werden nämlich Verträge kontrolliert und Buchungen geprüft. Das mag zwar alles sehr trocken und staubig klingen, ist aber unglaublich vielseitig. Das ist aber nicht das einzige, was geprüft wird: ab bestimmten Beträgen kontrollieren wir Umbuchungen, auf Plausibilität. Ein Betrug ist so ziemlich das Letzte, was man will oder braucht. Das ganze geht natürlich auch noch eine Nummer höher: über unser Programm GenoSonar werden ungewöhnliche Buchungen kontrolliert, bei denen zum Beispiel der Umsatz ungewöhnlich hoch ist. Oder auch wenn einer der Überweisenden in einem Bereich tätig ist, in dem viel „Schund“ betrieben wird.

Neben der Kontrolle der Buchungen und Überweisungen prüfen wir natürlich auch die Verträge und die Anlage unserer Kunden im System. Da schauen wir, ob alle Unterschriften vollständig vorhanden sind und ob die Kontoeröffnung ordnungsgemäß im System hinterlegt wurde.

Und auch das kleine Team trägt viel dazu bei, denn mit Frau Rudolph und Frau Grüner wird es nie langweilig, sodass es mir leicht fällt morgens aufzustehen. Okay, relativ leicht… Aber da ich jetzt in Eisenberg wohne ist zumindest der Weg auf Arbeit nicht mehr so weit (nur 15 Minuten zu Fuß). Jetzt kann ich endlich meinen Kaffee in Ruhe zu Hause trinken und nicht auf der Autofahrt zur Arbeit. Vor allem habe ich in meiner Wohnung platz für ein Bücherregal *-* Da wird sich mein Nachtschränkchen freuen – dort stapeln sich nämlich momentan noch an die 20 Bücher die gelesen werden wollen und die ich leider die letzten paar Monate vernachlässigt habe. Aber das nur am Rande.

Ich kann es immer noch nicht glauben, dass tatsächlich schon ein Jahr rum ist. Manchmal fühlt es sich an, als ob wir erst ein paar Monate in der Bank sind – naja um genau zu sein 12 Monate. :D In diesem einem Jahr war ich bisher im Kundenzentrum, habe E-Mails beantwortet (noch nicht telefoniert, das kommt beim nächsten Mal), danach im Marketing/Zentralen Vertrieb, habe an Kampagnen mitarbeiten dürfen. Sogar meine eigene erstellt, vorgestellt und festgestellt, dass hinter der lockeren Atmosphäre ein harter Job steckt, der viel Planungsgeschick und Organisation fordert.

Ziemlich genau zum Jahreswechsel begann dann meine Zeit im Service Center, also Kunden bedienen/helfen, Überweisungsbelege prüfen und dafür sorgen, dass alles reibungslos läuft. Dazu gehören natürlich auch die Azubi-Geschäftsstellen, die wir eigenständig betreuen dürfen. Das ist dann eine Aufgabe, die wir bis zum Ende unserer Ausbildung übernehmen, an ein bis zwei Tagen in der Woche. Auch das erforderte viel Einarbeitung und so kam es, dass ich bereits ab März regelmäßig Herrn Rösel oder Frau Kruthoff bei ihren täglichen Aufgaben begleitete. Nach wie vor macht es mir viel Spaß auf unsere Geschäftsstellen zu fahren, denn meistens trifft man dort immer dieselben Leute und es ist schön, wenn man ein bisschen schnattern kann. Die Arbeit steht zwar im Vordergrund, aber natürlich muss man auch die Kundenbindung wahren. ;-)

Und wie gesagt, bin ich nun in der Datenkontrolle gelandet. Hier bleibe ich noch bis Ende August, danach geht das neue Schuljahr los. Und auch da gibt es eine große Veränderung: ab sofort besuchen Niclas und ich die Berufsschule in Jena – neue Schule, neue Lehrer, aber immer noch dieselbe Klasse. Da ist es gleich doppelt gut, dass ich nach Eisenberg gezogen bin, denn von zu Hause aus, wäre ich über eine Stunde gefahren, bis ich dort bin, mit dem Zug sogar fast anderthalb Stunden. Jetzt ist die Zuganbindung (oder Bus) auch nicht besser, aber zumindest mit dem Auto dauert es nur noch 20 Minuten. Und wer weiß, bei schönem Wetter fahr ich vielleicht mit dem Motorrad. ;-) Dann ist die Motivation auf alle Fälle da.

Na dann, bis zum nächsten Mal.
Eure Carmen

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